Wahl-O-Mat

Richtig oder falsch?
Am Kreuz hängt die Wahl.

Wahre Größen vermissen,
Maulhelden ertragen,

Anstifter zum Falschen,
Steigbügelhalter zum Bösen;

Maskengesichter und Klugschwätzer,
Egoisten und Besserwisser.

Tauwetter für Olaf -
Besonnenheit Macher
lang währender Prozesse.

Kettenhunde -
die bellen nur, beißen nicht,
wollen nur spielen?
Wehe, wenn sie losgelassen!

Treibhaus der Ideologien,
Ort der seltsamen Auswüchse,
Heimaterde erstickend,
invasiv und gefährlich.

Unterwandern, manipulieren, täuschen -
Wurzeln des Übels.

Wählen ist Qual!

Auf- oder Abstieg -
Deutschland wählt,
ohne Gott auf dem Zettel.

Allein

Wanderer über dem Nebelmeer – Caspar David Friedrich (1774-1840)
Dem Körper gibt’s du seinen Teil,
zeigst sein Gesicht, das schön und heil;
pflegst ihn und schmückst sein Kleid,
mit Lust und auch ein wenig Leid
sorgst du für Leib und Seele,
dass die Zufriedenheit nicht fehle.

Bist stolz auf Leistung und Erfolg,
verehrst dein Heimatland und Volk;
gehst von der Arbeit frei nach Haus,
mental machst du die Lichter aus,
schaust tief ins Innerste hinein,
spürst, jeden Weg gehst du allein.

Dann kommen Träume in der Nacht. -
Was ist’s, was dich so ängstlich macht?
Es ist doch nur des Mondes Licht,
das tief in deine Seele spricht:
„Allein, allein!“ – So gehst du hin;
lautlos und einsam, ohne Sinn.

Trotz vieler Menschen um dich her,
scheinst du ein Tropfen nur im Meer.
Du fühlst in dir die fremde Kraft,
die plötzlich in dir Klarheit schafft;
verwischt die Grenzen deines Seins
mit sachter Hand, du fühlst dich Eins.

Spürst alles, was da lebt und leidet,
die Mauer, die Geschöpfe scheidet;
siehst auch dein Glück, das kurz belohnte
und schnell verging, das altgewohnte.
Es greift nach deines Herzens Sehnen;
mit tiefen, nie gekannten Tönen,

rufst du nach dem, den du nie nennst,
den du bisher vom Alltag trennst;
hörst noch, wie all die anderen lachen,
wie hinter dir sie Späße machen.
SIE sind allein, du bist es nicht! –
weil in dir Licht und Weisheit spricht!

Reißt um die selbst erbaute Mauer -
nur Selbstbefreiung ist von Dauer.
Das höchste Glück wird nur der finden,
der anfängt, selbst sich zu ergründen,
um dann erlöst vom Weltgeschehen,
in Gott geruht, nach Haus zu gehen.

Seelenmediziner

Quelle: Pinterest
Nur ein kleines Licht entzünden
in den Herzen jener Vielen,
die in Dunkelheit verharren,
mit dem Leben anderer spielen.

Kriege wird es ewig geben -
streitbar sind die Menschenherzen,
denen, die hier friedlich lebten,
brachten sie den Tod und Schmerzen.

Leidvoll waren die Verluste,
doch am Ende stand der Sieger;
als bis dato unbewusster,
stand ein spiritueller Krieger.

„Geist“ nennt sich der treue Diener,
der Materie besiegte;
war der Seelenmediziner,
der die Welt harmonisch wiegte.

Ist der Meister hier auf Erden;
er beherrscht, befreit und siegt.
Töricht ist, dem Herr zu werden;
allzu groß die Kraft, die liebt.

Weisheit, Wissen, Offenbarung,
sind des Großen Geistes Kraft,
Wahrheit, Liebe und Verstehen
seine allergrößte Macht.

Vollkommenheit

Quelle: Pinterest
Vollkommenheit – unendlicher Prozess,
der stets erstrebt, doch nie erreichbar ist,
und Früchte ernten, die in ständigem Progress
erleichtern unsere kurze Daseinsfrist.

Vollkommen ist der Große Geist allein,
der uns den Zauber neuer Wunder schenkt,
der uns, im Geist verknüpft, das Sein
der Einheit ins Bewusstsein senkt.

Als Blüten der Erkenntnis stehn die Wunder,
sie blühen auf dem Berg der letzten Sicht,
wohl unter fremdem Himmel, klar und bunter,
weit ausgedehnt im unbegrenzten Licht.

Flüchtig

Phönix aus der Asche – Quelle: Pinterest
Vergänglich ist, was fassbar von Natur;
Materie flüchtig, vielfältig die Form.
Nichts ist von Dauer, endlich ihre Spur,
zu Staub zerfallen nach des Lebens Norm.

Belebend und dynamisch ist die Kraft,
die rein der Quelle „Göttlichkeit“ entspringt;
einzig allein befähigt Seine Macht
das Leben, wenn es in uns schwingt.

Begrenzt, des Menschen Fähigkeit,
bis dass der Geist aus jeder Zelle weicht,
verlässt den Körper, trägt sein geistig Kleid
auf ewigem Weg durchs grenzenlose Reich.

Einmal im Leben

Quelle: Pinterest
Einmal im Leben Einen finden,
der sanft das Sehnen meines Herzens stillt,
sein Dasein lebt aus reinen Gründen,
im edel und vertrauensvollen Bild.

Der mir Gedanken zeigt im Licht,
einfach und gut, aufrichtig, mild,
ein Mund, der stets die Wahrheit spricht,
die sich verbreitet, wie ein Schild,

das abwehrt alle dunklen Töne,
die traurig sind im Unglück meiner Welt,
der in mir weckt das lichte Schöne,
als höchstes Glück, das zart herniederfällt.

Kein Mensch hat meinem Wunsch entsprochen,
denn keine Seele wird mir hier begegnen;
die Sehnsucht nach Erfüllung, ungebrochen.
Nur Gott allein kann mich in Liebe segnen!

Zeitenwende

Quelle: Pinterest

Nur ein paar Tage trennen altes Jahr vom neuen.
Wird es voll Frieden sein, voll Harmonie,
wird deines traurig sein und andere freuen? –
Das Schicksal trägt den Hauch von Ironie!

Manchmal ist Leid der Andern Sinn des Lebens.
Es fordert dich mit jedem neuen Tag.
Entfällt der Sinn, suchst du vergebens
und trauerst ungeliebten Lasten nach.

Du siehst im Dienst an andern nur die Bürde,
siehst nicht ihr Los und wie es dient für dich?
Als schicksalhafte Last fordert es Würde,
die du so leicht verlierst in deinem Ich.

Man spielt die Lotterie des Geldgewinnens,
sucht Glück und Anerkennung auf der Bank.
Nicht von der Arbeit täglichem Beginnen,
vom Müßiggang wird unsere Seele krank.

Für jede Phase dieses Lebens gibt es Stufen,
ob einfach, kompliziert, groß oder klein;
der Gott in uns wird uns zu gehn berufen,
wird das Motiv der Weisheit für uns sein.

Er gibt der Seele Hoffnung zur Genesung –
Gott ist der Schöpfung immanent!
Er zeigt die Richtung Liebe und Erlösung,
ist Feuer, das auf ewig in uns brennt.

Das Sehen von Gott in seiner Doppelheit

Tertium non datur von Nebelspur

Die Bibel – von Gott inspiriert aber von Menschen gemacht, mit Geschichten aus der damaligen Zeit, die in anderer Form immer noch auf der Welt existieren. Real-kritisch muss man sagen: Damals glaubte man noch an Satan und Beelzebub und an Krankheiten, Gebrechen, die durch Dämonen ausgelöst wurden. ‚Der Böse‘ lauerte überall, denn alles, was unerklärlich war, galt als böse.
Die Menschen waren ungebildet, primitiv und manipulierbar.

Matthäus, Markus und Lukas schrieben über das Gleichnis, Jesus hätte einen Besessenen, der blind und taub war, geheilt. Als die Pharisäer davon hörten, behaupteten diese, dass Jesus von Beelzebub besessen sei, der durch Satan das Böse im Menschen austreibt. Jesus fragte die Ankläger, wie denn der eine Satan einen anderen austreiben könne und sagte, dass das gar nicht möglich sei, weil beide sich dadurch selbst zerstören würden.

Beelzebub (übersetzt: Herr der Fliegen), nennt das, was sich bei uns in der Vielheit ausdrückt. Diese Vielheit erdrückt! Das ist eine Seite des Bösen, der die Welt ersticken lässt. Zu viel des Werdens – als Frucht am Baum der Erkenntnis. Daraus folgen Erkrankungen mancher Art, körperlich und seelisch. Diese Vielheit verbrennt in uns das Göttliche, das heißt, die Sehnsucht dorthin erstickt, weil wir im Außen scheinbar alles haben.

Satan bedeutet im Hebräischen „der Hinderer“. Er verhindert, dass im Menschen Liebe sein kann, nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch bei allem im Leben. Er gönnt anderen kein Glück.

Beelzebub und Satan sind auf demselben Niveau – zwei dienen derselben Sache: dem Bösen im Menschen.

Jesu wusste, dass die Schriftgelehrten ihn nicht verstehen können. Der Heilige Geist ist zu leicht für ihr Bewusstsein. Er lässt sich nicht wägen oder messen.

Denn wer die Bibel nur geschichtlich, also historisch-kritisch untersucht, wird ihre wahre Essenz nicht erkennen. Man sucht nach wissenschaftlich belegbaren Beweisen. Nur wenn diese vorliegen, glaubt man. Die ‚andere Seite‘ das Nicht-Weltliche, kann man nicht durch ein Studium erreichen. Nur die innere Sehnsucht wird dorthin führen. Es kann oft Jahre dauern, bis sich das Wort öffnet, nämlich dann, wenn man selbst offen dafür ist und einsichtig.

Jerusalem = Jeruschalajim: das Sehen von Gott in seiner Doppelheit, im Paradox; dieses und das Andere stimmen überein, Leben und Tod, Gut und Böse, etc. Was man hier gut nennt, ist nicht immer gut, und was du böse nennst, ist nicht immer böse. Hier bleibt es immer ein Suchen, eine Gratwanderung. Man sucht Gott in der Vollkommenheit. Wir können nicht wissen, wer oder was Er ist. Wir suchen Ihn irgendwo in der Ewigkeit, als Glück, jeder auf seine Art.

Wer äußerlich schaut, gesetzmäßig genau und danach urteilt, ist wie die Pharisäer, die Heuchler.

Wandler der Stunden

Bild: Karin M.

Ich wollt‘ kein Jahr zurück,
nur eine einz‘ge Stunde,
in der ich alle Lieben wiederfinde,
und mich vor dieser tot gemeinten Runde
verbeuge und in Demut mich verbinde;
stehn würde ich vor einem trüben Bild,
vor denen, die mir gut gewesen oder nicht…
gleichgültig, grausam, mild –
so streute sich das Maß der Dinge,
denn ohne all die vielen Wandler
meiner längst vergangenen Stunden,
ob leidvoll oder liebend und
in Harmonie verbunden,
wäre ich nicht die ICH BIN,
es ist doch alles Eins:
umschwebt von Gottes Sinn.