Suche nicht in der Hektik der Welt,
die im Zeitlichen tilgt,
such‘ in deiner Seele das Himmelszelt,
wie ein ewiges Bild.
Gesetze Gottes sind fein balanciert
im vollkommenen Sein,
Strafe und Lohn aufs Kleinste tariert;
zählen im Urteil allein.
Gewogen und zu leicht befunden –
die Wahrheit offenbart,
dass schlechte Taten nicht verschwunden
und kein Betrug, der narrt.
Du siehst nur hier, die kurze Zeit,
beurteilst das Geschehen,
schaust du auf sie, die Ewigkeit,
versuch‘ nicht zu verstehen.
Brech‘ deinen Stab nicht über sie,
dein Urteil ist zu schwach;
wenn‘s dir gelingt, dich selbst zu sehen,
denk über andere nach.
Das Leben fließt in allen Kreaturen,
es ist der Große Geist, der sie gestaltet,
ein Hauch des Nichts deckt seine Spuren,
und doch ist’s er, der über alles waltet.
Wir dienen ihm, wenn wir der Menschheit dienen,
wenn wir der heiligen Erde Achtung weihen,
wenn wir in Demut wissen: Alles ist geliehen
und uns den kleinsten Frevel nicht verzeihen.
Das, was wir taten, wird stets mit uns gehen,
ob gut, ob böse – es ist eingebracht.
Die Erde ist aus Gottes Hand das Lehn -
wir führ’n zu Ende, was er einst gemacht.
Zum Kosmos werden, ohne alles Leben,
geistlos im Wandel, überall nur Stein,
Chaos allein, im unvollkommenen Streben:
Jeder ist heiliger Tempel um das Sein!
Ein und derselbe Ort in zwei völlig unterschiedlichen Zeitabschnitten – Künstler: David Ambarzumjan (1999*)
Hoch, liegt der Staub der Alltagsstraßen,
die Leichtigkeit des Seins begrabend,
wo Zukunftsängste Lebenslust vergaßen
und Freiheit kämpfte gegen Autokraten.
So manches Herz hätte sich gern erhoben,
um in der Höhe heil’gen Hauch zu spüren,
doch hier in unsrer Welt hat er verloren,
zu schwer die Last, die unsre Wege führen.
Verlernten gar die Kunst des Schwebens;
am Boden dieser Zeit sind wir gekettet.
Das Ego kämpft den Kampf des Überlebens,
wer anderen Steine legt, wird nicht gerettet.
Es traten auf den Straßen kalte Schritte,
wie es das Menschenwerk zu tun verstand;
rissen so viele warme Herzen aus der Mitte,
und schleuderten sie an den Straßenrand.
Kein Herz aus Stein soll unsre Seele werden.
Seht, wie mit Leichtigkeit sie aufwärts schwebt!
Hebt sich empor der Geist, wird er auf Erden,
im Staub der Straßen, Seligkeit erleben.
Sind so verletzlich, tief in ihren Seelen,
schauen vertrauensvoll in diese Welt hinein,
gehn auf die Erde in ein neues Leben,
wollen geschenkte Gottesliebe sein.
Wachsen mit den Alltäglichkeiten,
sehen uns oft mit feuchten Augen, fragend an:
Wie kann es sein, dass noch in unsren Zeiten,
ein weißes Lächeln mehr zählt, als das schwarze nebenan?
Der Himmel segnet alle Menschenkinder,
gleich welcher Farbe, welcher Tradition.
Die Kinder sind die neuen Weltengründer,
Gott lebt in jeder alten Religion.
In den lauten Stunden des Tages ruhend zu bleiben, inmitten der Unruhen der Zeit, im Innern Stille suchen, eine Insel sein, zwischen den Winden.
Klärende Gedanken zu haben, in der Verworrenheit des Zeitgeschehens, den Großen Geist zu spüren, in der Zerrissenheit des Lebens.
Wer sich von der Kraft des Lebens in ständiger Bewegung fühlt und von dessen Strömen und Fließen fortgetrieben wird, kann sich den Quellen der heiligen Kräfte nicht öffnen.
Nur auf dem Kanal der inneren Ruhe sind die Laute der geistigen Welt vernehmbar. Diese Zugänglichkeit ist gleichzeitig ein Schutz gegen den lärmenden Zeitgeist.
Durch diese Verbindung gelingt es, mit dem Maß des Göttlichen das Irdische zu messen und das Irdische auf den göttlichen Ursprung zurückzuführen.
Die einst reine Schöpfung wurde zur körperlichen Hülle, ist ein missgestalteter oder verdorbener Ausdruck, hier auf Erden.
Den Weg zum inneren Kern, zur Wahrheit des göttlichen Ausdrucks, weist die geistige Zugänglichkeit und Verbindung.
Wie ein Schutzschild dient sie dem Empfänger, befreit oder leibgebunden.
Übersetzung:
To remain at rest in the noisy hours of the day, in the midst of the turmoil of time,To seek silence within, to be an island, between the winds.
To have clarifying thoughts, in the confusion of the events of the time,to feel the Great Spirit in the turmoil of life.
To feel the power of life in constant motion,and is carried away by its flowing and flowing, cannot open himself to the currents of the sacred forces.
Only on the channel of inner peace are the sounds of the spiritual world audible.
This accessibility is at the same time a protection against the noisy spirit of the time.
Through this connection it is possible to measure the earthly with the measure of the divine and to the earthly back to the divine origin.
The once pure creation became a physical shell, is a misshapen or corrupted expression, here on earth.
The way to the inner core, to the truth of the divine expression, is shown by spiritual accessibility and connection.
Like a shield, it serves the recipient, liberated or body-bound.
Israel suchte zu Jesu Zeiten den Messias, der sie von den römischen Besatzern befreien sollte. Heute sehnt sich nicht nur die Ukraine nach einem solchen Befreiungsschlag gegen die russischen Angreifer.
Wie geht man vor, wenn staatliche Gesetze nicht mit den Gesetzen Gottes übereinstimmen? Für mich sind es die „Kosmischen Gesetze“, die Gesetze des Großen Geistes, wie ich IHN nennen möchte. Diese Gesetze verlangen nach Ausgleich und Harmonie.
Der Klerus stellt Jesus von Nazareth als Gott dar. Die katholischen Schriftgelehrten verbreiteten dies in den Evangelien des Neuen Testamentes. Auch in der evangelischen Kirche wird es so gelehrt. Jesus hat immer wieder betont, dass er nicht Gott sei, obwohl er über eine göttliche Weisheit verfügte, eine Weitsicht, die kaum ein Normalsterblicher mit ins Leben bringt. Jesus hatte eine Berufung und lebte danach; ebenso sah er seinen Tod voraus, der den damaligen Menschen das Böse nahebrachte aber gleichzeitig das Gute freisetzte. Das Gute: Sein Wirken, seine Weisheit und seine Lehren, die unsterblich sind, würden die Menschen erhöhen und zum reinen Bewusstsein führen. Damals öffnete er durch seine Lehren und seinen Tod die Türe zur Rückkehr ‚nach Hause‘.
Die verborgenen Schätze der Weisheit, über die Jesus Christus verfügte (Kol. 2,3), können zur Last werden, weil sie ein normaler Mensch nicht tragen kann.
Ich bin gegen jede Form von Gewalt, respektiere jedoch den Freiheitswillen der Ukraine und den eines jeden anderen Landes. Was immer ein Mensch tut, er wird den Preis dafür zahlen. Keiner entgeht den Folgen einer Handlung, eines Wortes oder eines Gedankens. Und so kann ich es nicht in mir finden, diejenigen zu hassen, die das ‚göttliche Gewand‘, das ihnen gegeben wurde, wie schäbig auch immer, tragen. Aber ich kann die Ungerechtigkeit hassen. In der Beziehung bin ich sehr feinfühlig geworden. Wenn ich morgens die Nachrichten lese, kommen mir die Tränen.
Was hätte Jesus zum Ukraine-Krieg gesagt? Muss den Menschen nicht auch im Krieg zunächst das Böse nahegebracht werden, um das Gute dadurch freisetzen zu können? Die mittlerweile völlig desolaten Missstände auf der Welt müssen ausgeglichen und harmonisiert werden.
In Jesaja 45. 6,7 steht: „Ich der Herr, und keiner sonst, der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, der ich Heil wirke und Unheil schaffe, ich bin’s, der Herr, der dies alles wirkt.“
Hat er den Menschen nicht einen neuen Himmel und eine neue Erde vorausgesagt?!
Macht diese Welt von Teufeln leer,
schwingt fleißig eure Besen,
dass sie bekehrt, vom Falschen her
gesäubert, wird genesen.
Breitet den lichten Teppich aus,
lasst Augenblicke strahlen,
damit in diesem Erdenhaus
die Liebe wächst an Zahlen.
Tanzt einen Reigen mit der Zeit -
sie macht schier große Schritte;
der edle Geist der Einigkeit
erleichtert hohe Tritte.
Bereitet Mensch und Tier ein Haus,
in wohl willkomm’nem Rahmen,
hört im erhabenen Applaus,
wie Himmel uns umarmen.
Alles Unglück der Welt, wofür die folgenden ‚Sieben Plagen der Welt‘ symbolisch stehen, sind Folgen des Mangels an BEDINGUNGSLOSER LIEBE, und dies gilt sowohl für Einzelpersonen, als auch für Gruppen von Menschen und Staaten*):
Das Übel der Welt (falsch verstandene LIEBE, Süchte) Das Leid der Welt (Egoismus, Egozentrik, Geldgier, Machtgier, Lebensangst) Der Schmerz der Welt (Widerstand aus Unwissenheit) Der Schrecken der Welt (Mangel an LIEBE, Gewalt, Hass, Krieg, Grauen) Die Blindheit der Welt (erkennt nicht das GÖTTLICHE in Allem, die LIEBE, das GESETZ) Die Kälte der Welt (Abwendung aus Mangel an LIEBE, Gleichgültigkeit, Arroganz) Das Elend der Welt (Armut und Not aus Mangel an TRAUEN in GOTT und das LEBEN, Glauben an das eigene Klein-Sein, die eigene Unfähigkeit und Unwürdigkeit, die Überzeugung, dass man nichts Gutes verdient, nur Strafe)
Daraus folgen:
Fehlen des Glaubens und der inneren Hinwendung zu GOTT Unkenntnis der KOSMISCHEN GESETZE, dadurch Mangelndes WISSEN von HÖHERER GERECHTIGKEIT und Mangelnde ethischen WERTE Glaube an Materialismus als Grundlage des LEBENS, dadurch Leben allein aus den Verstand Die Täuschung des Selbst: das Ego in den Mittelpunkt stellen Mangelnde DEMUT vor der SCHÖPFUNG Mangelnde ACHTUNG vor dem HEILIGEN, dem LEBEN selbst, darum Mangelnde Achtung vor Menschen, Tieren, Pflanzen, Wasser und Erde, dadurch Verrohung durch alleiniges Streben nach eigenem Nutzen, darum Haltlosigkeit, Egoismus, Zerstörung, Kriege, egoistische Ausbeutung von Ressourcen
Menschen würden ihn nicht erkennen,
den Engel, selbst wenn er in Sichtbarkeit stünde;
manchmal seh’n sie im Schlechten Gutes,
und beschimpfen die guten Dinge als Sünde.
Sie können Gut und Böse nicht unterscheiden,
sehen nur die Seite, die der Allgemeinheit gefällt;
sie nehmen nicht wahr, wie andere leiden,
denken, den Reichen und Schönen gehört die Welt.
Auf Spatzen schießen sie mit Kanonen,
sortieren die Bösen in Schwarz und die Guten in Weiß;
sie wollen den Satan der Welt belohnen,
der die Menschheit mit in den Abgrund reißt.
Worte nur, gegen das böse Tun alter Männer,
die sich selbst gesetzt, als Gottes Vertreter.
Die Glaubensverdreher und Religionsbekenner,
laufen durch die Nationen als fromme Beter.
Seht hin! Die Waage mit gefüllten Schalen,
ein Engel hält sie, wiegt der Völker Gedanken,
hat zu leicht befunden*, was sich ihm offenbarte;
die Welt wird an ihren Taten erkranken.
* Eine Stelle im Alten Testament, Dan 5,25: Daniel liest die Worte „mənēʾ mənēʾ təqēl ûp̄arsîn (מְנֵ֥א מְנֵ֖א תְּקֵ֥ל וּפַרְסִֽין)“ und interpretiert sie: „Mənēʾ: Gezählt, das heißt, Gott hat gezählt (mənāh מְנָֽה) die Tage Deiner Königsherrschaft und sie beendet. Təqēl: Gewogen, das heißt, Du wurdest auf der Waage gewogen (təqiltāʾ תְּקִ֥לְתָּא) und für zu leicht befunden. Pərēs פְּרֵ֑ס: Zerteilt (pərîsat̲ פְּרִיסַת֙) wird Dein Königreich und den Persern und Medern übergeben“.
Kann man sich daran gewöhnen, sein Kind in ständiger Gefahr zu wissen?
Ich bin kein Kriegskind, versuche mich jedoch in die Zeit hineinzuversetzen. Man war stolz darauf, wenn die Söhne das Vaterland verteidigten und in den Krieg zogen. Als Mutter blieb man besorgt zurück. Als Soldaten wurden sie an die Front abkommandiert, in den letzten Kriegsjahren waren sie teilweise nur 15 Jahre alt.
Wie konnte das möglich sein, dass Mütter ihre Kinder, ihre gesunden, kräftigen jungen Söhne, in diesen Massenmord schicken mussten? Mit jedem neuen Krieg ist die Menschheit wieder einmal so tief gesunken, dass sie einander mit grausamen Mitteln tötet. Waren nicht gerade die Söhne dazu berufen, eine neue und starke Generation zu zeugen?
Die gesunden jungen Männer im Kampf auszurotten, ist der schnellste Weg zur Degeneration der menschlichen Rasse. Doch anscheinend ist die Menschheit schon so tief gesunken, dass sie diese Wahrheit nicht sehen will. In ihrem blinden Hass gegeneinander und aus Angst voreinander tötet sie die besten Generationen.
So sehe ich es mit erstem Blick, doch schaue ich tiefer hinein, sieht meine Wirklichkeit etwas anderes. Alles, was geschieht, ist nur ein Streben nach dem verlorenen Gleichgewicht, nach dem verlorenen Paradies! Der Große Geist, der viele Namen hat, hat uns Naturgesetze erschaffen, die das Gleichgewicht wiederherstellen.
Die Frage: „Warum tut uns Gott das an?“ oder „Warum hilft Er uns nicht?“, stellt sich überhaupt nicht. Immer sind es Menschen, die sich das antun. Den Ausgleich schaffen die Naturgesetze. Obwohl ich schwer daran trage, Millionen einander töten zu sehen, weiß ich doch, dass ein Ausgleich geschaffen werden wird. . Es schmerzte, meinen Sohn loszulassen, der mit 37 Jahren starb. Ich denke an seine körperliche Erscheinung, die ich liebte, an seine Gelassenheit und an sein Lachen. Nun ist er wieder Teil des Großen Geistes, seine Seele im Höheren Selbst, wie ein Microchip in einem großen Server, in welcher Sphäre auch immer. Wenn es so gewollt ist, wird er wieder als Offenbarung des unpersönlich Göttlichen auf diese materielle Welt kommen.
Jeder Mensch, der verging, existiert in bedingungsloser Liebe weiter. Was einmal verbunden war, kann einander nicht verlieren und wird sich wiederfinden. Wo immer wir auch sind, die Liebe wird uns immer zueinander führen. Das bedeutet, dass sie die Einheit des Selbst in ihrem Bewusstsein erleben. Sie fühlen, dass sie zueinander gehören, weil sie im Selbst eins sind.
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