Vergänglichkeit

Quelle: Pinterest
Ein stetig‘ Abschiednehmen von der Welt,
ganz losgelöst von allem, das man liebte,
sein kleines Glück, den Duft der Rosenblüte,
es wird ein Traum, sobald der Vorhang fällt.

Andenken nur noch einen Augenblick,
Rückschau auf eigne Unvollkommenheiten.
Entbund’ne Seele, alter Geist in körperlosen Zeiten -
ein Mensch, der andren gab, gab von sich selbst ein Stück. 

Geheimnisvoll bist du, Vergänglichkeit!
Der Menschen Bosheit, eitles Tun und Lassen,
maskiertes Dasein hinter lügenden Grimassen,
schließt du geduldig in die tiefe Ewigkeit.

Was Schatten warf, beleuchtest du mit Licht,
zeigst auf der Menschen Oberflächlichkeiten
und was zum Nutzen für den Nächsten bleibt,
das liegt in deinem Schutz für alle Zeiten. 

Blumen am Wege

Jugend vergeht,
die Schönheit, die, wie frischer Tau, gekrönt auf Blüten ruht,
ist nur ein Augenblick des Lebens,
in der Morgenglut.

Die Zeit verweht,
mit Zeichen von Vergänglichkeit und Tod,
senkt sich die Hülle sanft ins Abendrot,
hat Jugend, Schönheit, tief in sich vergraben,
und ihre Blüten fielen,
als sie starben.