So unberührt und weit, das flache Land, getaucht in winterkühle Morgendünste. Die Bäume tragen feierlich ein Festgewand aus weißem Glitzerflocken-Schneegespinste.
Sehe die fernen, letzten Nebel steigen, die jede Härte mit Verklärung glätten, und die Natur hüllt sich in kaltes Schweigen, das wie ein Segen weilt auf Totenbetten.
Die Landschaft trägt geduldig ihre Bürde, ihr eisig Funkeln unter schwachem Glanze. Die Schöpfung liegt mit königlicher Würde und ruht sich aus vom warmen Sommertanze.
Ruhig schläft das watteweiß verschneite Land, bis sich mit neuer Lebenskraft der Boden hebt, bis sich in Menschenherz und Menschenhand ein zauberhafter Segen Gottes legt.
Noch ist es Fantasie, doch kommt die Zeit, dass jede Seele danach strebt und handelt. Dann würden nach des Winters Frostigkeit, die Schatten in ein Frühlingslicht verwandelt.
Dass wie im Abendrot das Dunkel dieser Erde, dem Himmelslicht vermählt, zu einem Leuchten werde, ist reiner Geister Streben und Bemühn.
Doch streu’n wir Samen nur. Es ist an euch, zu blühn und Frucht zu tragen an allen Tagen, damit im Abendrot die goldnen Äpfel fallen vom Lebensbaum, Erkenntnis schenkend allen.
Vampire erwachen Nacht für Nacht. Nur Schatten zu sehn an der Mauer! Sie schleichen vorüber, dass niemand erwacht, sind ständig voll Gier auf der Lauer.
Ist es Vergnügungsraserei? Sie werden vom Bösen getrieben! In ihnen, ein nagender Hungerschrei; da ist nur ihr Selbst, das sie lieben.
Ausbluten muss jeder, den sie erwählt; sie saugen sein köstliches Blut. Die letzte Phase des Niedergangs zählt, denn die Blutleere formt neue Brut.
So viele Völker sind bleich und leer, ausgesaugt und in Ketten wie Knechte. Die schnitten ins Fleisch; ohne Gegenwehr, ohnmächtig das Land, ihre Rechte.
Blutsauger gieren mit Reichtum nach Macht, sind hungrig nach Geld und Vergnügen; Vampire von heute, am Tage hellwach, nichts will ihrer Habgier genügen.
Die friedlichsten Völker können nicht ruhen; es gibt kein Besinnen auf Werte, kein Zügeln, keine Rückkehr zum ehrbaren Tun, nur Schritte auf dunkelster Fährte.
Ein Fieberzucken geht durch die Welt, sie wälzt sich in höllischen Qualen. Entgottete Zeit. Wenn dein Vorhang fällt, werden die Mächte des Abgrunds bezahlen.
Die Welt verwandelt sich durch Taten, durch die Gedanken, die du in dir trägst. Säe die Liebe im Bewusstseinsgarten, damit du Hass und Zweifel untergräbst.
Wo Liebe blüht, da schreibt das Herz Geschichte. Ein neuer Himmel wird sich dir erschließen; dann kann ein Strahl von Seinem Lichte auf die noch dunklen Völker fließen.
Fülle mit Farben die Tristesse der Zeit, damit sie aufgehellt im Licht erstrahlt; unter den Körpern blitzt ein geistig’ Kleid, das unvergänglich dir die Freiheit malt.
Als Kind des Himmels ist sie dir gewiss! Geknechtet trägt die Welt die Dornenkrone, doch anders, als die Menschheit es umriss: Bewusstsein wird im Leiden erst zum Lohne.
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