Vintage Grafik – Pyramide des Kapitalismus, Quelle: Pinterest
Entflieht den Wirren dieser lauten Tage, in der die Wahl der Wägbarkeiten zur Bedrängnis wird, als Hin und Her der Meinungen und Fragen, Unvorstellbares als möglich präsentiert.
Es brodelt in den Töpfen des Geschehens - zu viele Köche, die den Alltag uns verderben; seh sie entkleidet, ohne Masken stehen, die nicht ihr wahres Innerstes verbergen.
Getäuscht! – Wie alle Bilder gleichen. Wer geht den Heilands Weg im Menschentum? Wollt ihr dem Volke Schierlingsbecher reichen? Geht die Welt dunkle Wege, nur für Macht und Ruhm?
Ihr Gottesleugner, faltet nur die Hände! - Trotz „C“ habt ihr Ihm abgeschworen. Nomen est omen! – Zeichen nur, nicht Wende. Nach Golgatha folgt lichtvoll Ostermorgen!
Das Schicksal dieser Tage, unumgänglich, als nicht vermeidbar mögen sie dir scheinen; das Resümee daraus – es ist vergänglich, die Wahl aus vielen Möglichkeiten eine.
Du wählst den Weg nach deinem Wollen; lass ruhig um dich die Massen toben, bring einen schweren Stein ins Rollen. Die Inhaltslosen schwimmen immer oben!
Frostige Tage, die im Jahr naturbefohlen; mal lärmt es laut, mal ist es still und kalt. Auf Barometern machen Wetter Kapriolen, es friert und schneit in eisiger Gestalt.
Des morgens unterm Federbett erwachen, der erste Schritt ins abgekühlte Zimmer, zeremoniös und frierend Kaffee machen, Kätzchen versorgen – alles ist wie immer.
Der Frühling lässt Kalenderblätter träumen, mit ersten Tulpen, die bewerbend blühen; ich laufe zu den durchgewärmten Räumen. Ich schreibe! Mein fast tägliches Bemühen.
Wie lang noch werden regsam die Gedanken und geistig wach, den neuen Tag verstehn? Bis sie ins Nichts des Universums sanken, im Schnee der Zeit vergessen untergehn.
Ängste – August Friedrich Albrecht Schenck (1828-1900)
War es nicht des Eisbergs Spitze, als ein Dreister, namens Fritze, fordernd vor die Massen schritt, der von Macht besessenen Leute; unnachgiebig johlt die Meute, als ihm letzte Anstandsmahnung, wie im Raum verhallte Warnung, achtlos durch die Finger glitt?!
Rücksichtslos des Redners Heischen - dass sie nicht mehr außen kreischen, als die Abwehrmauer bricht. Übers Pentagramm geschlichen, dessen Schutz fortan gewichen, bringt des Bösen Drang ans Licht.
Neunzehnhundertdreiunddreißig war’n des Satans Jünger fleißig, brachten Kanzleramt und Tod; sozial Ausgegrenzte jagen, welche „Judensterne“ tragen, brachte Holocaust und Not.
Machthungrig fraß sich die Ratte durch die gestrige Debatte, fraß den Stern des Pentagramms. Wie in jenen alten Tagen öffnet sich das Tor der Plagen, nur mit anderem Gesicht – „bitterböser Friederich“.
Erwacht ist das Dämonische im Menschen, in ihren Augen funkeln Eigennutz und Gier, zu nehmen nur - sie geben nie ein Quäntchen; das Kreisen um sich selbst ist ihre Kür.
Mit alten Sprüchen fangen sie die Vielen, die fasziniert sind von der Leichtigkeit, wie sie mit Freiheit andrer Menschen spielen. Gut ist nicht der, der nur polemisch schreit!
Folgt nicht dem Ruf zur nächsten Diktatur, die gegen Alles steht im Volksbegehren, nur Hass und Lügen pflastern ihre Spur. Treibt Böses aus - der Anfang ist zu wehren!
Frei wie ein Vogel, der am Himmel kreist, die Flügel auferlegt dem Wind; mit Leichtigkeit trägt ihn sein Federkleid auf einem Luftstrom, der ihn heimwärts bringt.
Noch bin ich hier, weil ich die letzte Rast zu tragen habe, wie sie alle tragen. Bitt‘ nicht um Einlass, wie ein ungebetener Gast, eigens davongestorben aus den Lebenstagen.
Wenn Du mich rufst aus jener dunklen Schwere, die bis zuletzt ich dankend abgelebt, schweb ich in leibbefreiter Atmosphäre, die mich mit allem Sein des All‘s verwebt.
Am Arm der Freundschaft durch das Leben gehen - ein unbemerktes, stilles Dasein, das mir blieb; mit Leichtigkeit Bekanntschaften zu sehen, mit denen Oberflächlichkeit die Zeit vertrieb.
Gesiebt zu schauen, wer durch’s Raster fiel, ein eng gestricktes - wer nicht passte, ging; zu trennen, was, wie ein verlorenes Spiel, alltagsbeschwert in meinem Kopfe hing.
Der Arm der Freundschaft ist längst losgelassen, sie fortzuführen wäre Selbstbetrug; es trennten uns ungleiche Lebensstraßen. Saß wohl jahrzehntelang im falschen Zug!
Bücher waren Freunde junger Jahre, die Gedanken keimten aus dem Grund; warm war das Papier, das offenbarte, die geheimsten Wünsche ohne Mund.
Lautlos ließen sich die Seiten blättern, die gefüllt mit Fantasie und Träumen, das Papier, es trotzte allen Wettern, bot mir Wärme, auch in kalten Räumen.
Zeilen boten mir geschriebene Sätze, die ich auszusprechen gar nicht wagte; teilten mit mir weltverborgene Plätze, bis die Einsamkeit mich nicht mehr plagte.
Schreiben, um Missionen zu erfüllen, als Geschenke im geschriebenen Wort, sind heut Trost, der mir im Stillen Beistand ist aus einem reichen Hort.
Hände, die geschrieben, sind zerfallen, doch ihr Geist schwebt über dem Papier; unvergessen, die in Bücherhallen fruchtbar sind. Habt heut noch Dank dafür!
Es schweigt der Wind, lässt Flocken ruhig tanzen; die Welt ist puderzuckerweiß geworden.
Trägt alles Welke, wie in kostbaren Monstranzen, vom Schnee bedeckt, in einen Wintermorgen.
Altes ging mit dem Jahr, das, wie verweht, vergangen, noch schwingt es zeitverloren mit und nah.
Wie ein gelesener Brief, zerrissen, doch im Herzen wortgefangen, der Wärme brachte, wo nur Kälte war.
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