Land der Eichen, du bist mild geworden,
deine Rinde, wie vom Sturm geglättet,
doch wächst deine Wurzel, alt verwoben,
mit dem Boden, der die Ahnen bettet.
Nahmst die Nahrung dir aus fremden Bächen
und aus blutgetränkten Schollen,
hörtest nicht auf andere, wie sie sprechen,
die wie Blumen um dich wachsen wollen.
Holz, lass deine Jahresringe zählen,
die in dir wuchsen, hin durch ferne Zeiten;
wenn die Geschichte spricht, ist’s wie ein Quälen,
man fühlt die neue Zeit darüber schreiten.
Durch die Heimat rauschen neue Klänge -
wie ein Sang aus tausend fremden Kehlen,
und das Eichenlaub teilt rauschend die Gesänge,
dünkt sich neu, aus unbekannten Seelen.
Das Hirn ist wie ein Pool der Fragen,
in den Ideen und Erkenntnis fließen,
die aus dem Urgrund sich ergießen
und darauf drängen, sich zu offenbaren.
Die Zeit ist reif für neue Dimensionen,
für neue Energie und Wissenschaft.
Verbunden sind die Kräfte - zauberhaft,
die weltweit in den klugen Köpfen wohnen.
Gefaltet sind die Flügel der Gedanken,
schwer hängt die Furcht am Menschenkleid.
Entschwebt nun mutig in die neue Zeit,
entdeckt die Rosen unter Dornenranken!
Seeleneinsamkeit und Leere,
sind die Hintergründe manches lachenden Gesichts;
nur Fassade – weinen in sich manche Zähre,
doch die Welt erkennt es nicht.
Herzenskaltes Selbstvergnügen,
Abgeschiedenheit, die Mittelmäßigkeit verdeckt,
selbstverliebt sind ihre kalten Züge,
stolz darauf, was viele andere schreckt.
Menschenfeinde sind die Vielzuvielen,
die die Meinung anderer nicht hören;
die dem Chaos angehören, Bösem dienen,
und den größten Feind, sich selbst, dabei zerstören.
Seelentod durch solche Traurigkeiten,
jene Einsamkeit, die traurigste von allen:
die das Du der Mitmenschen verneinten
und im Egoismus liebesleer zerfallen.
Emporzusteigen auf dem Rücken anderer,
auf Herzen treten, kalt und rücksichtslos;
Erfolg zu haben, unter Welten-Wanderern,
immer nur nehmen, macht den Bösen groß.
Bringt es Befriedigung, bedeutend sein und mächtig,
was anderen schwer gelingen kann?
Viel schöner ist das Glück, das blüht und prächtig
durch eignes Tun im Menschenherz gelang.
Ein Blümlein schauen, das im lichten Grünen
am Frühlingsmorgen Richtung Sonne strebt,
ist besser als Zertreten vor dem Blühen,
es auszureißen, damit der Rasen ‚lebt‘.
Sonne lag krank im Bett.
Sitzt nun am Ofen.
Liest, was gewesen ist.
Liest Katastrophen.
Springflut und Havarie,
Sturm und Lawinen, -
gibt es denn niemals Ruh
drunten bei ihnen.
Schaut den Kalender an.
Steht drauf: "Es werde!"
Greift nach dem Opernglas.
Blickt auf die Erde.
Schnee vom vergangenen Jahr
blieb nicht der gleiche.
Liegt wie ein Bettbezug
klein auf der Bleiche.
Winter macht Inventur.
Will sich verändern.
Schrieb auf ein Angebot
aus andern Ländern.
Mustert im Fortgehn noch
Weiden und Erlen.
Kätzchen blühn silbergrau.
Schimmern wie Perlen.
In Baum und Krume regt
sich's allenthalben.
Radio meldet schon
Störche und Schwalben.
Schneeglöckchen ahnen nun,
was sie bedeuten.
Wenn Du die Augen schließt,
hörst Du sie läuten.
In der dunklen Welt, in der wir leben,
Kraft zu sehen, was im Hintergrund,
möcht‘ ich mir und all den ‚Blinden‘ geben,
denn ich höre Angst aus ihrem Mund.
Doch den Glanz, den wir nicht sehen,
der uns wunderbar umgibt,
würde ich am liebsten denen
senden, die noch nie geliebt.
Nebel trüben der Materie Hüllen,
alles lastet im Gefühl der Schwere;
Wolkendecken, die den Himmel füllen,
hindern Licht und warme Atmosphäre.
Es erhält uns Geisteskraft und Liebe -
Leben kann nicht ohne sie geschehen.
Gott erhält uns und das Weltgetriebe,
lässt es nach Bedingungen geschehen.
Alles ist Erfüllung der Gesetze,
sichtbar oder unsichtbar beschwingt;
schaffen Ausgleich für des Lebens Hetze,
mit Dynamik, die uns Klarheit bringt.
Geist in uns, vom Schöpfer aller Dinge,
der sein Potential in unser Dasein trägt,
führt uns, dass die Kraft in uns gelinge,
die uns Tag für Tag im Innen prägt.
Längst vergangen sind die beschwerlichen Zeiten,
wo Bauern hinter Pferd und Pflug her schreiten,
im März, wo Äcker und Felder warten auf Licht,
und die Sonne durch Wolken und Nebel bricht.
In der schwere Winde den Winter vertreiben,
aus gepflügten Schollen die Setzlinge treiben;
wo die karge Stube noch kalt von der Nacht
durch das wärmende Feuer des Ofens erwacht.
Wo die Hände der Landwirte schwielig und grob
von der harten Arbeit – schmal der Lohn und das Brot.
Andere Zeiten - man vergaß mit den Jahren,
in ‚Goldener Zeit‘ nach dem Dunkel zu fragen.
Verlassen sein werden die kostbaren Schollen,
auf denen sie sich nicht mehr abrackern wollen,
damit auf ‚hohem Ross‘, mit schwerem Gerät,
Böden verseuchter Gewinn entsteht.
Protest mit dem ‚goldenen Löffel im Mund‘ -
man will nicht verlassen den kostbaren Grund,
keinen Fußbreit abweichen von seinem Glück,
doch bleibt es nur kurz, wie der Lenz, ein Stück.
Unschuldige Augen, leerer Blick, Spiel mit dem Tod wirft Seelenschatten. Zerstörung ist ihrer Väter Geschick, kennen nur die Geborgenheit durch Waffen.
Wunde Seelen und zerbrochene Herzen, schrei’n nach Vergeltung und Sühne; Zeit heilt Wunden, doch nie die Seelenschmerzen bei den Kindern der irdischen Bühne.
Seh’n eine Welt voll Zerstörung und Hass, fühlen Verzweiflung und Angst. Befolgen gehorsam der Alten Erlass, ihre Kindheit vergessen sie ganz.
Eine Seele, die niemals die Leichtigkeit sah, nur den Krieg und das Spiel mit Patronen, die nimmt ihr Sein nur als Werkzeug wahr, wird Kanonenfutter für die Nationen.
Es ist schon so lange her,
die Zeit ist im Fluge vergangen,
da war kein Platz um mich leer,
meine Tage nicht grau und verhangen.
Da war meine Wohnung mit Licht
gefüllt und mit Freunden beglückt,
Münder, die schwiegen nicht -
Vertrauen ist wahrlich verrückt.
Ich glaubte, die Zukunft zu sehen,
mit Erwartungen, die sich erfüllt;
ich musste mir eingestehen,
es war nur ein berstendes Bild.
Liebe lernen, sie zu empfinden -
was ich im Kummer erfuhr,
sollte die Wahrheit entbinden:
Weltliche Liebe zeigt nur eine Spur!
Viele kamen und gingen dahin -
bin betrübt vom wahren Geschehen;
enträtselt sind Fazit und Sinn:
Meine Seele ließ es geschehen.
Die Bienenschwärme machen sich bereit,
für erste Blüher, die in Büschen leuchten,
kommt bald der Frühling vor der Zeit -
die Tage sind zu warm, die feuchten.
Noch schweigt der Tag in dunklen Stunden,
der Tau liegt schwer auf blassem Wintergrün,
die Sterne sind im Licht der Stadt verschwunden,
der Mond war groß, nun muss er still verglühen.
Mit schwerem Nebel schonungsvoll verhangen
ist hier die Welt, das Morgenrot noch weit;
der Himmel weint, treibt Perlen auf die Wangen -
ich sehn‘ den neuen Tag im Licht herbei.
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