Gut und Böse

Rotkäppchen und der Wolf – Märchen der Gebrüder Grimm

Wir binden uns an Menschen,
die wir still verehren;
vertrauen blind den Worten,
die sie uns bescheren.
 
Und keine Schatten,
die Vertrauen töten,
nehmen wir wahr
und Vorsicht wird vonnöten.
 
Manipuliert,
von Falschen oft bekehrt,
folgen wir dem,
was keinen Glauben wert.
 
Den Wolf im Schafspelz
gilt es aufzufinden;
nur schnelle Umkehr führt
uns dann zu sich’ren Gründen.
 
Enttäuscht und traurig
wird uns manchmal klar,
dass das vermeintlich Gute
doch das Böse war.

Dämon

Bild: Karin M.


Versteckst dein magisches Auge.
Versuchst zu beherrschen, verführen.
 
Dein Auftrag Zerstörung,
Dein Urgrund Verzweiflung.
 
Ich sah dich im Spiegel,
ließ dich ins Bewusstsein.
 
Begeisterst die Menschen.
 
Gut oder Böse?
Sekunde der Wahl.
 
Durch Liebe erlösen,
positiv wandeln
in Christus Namen,

zum inneren Frieden.

Recht

Jean-Léon Gérôme  1824-1904
Daniel 5,27 »Tekel« bedeutet: Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!

Es sühnen die Gerichte schlechte Taten,
doch ist gerecht noch lang kein Richterspruch,
ihr seid mit Sinn nach Rache schlecht beraten,
wenn ihr für Schuld gerechte Strafen sucht.
 
Wer andre in den Tod schickt ist nicht besser,
als jener, der zuvor den Mord verübt,
wäscht man Justitias Hand mit klaren Wässern,
ist nach dem Reinigen das Wasser unschulds-trüb.
 
Wir fordern Ethik und Moral mit Geistesgröße,
doch nur zu leicht zerfließen hier die Grenzen,
wir machen aus „nicht gut“, „ein bisschen böse“,
verdrehtes Recht schafft eigne Konsequenzen.