er bäumt sich auf in zwielichtiger Gebärde,
das sich im Kunstlicht unsrer Städte bricht.
Bald folgt die ‚blaue Stunde‘ - letzte Sonnenfährte,
und Schatten legen sich auf's Tageslicht.
Halbseiden wirken Straßen, Menschen, Plätze,
in rotes Licht getauchte Abendzeit.
Die Zeit des In-sich-gehen’s birgt wahre Schätze,
wie Dämmerung, die Hell vom Dunkel teilt.
Die Hitze hat des Sommers Los gesprochen,
doch fühlt man schon den nahen Regen
und bald, mit unsichtbarem Degen,
hat jeder Blitz den Hitzeschild zerbrochen.
Hör‘ in der Ferne erstes Donnergrollen,
der Himmel ist verdichtet, Wolken ziehen.
Ein jeder Halm schickt seinem Durst ein Wollen,
als würden Pflanzen vor der Hitze fliehen.
Bewegungsarm die Menschen in den Räumen,
voll warmer Luft gelingt das Atmen schwer.
Der Wunsch nach Kühle ist in allen Träumen -
wie einst vom Sommer – bloße Gegenwehr.
Die Energie, sie zieht wie ein Magnet
an den Gedanken, die im Schlafe wachen,
und mancher Traum-Impuls entsteht,
wird Unsichtbares sichtbar machen.
Da türmen sich gespenstige Gedanken,
sie regen an den Geist der Fantasie.
Der Mond, er füllt sich hinter Wolkenbanken,
zeigt sich im fahlen Schein der Nostalgie.
Bald treibt er meinen Schlaf in weite Ferne,
doch seine Kraft hält wach und lässt ihn ziehn.
Er kehrt zurück, nimmt mich bis an die Sterne -
ich kann dem lang Ersehnten nicht entflieh‘n.
Und als der Mond schon voll im kühlen Licht,
erscheint der Mann im Mond, bittet zum Tanz.
Frau Luna zeigt ein lächelndes Gesicht,
wirbelt mit uns durch feinen Sternenglanz.
Rosenzeit ist bald gekommen,
wachsen blütenschwer und rein,
und im Innern duftet’s milde,
Blatt für Blatt will innig sein.
Dornen reißen manche Wunde,
sitzen tief wie Lebensschmerz;
sind des groben Leichtsinns Kunde,
brachen Rosenpracht und Herz.
Alte Narben für die Tränen,
deren inn’rer Brand gestillt,
waren Ausgleich für das Schöne,
das im Augenblick gefühlt.
Und es reihen Kletterrosen
sich wie Wunden, dicht an dicht.
Ranken wie die Schwerelosen,
binden Dunkelheit an Licht.
Alles Dasein ist ein Streben,
auch wenn unsre Blüten fallen
und des Strebens Lohn ist Geben,
Rosenteppich breitend allen!
Aufs Neue breitet sich der Tag,
gefächert sind die Stunden.
Wie er uns auch erscheinen mag,
er füllt manch Glückssekunden,
auch die des Leids gereicht er uns,
um höheren Sinn zu spüren,
er zeigt uns manche Lebenskunst
und schließt uns auf die Türen.
Vereint in Gottes großem Licht
durchschreiten wir die Zeiten.
Sein Segen aus dem Dunkel bricht,
um unsren Weg zu leiten -
so ‚richtet‘ er; kennt Not und Pein,
den Grund für unser Flehen,
legt seinen Geist um unser Sein,
wie milder Frühlingsregen.
Wie vergänglich doch die Schönheit,
geht mit jedem Tag ein Stück,
und die Weisheit folgt der Jugend,
fort sind Liebreiz, Frühlingsglück.
Wenn der Herbst des Lebens kommt,
scheinen Uhren schnell zu gehen;
Leben treibt zum Horizont,
und das Alter bleibt nicht stehen.
Einmal mich in Schönheit denken,
unbekümmert und vertrauend,
ahnungslos den Schritt zu lenken,
tausend Leben überdauernd.
Kommt kein Frühlingstag mir wieder,
lenkt Erkenntnis meinen Schritt.
Auch, wenn alt und müd die Glieder -
Weisheit ist des Alters Glück.
Berauscht von der Vergangenheit
und Träumerei so mancher Stunde,
wo die Romantik ferner Zeit
erfüllte jede traute Runde.
Von Fern geseh‘n scheint alles gut,
so sauber und gediehen,
mit unschuldsreinem leichtem Blut
scheint dieses Bild zu fliehen.
Die Erdenbürger überwanden,
vom Muss getrieben, Leid und Pein.
Gebunden in des Tagwerks Banden,
schlich sich so mancher Notstand ein.
Die Männer fielen in den Kriegen,
wo keiner Sieger war, nur tot.
Die Frauen kämpften um die Kinder,
bettelnd um jedes Stückchen Brot.
Ihr Erdenkleid, zu Staub verweht,
die Qualen sind verwunden,
und doch erlebt so mancher Geist
astrale Weltenstunden.
In jedem Haus, in jedem Schmuck,
schlägt Puls der alten Zeiten,
ihr Dasein fühl ich und der Druck
will Demut mir bereiten.
Die Glocken klingen in der Ferne,
sie läuten schon den Sonntag aus;
am Himmel stehen erste Sterne,
die Stille zieht in Stadt und Haus.
Der Lampen Licht fällt durch die Scheiben,
wirft Schatten auf die leeren Straßen,
und es beginnt das bunte Treiben
im fahlen Mondlicht zu verblassen.
Wo Tag war, herrscht nun Dunkelheit;
der Wind, er schaukelt sanft die Welt,
Gott hat für unsre Schlafenszeit
die Uhren langsamer gestellt.
Die Englein singen Wiegenlieder,
du hörst sie, wenn’s ganz stille ist;
sie schwingen sanft zu uns hernieder,
damit das Dunkel heller ist.
Für die Osterzeit möchte ich mich verabschieden,
aber ich werde nach wie vor Eure Seiten besuchen, wenn es neue Posts gibt.
Die jetzige Zeit hat eine besondere Qualität. Sie ist mit vielen negativen
Nachrichten gefüllt, die mich beschäftigen. Ich werde erstmal in die Stille gehen, um dort Antworten zu finden.
Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und bedanke mich für die vielen Besuche.
Bis bald, bei hoffentlich bester Gesundheit!
Mein Tag ist ein Moment des Schweigens,
des Denkens, und dem Geist in mir
ein Tanz, beseelt von allen Zeiten,
bist Pentagramm an meiner Tür.
DU bist in mir, nichts kann uns trennen,
wie Eins geword’ne Harmonie;
bist nicht nur Glaube, bist ein Kennen,
bist meiner Seele Melodie.
So wie der Vogel singt am Morgen,
erklingt in mir ein Lobgesang.
In allem wirkst DU, unverborgen
und offenbart in Wort und Klang.
DU bist die Körper aller Welten,
Gesetz der Zahlen und Physik,
lässt Kräfte in Atomen gelten,
DEIN Geist ist Leben, Trost und Glück.
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