Flüchtiges

Foto: Gisela Seidel

Ich schau zum Himmel…
wie das Wolkenband entschwebt,
so, wie die Zeit entgleitet,
und die Gedanken suchen
ihren Weg zu dir,
fern bist du mir, so, wie die Schäfchen
dort am Firmament.

Ich trage dich
in meinem müden Herzen,
wie ein Beben,
das mich erweckt und fühlend macht,
im Schmerz.
Der Tag vergeht,
so, wie das Wolkenband entschwebte,
doch du bliebst fern mir.

Oh, so dunkel wird die Nacht!
Die langen Stunden waren voller Schweigen,
gefüllt mit Sehnsucht bin ich,
wie ein Schwamm, mit Bitterkeit.
Ich resigniere an der Welt, am Leben,
wo ich die Liebe suchte,
fand ich Leid.

Tanz auf den Wolken

William Adolphe Bouguereau 1825-1905

In hohen Sphären mit den Winden tanzen,
auf weißen Wolken lichtwärts schweben;
lasse von himmlischen Romanzen,
mich weit in ferne Himmel heben.
 
Verbinde mich im Reigen mit der Zeit
und flieg’ mit Engeln durch die Sonnenpforte,
im Tanz verbunden, schwebe ich so weit,
der Wind trägt mich bis an die fernsten Orte.
 
Und meine Seele hebt sich in die Lüfte,
vermählt sich mit den warmen Sommerwinden,
trägt mich in höchste Höh’n und über tiefste Klüfte,
wird den verborgnen Weg zu Dir nach Hause finden.

Gott allein hat sie gezählet…

Ich habe meine Seele gerettet – Vladimir Kush

Wolkenberge am Himmelsblau
erhellen den grauen Horizont,
rosig, wie in Sommernächten.
Ewiges Werden und Vergehen.
Treiben lautlos zerfließend,
un-begreiflich.
Entschwinden,
wie hehre Luftgestalten
mit weißen Gewändern.
Atmen die Schwere des Lebens,
Wolkenwanderer,
immer wiederkehrend.
Leuchtend in vielen Nuancen.
Inspiration für Tagträumer.