Jasmin

Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay
Des Lenzes blaues Band entschwebt,
das Jahr teilt sich, man riecht des Juni’s Süße;
der Lindenduft scheint übers Land geweht,
Flora ersehnt sich durstig Regengüsse.

Die Sterne des Jasmins sind schon verblüht -
in weiß getaucht war mir der Kindheit Garten,
wenn jeder Stern geliebte Düfte sprühte,
geschlossenen Auges konnt‘ ich ihn erraten.

Aus weiten Fernen irrt zu mir der Duft –
längst abgeblüht, aus der Vergangenheit;
hör‘, wie mich jeder Strauch des Weges ruft -
in allen Blütensternen weint mit mir die Zeit.

Autor: Gisela

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2 Gedanken zu „Jasmin“

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