Schlitten klingeln durch die Gassen,
fußhoch liegt der Schnee geschichtet;
deutschem Winter muss man lassen,
dass er gar entzückend dichtet.
Und wir gehn, ein schneeweiß Pärchen,
Arm in Arm, mit heissen Wangen.
Welch ein süßes Wintermärchen
hält zwei Herzen heut gefangen!
Ich sah den Orient und seine Umgebung, mit dem Mond als Banner, und ich wollte in einem Vierzeiler der Welt sein Licht singen.
Doch als ich Jerusalem sah, Mohnblume auf einem Felsen, hörte ich ein Requiem, als ich mich über sie beugte.
Siehst du nicht die bescheidene Kapelle, du, der du flüsterst „Frieden auf Erden“ dass die Vögel mit ihren Flügeln verbergen diese Feuerbuchstaben: „Gefahr Grenze“.
Der Weg führt zum Brunnen, du möchtest deinen Eimer füllen. Halte an! Maria Magdalena, für sie ist dein Körper das Wasser nicht wert.
Inch Allah, Inch Allah Inch Allah, Inch Allah
Und der Olivenbaum trauert um seinen Schatten. Seine zärtliche Frau, seine Freundin, die unter den Trümmern liegt, gefangen im Feindesland.
Auf einem Stacheldrahtdorn: Der Schmetterling wartet auf die Rose. Die Menschen sind so hirnlos, dass sie mich verstoßen werden, wenn ich es wage.
Gott der Hölle oder Gott des Himmels, Du, der Du bist, wo Du willst, in diesem Land Israel gibt es Kinder, die zittern.
Inch Allah, Inch Allah Inch Allah, Inch Allah
Die Frauen fallen im Sturm. Morgen wird das Blut gewaschen; der Weg ist aus Mut gemacht. Eine Frau für einen Pflasterstein.
Aber ja, ich habe Jerusalem gesehen, Mohnblume auf einem Felsen. Ich höre noch immer das Requiem, wenn ich mich über sie beuge.
Requiem für sechs Millionen Seelen, die ihre Marmor-Mausoleen nicht haben, und die trotz des berüchtigten Sandes sechs Millionen Bäume wachsen ließen.
Inch Allah, Inch Allah Inch Allah, Inch Allah
J’ai vu l’Orient dans son écrin avec la lune pour bannière et je comptais en un quatrain chanter au monde sa lumière
Mais quand j’ai vu Jérusalem coquelicot sur un rocher j’ai entendu un requiem quand sur lui je me suis penché
Ne vois-tu pas humble chapelle toi qui murmure paix sur la terre que les oiseaux cachent de leurs ailes ces lettres de feu : danger frontière
Le chemin mène à la fontaine tu voudrais bien remplir ton seau arrête-toi Marie-Madeleine pour eux ton corps ne vaut pas l’eau
Inch Allah, Inch Allah Inch Allah, Inch Allah
Et l’olivier pleure son ombre sa tendre épouse son amie qui repose sous les décombres prisonnière en terre ennemie
Sur une épine de barbelé le papillon guette la rose les gens sont si écervelés qu’ils me répudieront si j’ose
Dieu de l’enfer ou Dieu du ciel toi que te trouve où bon te semble sur cette terre d’Israël il y a des enfants qui tremblent
Inch Allah, Inch Allah Inch Allah, Inch Allah
Les femmes tombent sous l’orage demain le sang sera lavé la route est faite de courage une femme pour un pavé
Mais oui j’ai vu Jérusalem coquelicot sur un rocher j’entends toujours ce requiem lorsque sur lui je suis penché
Requiem pour six millions d’âmes qui n’ont pas leurs mausolées de marbre et qui malgré le sable infâme ont fait pousser six millions d’arbres
Zum Geburtstag von Friedrich von Schiller am 10.11.1759: Dies ist eines meiner Lieblingsgedichte. Die Wahrheit liegt auf dem Weg des Lebens, der ein fortwährendes Lernen ist. Nur dieses Lernen macht den Menschen erst empfänglich für die Wahrheit. Dazu zählt auch die Selbsterkenntnis. Das Gedicht zeigt, dass ein vorschnelles, verbotenes Handeln zu einem kummervollen Leben führen kann.
Ein Jüngling, den des Wissens heißer Durst nach Sais in Ägypten trieb, der Priester geheime Weisheit zu erlernen, hatte schon manchen Grad mit schnellem Geist durcheilt, stets riß ihn seine Forschbegierde weiter, und kaum besänftigte der Hierophant den ungeduldig Strebenden. »Was hab ich, wenn ich nicht alles habe?« sprach der Jüngling.
»Gibts etwa hier ein Weniger und Mehr? Ist deine Wahrheit wie der Sinne Glück nur eine Summe, die man größer, kleiner besitzen kann und immer doch besitzt? Ist sie nicht eine einzge, ungeteilte? Nimm einen Ton aus einer Harmonie, nimm eine Farbe aus dem Regenbogen, und alles, was dir bleibt, ist nichts, solang das schöne All der Töne fehlt und Farben.«
Indem sie einst so sprachen, standen sie in einer einsamen Rotonde still, wo ein verschleiert Bild von Riesengröße dem Jüngling in die Augen fiel. Verwundert blickt er den Führer an und spricht: »Was ists, das hinter diesem Schleier sich verbirgt?« »Die Wahrheit«, ist die Antwort. – »Wie?« ruft jener, »Nach Wahrheit streb ich ja allein, und diese gerade ist es, die man mir verhüllt?«
»Das mache mit der Gottheit aus«, versetzt der Hierophant. »Kein Sterblicher, sagt sie, rückt diesen Schleier, bis ich selbst ihn hebe. Und wer mit ungeweihter, schuldger Hand den heiligen, verbotnen früher hebt, der, spricht die Gottheit« – »Nun?« – »Der sieht die Wahrheit.«
»Ein seltsamer Orakelspruch! Du selbst, Du hättest also niemals ihn gehoben?« »Ich? Wahrlich nicht! Und war auch nie dazu versucht.« – »Das fass ich nicht. Wenn von der Wahrheit nur diese dünne Scheidewand mich trennte –« »Und ein Gesetz«, fällt ihm sein Führer ein. »Gewichtiger, mein Sohn, als du es meinst, Ist dieser dünne Flor – für deine Hand zwar leicht, doch zentnerschwer für dein Gewissen.«
Der Jüngling ging gedankenvoll nach Hause. Ihm raubt des Wissens brennende Begier den Schlaf, er wälzt sich glühend auf dem Lager und rafft sich auf um Mitternacht. Zum Tempel führt unfreiwillig ihn der scheue Tritt. Leicht ward es ihm, die Mauer zu ersteigen, Und mitten in das Innre der Rotonde trägt ein beherzter Sprung den Wagenden.
Hier steht er nun, und grauenvoll umfängt den Einsamen die lebenlose Stille, die nur der Tritte hohler Widerhall In den geheimen Grüften unterbricht. Von oben durch der Kuppel Öffnung wirft Der Mond den bleichen, silberblauen Schein, und furchtbar wie ein gegenwärtger Gott erglänzt durch des Gewölbes Finsternisse In ihrem langen Schleier die Gestalt.
Er tritt hinan mit ungewissem Schritt, Schon will die freche Hand das Heilige berühren, Da zuckt es heiß und kühl durch sein Gebein und stößt ihn weg mit unsichtbarem Arme. Unglücklicher, was willst du tun? So ruft in seinem Innern eine treue Stimme. Versuchen den Allheiligen willst du? Kein Sterblicher, sprach des Orakels Mund, rückt diesen Schleier, bis ich selbst ihn hebe. Doch setzte nicht derselbe Mund hinzu: Wer diesen Schleier hebt, soll Wahrheit schauen? »Sei hinter ihm, was will! Ich heb ihn auf.« (Er rufts mit lauter Stimm.) »Ich will sie schauen.«
Schauen! Gellt ihm ein langes Echo spottend nach. Er sprichts und hat den Schleier aufgedeckt. Nun, fragt ihr, und was zeigte sich ihm hier? Ich weiß es nicht. Besinnungslos und bleich, so fanden ihn am andern Tag die Priester am Fußgestell der Isis ausgestreckt. Was er allda gesehen und erfahren, Hat seine Zunge nie bekannt. Auf ewig war seines Lebens Heiterkeit dahin, ihn riß ein tiefer Gram zum frühen Grabe.
»Weh dem«, dies war sein warnungsvolles Wort, wenn ungestüme Frager in ihn drangen, »Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld, Sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein.«
Erklärung:
Sais: Eine antike Stadt in Ägypten (Unterägypten), am Nil gelegen.
Hierophant: Ein Priester, der heilige Gegenstände zeigt.
Rotonde: Eine Rotunde ist ein Gebäude mit einem kreisrunden Grundriss.
Flor: ein dünner Vorhang aus Seide oder Wolle.
Isis: Ist eine Göttin in der ägypt. Mythologie. Sie war die Göttin der Geburt, der Wiedergeburt und der Magie, aber auch Totengöttin.
Melody Max Friedlaender / Dichter unbekannt / Interpreten: Comedian Harmonists
Guter Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin.
Bist so ruhig und ich fühle, dass ich ohne Ruhe bin.
Traurig folgen meine Blicke deiner stillen, heitern Bahn.
O, wie hart ist das Geschicke, dass ich dir nicht folgen kann.
Guter Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin.
Deines Schöpfers weiser Wille hieß auf jener Bahn dich ziehn.
Leuchte freundlich jedem Müden in das stille Kämmerlein
und ergieße Ruh und Frieden ins bedrängte Herz hinein.
Guter Mond, dir will ich's sagen, was mein banges Herze kränkt,
und an wen mit bittern Klagen die betrübte Seele denkt!
Guter Mond, du sollst es wissen, weil du so verschwiegen bist,
warum meine Tränen fließen und mein Herz so traurig ist.
Die Urfassung war ein anonymes, volkstümliches Liebeslied mit sieben Strophen, das ab etwa 1800 in mehreren Schriften überliefert ist.
Karl Enslin ist nicht der Autor der Originalfassung, sondern des Andachtslieds von 1851, das drei Strophen umfasst.
Veni, veni, Emmanuel ist eigentlich ein Adventslied, doch aufgrund der neuesten Ereignisse habe ich es heute hier veröffentlicht.
Text bei John Mason Neale, Hymni Ecclesiae, 1851 Sängerin: Loreena McKennitt
Lateinisch / Übersetzung
Veni, veni Emmanuel!
Captivum solve Israel!
Qui gemit in exilio,
Privatus Dei Filio,
Gaude, gaude, Emmanuel
Nascetur pro te, Israel.
Komm, komm, Immanuel!
Befreie das gefangene Israel,
das in der Verbannung wehklagt,
beraubt um Gottes Sohn.
Freue dich, freue dich; Immanuel
wird für dich, Israel, geboren werden.
Veni o Iesse virgula!
Ex hostis tuos ungula,
De specu tuos tartari
Educ, et antro barathri.
Gaude, gaude, Emmanuel
Nascetur pro te, Israel.
Komm, o Spross des Jesse!
Aus des Feindes Klauen
führe die Deinen heraus,
aus der Tiefe der Unterwelt,
aus dem Abgrund der Hölle.
Freue dich …
Veni, veni o oriens!
Solare nos adveniens,
Noctis depelle nebulas,
Dirasque mortis tenebras.
Gaude, gaude, Emmanuel
Nascetur pro te, Israel.
Komm, komm, o Morgenstern!
Tröste uns, indem du kommst.
Vertreibe die Nebel der Nacht
und die schreckliche Finsternis des Todes!
Freue dich …
Veni clavis Davidica!
Regna reclude coelica,
Fac iter tutum superum,
Et claude vias inferum.
Gaude, gaude, Emmanuel
Nascetur pro te, Israel.
Komm, Schlüssel Davids!
Schließe auf die himmlischen Reiche.
Mach sicher den Weg nach oben
und verschließe die Wege nach unten!
Freue dich …
Veni, veni Adonai!
Qui populo in Sinai
Legem dedisti vertice,
In maiestate gloriae.
Gaude, gaude, Emmanuel
Nascetur pro te, Israel.
Komm, komm, Herr!
Deinem Volk gabst du das Gesetz
auf Sinais Gipfel
in erhabener Herrlichkeit.
Freue dich …
Eine blaue Stunde an einem grauen Tag
Ja, das ist die Stunde, der ich willkommen sag'
Denn in dieser kleinen blauen Stunde, die so selten ist
Fühlt man sich so glücklich, weil man da in fernen Welten ist
Ja, es gibt im Leben nichts, was ich lieber mag
Als die blaue Stunde an einem grauen Tag
Aus vierundzwanzig Stunden ist der lange Tag gemacht
Aus vierundzwanzig Stunden, inklusive der Nacht
In vierundzwanzig Stunden kann so mancherlei geschehen
In vierundzwanzig Stunden kann's dir gut und schlecht gehen
Von vierundzwanzig Stunden sind meist dreiundzwanzig grau
Und oft scheint eine einz'ge Stunde himmelblau
Ja, in dieser kleinen blauen Stunde, die so selten ist
Fühlt man sich so glücklich, weil man da in fernen Welten ist
Ja, es gibt im Leben nichts, was ich lieber mag
Als die blaue Stunde
Als die blaue Stunde
An einem grauen Tag
Musik aus dem Film von 1965 „The Sandpiper“ – starring Richard Burton and Elizabeth Taylor
Writer(s): Johnny Mandel, Paul Webster
The shadow of your smile
When you are gone,
Will color all my dreams
And light the dawn,
Look into my eyes, my love, and see
All the lovely things you are to me.
Our wistful little star
It was far, too high,
A teardrop kissed your lips
And so did I,
Now when I remember spring,
All the joys that love can bring,
I will be remembering
The shadow of your smile.
Übersetzung:
Der Schatten deines Lächelns
wenn du weg bist,
wird alle meine Träume färben
und die Morgendämmerung erhellen.
Schau mir in die Augen, meine Liebe, und sieh
all die schönen Dinge, die du für mich bist.
Unser wehmütiger kleiner Stern,
er war weit, zu hoch.
Eine Träne küsste deine Lippen
und das tat ich auch,
wenn ich jetzt an den Frühling denke,
an all die Freuden, die die Liebe bringen kann,
werde ich mich erinnern
an den Schatten deines Lächelns.
ein englischsprachiges Duett mit Sheron Kovacs und Till Lindemann
Sharon: „Es hat viele Jahre gedauert, bis ich meine Geschichte erzählen konnte. Vor über einem Jahr haben Till Lindemann und ich uns zusammengetan, um an dem für mich sehr wichtigen Song „Child of Sin“ zu arbeiten, der sich mit dem schmerzhaften Thema des Missbrauchs auseinandersetzt und von meinen eigenen persönlichen Erfahrungen zeugt. Es war ein sehr heikles Thema und ich habe mich von Till und seinem Team immer sehr respektiert und unterstützt gefühlt. Im Januar dieses Jahres hat der Song seinen Platz auf meinem Album gefunden, und gemeinsam mit vielen wunderbaren Menschen haben wir ein Musikvideo gedreht, das mir sehr am Herzen liegt und das ich mit euch teilen möchte.
Als Künstlerin ist es mir wichtig, diese Aussage zu treffen und gleichzeitig sensibel für das Thema Missbrauch zu sein. Ich bin entschieden gegen jede Form des Missbrauchs von Frauen, ganz gleich unter welchen Umständen. Ich bin davon überzeugt, dass das Teilen meiner Geschichte ein wichtiger Schritt ist, um das Bewusstsein für die Gefahren des Missbrauchs und seine lang anhaltenden Auswirkungen auf Frauen und Mädchen zu schärfen.
Ich hoffe, dass wir durch die Kraft meines Liedes Licht in die dunkle Realität des Missbrauchs bringen können, um Verständnis und Empathie zu fördern und gleichzeitig für Veränderungen einzutreten.“
Die niederländische Sängerin Sharon Kovacs hat ihr drittes Album „Child Of Sin“ veröffentlicht. Der Titelsong: ein englischsprachiges Duett mit Till Lindemann.
Deutsche Übersetzung:
„Als du neun Jahre alt warst / Terrorisierten wir diese Straßen / Von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen / als ich sechzehn wurde / Meine schmutzigen Hände bluteten / Vom Klopfen an deiner Tür / Wo soll ich anfangen? / Ich hatte das alles schon gesehen / Und es wird nie enden / Du bist kein Kind der Liebe / Du bist ein Kind der Sünde.“
Till Lindemann wird momentan von einer Reihe junger Frauen in der Öffentlichkeit dargestellt, als sei er ein Pädophiler, der ‚unschuldige Mädchen‘ missbraucht, obwohl diese ihn niemals persönlich kennengelernt haben. Hier gibt es eine Vorverurteilung für eine Anschuldigung, die völlig aus der Luft gegriffen ist. Von der Verabreichung von K.O.-Tropfen auf einem Rammstein-Konzert ist die Rede und von sexueller Belästigung. Einige Vorwürfe haben sich bereits vor der Staatsanwaltschaft in Vilnius als falsch erwiesen.
Hier setzen sich Frauen absichtlich in Szene, um einen seltsamen Ruhm zu erlangen und rufen damit natürlich auch andere ‚Geister‘ ans Licht, die sich ausgiebig daran beteiligen, um Gelder zu kassieren, wie z. B. hierzu die Amadeu-Antonie-Stiftung, die mittels prominenter Damen eine Petition ins Leben riefen, um angeblich mittellosen Frauen zu helfen, die einen Rechtsanwalt brauchen und ihn nicht selbst bezahlen können. Eine weitere Vorverurteilung! Die hier ins Leben gerufene „Sheros“-Verbindung (Nomen est Omen) der Feministinnen will Rammstein und Till Lindemann zerstören. Böse alte weiße Männer sind ihre Zielscheibe. Hierzu spielt Till Lindemann auf der Bühne eine hervorragende Rolle.
Wie soll der Durchschnittsleser das alles verstehen? Das ist m. E. glattweg eine aus der Luft gegriffene Manipulation. Mittlerweile wurden gewisse Passagen des „Spiegels“ vom Landgericht Hamburg für rechtswidrig erklärt.
Besonnenheit anstatt Fanatismus! Die Presse reagierte überregional mit verheerender Berichterstattung gegen Till Lindemann und zerstört damit seine Existenz. Er selbst ist Vater und hat eine Tochter. Wie soll die sich fühlen?
Warum ich das schreibe? In diesem Video geht es um Missbrauch eines Kindes. Till Lindemann spielt hierin nur eine Rolle, sonst nichts und wie immer tut er das eindrucksvoll.
Jede Anklage muss bewiesen werden. Solange der Beweis nicht erbracht ist, gilt die Unschuldsvermutung. Trotzdem sollen hier schon vorher Konzerte abgesagt und Veröffentlichungen von Till Lindemann verboten werden, nur weil hysterische Frauen das so wollen. Hier wird Feminismus zur neurologischen Episode!
Ist Deutschland eine ‚Bananenrepublik‘ geworden? Pädophile Priester werden nicht vor Gericht gestellt und nachgewiesene Vergewaltiger auf freien Fuß gesetzt.
Mit geht es vor allem um Gerechtigkeit. Jeder sollte mit seinem Nächsten umgehen, wie man selbst von anderen Menschen behandelt werden möchte.
Es gibt sehr viel Dunkelheit in dieser Welt. Wir erschrecken, wenn sich die dunkle Seite zeigt, besonders, wenn sie uns vorher hell erschien. Wir können nicht glauben, dass eine Person, die sich auf der Bühne stets dunkel darstellt, in Wirklichkeit hell ist.
Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.
Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.
Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die zukünftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen Regen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.
Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.
Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zerzaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.
Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht, durch den Schluß des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.
Erich Kästner (1899-1974)
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