So, wie der Flamme gold’ner Schein sich züngelnd streckt gen Himmel sanft empor, so werden auch die alten Seelen zu den lichten Höhen streben.
Und öffnet sich durch Endlichkeit des Erdendaseins fremder Sphären Tor, verbindet sie die Ewigkeit des Seins, um sie in fernste Galaxien fort zu heben.
Das Sehnen ist ein Band, das liebend bindet, die Zauberschnur, die niemals reißt und bricht. Wo sich die alte Liebe wieder findet, da wird das tiefste Dunkel hell und licht.
Du strahlst in mir, wie Diamanten strahlen, du reflektierst das Licht, so, wie ein Edelstein. Lass‘ deiner Augen Glanz auf meine fallen, du wirst der Glanz auf meiner Seele sein.
Du bist mir fern, doch öffnen sich die Schleier, so wie die Sonne durch die Wolken bricht. Und jedes Wort, das du mir schreibst erneuert, was du mit deiner Gegenwart versprichst.
Die Liebe hält uns fest und ganz umschlungen, nichts wird sie lösen – nicht in Ewigkeit! Und ist dein liebes Wort schon lang verklungen, dann schwebt es selig weiter durch die Zeit.
Das Band der Liebe ist um uns geflochten, es bindet sanft, doch hart fordert die Pflicht. Was unsre Träume, Wünsche, nicht vermochten, nun eine andre Macht für uns erficht.
Gott gab uns Liebe, er wird uns geleiten, damit wir rechte, lichte Wege gehn. Er wird vor uns die Möglichkeiten breiten, damit wir wagen, glauben und verstehn.
Wenn du wiederkommst, wird meine Seele jubilieren. Wie ein fruchtbarer Boden zwischen kalten Steinen wirst du erscheinen. Mein Herz kann nicht still sein, will dich nicht verlieren, im Weinen.
Meine Arme sind leer, meine Sinne so trübe – als grübe sich dumpfer Schmerz in mein Denken. Mir ist das Leben so schwer, fühl’ mich unendlich müde. Wohin wird es mich lenken?
Wie ein Liebesbrief mit gebrochenem Siegel, der versteckt vor der Welt deinen Namen trägt, bist du mein Ich hinter dem Spiegel, das sich wie ein Gewissen in mir regt.
Untrennbares löst sich, es bindet das Leben; das Schicksal trägt in sich, was geht und beginnt. Die Hoffnung breitet in Liebe die Flügel, wenn du wiederkommst, mit dem Frühlingswind.
Nun wird die Erde hell, die Sonne scheint, und eine Drossel, die früh singt, bringt Segen; die Meisen sammeln zwitschernd, froh vereint, Zweige und Flaum zum Nestbau auf den Wegen.
Die Kinder halten Hündchen an der Hand, die kläffend heiter voran gehn und springen, der Himmel zieht sein blaues Band durchs Land und lässt die alte Welt zur Hochzeit singen.
Vom Sonnenstrahl erhellt, ist es erwacht, das kühle Land - es lässt die Seele steigen; es malt das Graue bunt und über Nacht sieht man ihr Kunstwerk leuchtend in den Zweigen.
Fließend zieht sich der Menschen Gang durch Straßen dieser Stadt, die Schatten tanzen, kurz, mal lang, auf Gehsteig, Hauswand, Blatt.
Vorüber eilt so mancher Schritt - man hüllt sich in Gedanken; ein jeder folgt mit gleichem Tritt, lässt Abstandsdornen ranken.
Sind undurchdringbar, märchengleich - kein Prinz, um sie zu brechen, hört nur im eignen stillen Reich des Geistes Rosen sprechen.
Geheimnisvoll des Schweigens Mund, versteinert sind die Blicke, Mensch hastet durch des Flusses Schlund, sucht seinen Weg zum Glücke.
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