Weisheit und Liebe

Egal, was ich tue, ich lebe immer mit einem Bein in der Vergangenheit.

Zwar lebe ich im Hier und Jetzt, habe mich aber von der „Fata Morgana“ dieser Welt zurückgezogen. Das konnte ich nur, weil ich aus dem Chaos meines Lebens, aus der ständigen Suche nach dem Sinn, eine Ordnung in mir geschaffen habe. Das ist schon seit Jahren so. Nach außen hin erfüll(t)e ich alle weltlichen und beruflichen Pflichten, kleide mich wie andere Menschen und passe mich so weit wie möglich an. Aber ich bin nicht mehr so eitel, wie früher. Von außen modisch dezent, könnte man sagen. Früher eher auffallend anders. Das bin ich heute In mir.

Mein Gottesglaube ist tief und wahr. Trotzdem lese ich in der Bibel auch hinter den Zeilen. Die Schriften, vor allem das Alte Testament, hat mit dem Gottesbild, das ich in mir trage nichts zu tun. Jesus nannte Gott „Vater“. So vertraut ist er mir auch, liebevoll und gerecht.

Welche irdische Eigenschaft ist noch in mir? Ich versuche, über alle Gefühle wie Sympathie oder Antipathie, über Liebe oder Abneigung, eine gewisse Weisheit zu stellen. Das ist oft sehr schwer, denn ich rege mich stark über die Ungerechtigkeiten dieser Welt auf. Wie sehr mir mein Verstand auch leuchten mag, ich sehe manchmal nur ins Dunkel. Ich will mich nicht verirren. Auch nicht in dieser oft herzlos und oberflächlich erscheinenden WordPress-Welt.

Beispiel: Ich schreibe einen wirklich gut gemeinten Kommentar und er wird nicht veröffentlicht. Warum, habe ich mich gefragt? Die Dame unterließ es, weil er ihre Gedanken aufgegriffen hatte und besser klang als ihre. Dabei wollte ich es gar nicht besser wissen! Mich hatte nur der schöne Beitrag inspiriert, etwas dazu zu schreiben. Ich hätte wie eine Lehrerin geklungen, schrieb sie mir auf meine Anfrage hin, als ich den Kommentar vermisste. Dort habe ich seitdem nichts mehr gelesen. So etwas brauche ich nicht!

Beschimpfungen wie: „Du hast dein Gesicht verloren.“, habe ich auch schon ertragen müssen.
Ich hatte mich eingemischt, als man eine namhafte Politikerin mit „Nero“ verglich, die die Welt zerstören würde. Sorry, aber solche Ungerechtigkeiten mag ich überhaupt nicht!

Aber es geht noch unterirdischer! Da las ich woanders diesen Kommentar: „Zum Glück hast du dir dabei nicht das Genick gebrochen, weil unser gerechter Schöpfer für Spezies wie dich mit großer Wahrscheinlichkeit einen gaaanz anderen und vor allem langsameren Abgang ins Jenseits vorgesehen hat, den du ganz bestimmt, wo immer du dann auch bist, niemals vergessen wirst!!!“

Da musste ich wirklich tief Luft holen! Das sind die Worte einer besonders ‚netten‘ Frau. Den Vorlauf kenne ich nicht. Der spielt aber keine Rolle, denn diese Verwünschung ist so abgrundschlecht, weil sie wie ein Fluch klingt. Wie hässlich muss eine Person sein, wenn sie solche Worte in ihrer Gedankenwelt zulässt?! Und wie selbstverständlich schreibt sie dann auch noch von „unserem gerechten Schöpfer“. „Pfui Teufel!“, kann ich da nur sagen. Hier wäre zumindest eine Entschuldigung nötig, wenn diese überhaupt noch angenommen würde.

Durch manche Worte hier, in Büchern und wohlgemeinten Kritiken, kann man durch Menschenhand und -mund die ‚Stimme Gottes‘ erfahren…aber leider auch seinen Widersacher.

Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes, im Gegenteil! Wir sind hier, um ein wenig Freude zu haben, um uns über gegenseitiges Interesse zu freuen, und um uns von anderen Beiträgen inspirieren zu lassen.

Lasst uns aus jedem Fluch einen Segen machen!

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

6 Gedanken zu „Weisheit und Liebe“

    1. Danke, lieber Peter,
      ich weiß Deinen Kommentar sehr zu schätzen. Wir haben uns ja auf ähnlichem Wege kennengelernt. Damals gab es auch viel ‚Hauen und Stechen‘. Aber ich lasse mich nicht mehr vertreiben.

      Herzliche Grüße
      Gisela

  1. Moin Gisela
    Deine Zeilen haben mich sehr berührt und ich kann dir versichern, dass du mit dieser/deiner Einstellung und An/Einsicht nicht alleine bist.
    Besagte Dame ist nicht nur bei mir verhasst, sondern auch bei all jene, die ihr ketzerisches Spiel durchschaut haben.
    Meine Bitte an dich: Bleibe so, wie du bist und lasse dich auf keinen Fall von anderen verbiegen… denn das wäre „KEINER“ Wert!
    LG

    1. Danke, lieber Rolf,
      ich lasse mich nicht verbiegen, und wenn es sein muss, sage ich meine Meinung.
      Es gibt Energiefresser und welche, die Energie geben. Dazu gehört Dein Blog und Deine Bildchen.
      Bleib Du bitte auch so wie Du bist: Lustig, ehrlich und bodenständig. Ich freue mich über jeden Deiner Beiträge.

      Liebe Grüße

  2. Liebe Gisela,

    darum moderiere ich ausnahmslos jeden Kommentar, habe nach einer Zeit übler Anwürfe seit langen Jahren keine Berührung mehr, mit solcher Art Menschen. Es ist neben Erfahrung und Intuition auch eine Frage der Beharrlichkeit. Mich vertreibt hier keiner.

    Diejenigen, die, wie von dir beschrieben, offen verwünschen und beleidigen, halte ich noch für vergleichsweise harmlos, weil sofort erkennbar. Andere sind schlimmer, diejenigen, welche unter einem oft gut tarnenden Deckmantel Stimmung machen wollen, gegen „das System“, gegen „die da oben“. Sie sind offiziell für nichts, schaffen mit ihren Beiträgen ein Klima des Zorns, der Empörung, der Bereitschaft zum Wandel hin zu einer „anderen“ Republik. In ihrem Sinne natürlich, für den „Erlöser“, dem sie, ohne ihn zu nennen, zuarbeiten.

    Mein Glaube ist ein einfacher. Ein Freund hat es mal auf den Punkt gebracht. Zwei Dinge weiß ich über Gott – es gibt ihn, und – ich bin es nicht. So bitte ich täglich um Führung und übe mich in Vertrauen, mal mehr, mal weniger erfolgreich. ER wird mich schon lieben, sonst wäre ich nicht mehr hier. Mit allem, was mich ausmacht, auch mit meinen oft genug allzu menschlichen Seiten, meiner Empfindlichkeit, meiner Impulsivität, meiner Sturheit und oft genug auch meinem immer noch vorhandenen Hang zum urteilen und werten. ER schickt mir, weil ER mich liebt, ständig feine Lektionen, in denen ich mich üben darf, um loszulassen, was mir schadet. Wenn ich mich fürchte, halte ich mich an seinen Sohn, der auch Mensch war …

    Liebe Grüße, Reiner

    1. Lieber Reiner, vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich möchte mich hier auch nicht vertreiben lassen, kann aber über gewisse Verhaltensweisen nur den Kopf schütteln. Von Stimmungsmachern, wie Du sie beschrieben hast, lasse ich die Finger. Da mag ich gar nicht lesen. Sie verbreiten nur Unfrieden und Hass. Genau aus diesem Grund bin ich nicht bei Facebook und Co. Alles hat seine Zeit. Auch die Verschwörungstheoretiker. Mögen sie doch dahin gehen, wo sie meinen, dass es besser ist.
      Wir sollen ja glauben wie die Kinder. Da ist Deine Einstellung genau richtig. Gott liebt uns mit allen Ecken und Kanten. Dein letzter Satz hat mich sehr berührt. So soll es sein!

      Liebe Grüße und einen schönen Abend!

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