Der Sehnsuchtsfluss – gesäumt von grünen Staden,
er fließt vorbei an ausgetret’nen Pfaden,
gefestigt, hart, am Boden Stein für Stein,
als sie vom Herzen fielen, es erkalten ließen,
um schließlich selber Stein zu sein.
Es war ein junger Tanz an wilden Ufern,
schier unbefestigt, wie ein urig‘ Ding,
ein Folgen und ein Eilen zu den Rufern,
wie Sehnen, welches hungrig nach Erfüllung ringt.
Doch was ich fand, waren nur Traumgestalten,
die mir das Dickicht meiner Sehnsucht banden,
und fern des Flusses, sah ich, sie verschwanden.
Nur schleppend lass‘ ich los, die Bilder ferner Jahre,
der falschen Liebe und der tödlichen Gefahren,
um sehnsuchtsleer den trüben Glanz zu wahren.
Doch manchmal lausche ich dem fernen Fließen,
schau zu, wie Wellen kräuselnd sich ergießen,
hör‘, wie es rauscht. - ER half mir zu verstehen,
wo jeder Stein befestigt tiefen Grund,
kann Wasser treiben an des Ufers Rund.
So wandelt Wehmut sich zum Fundament,
so wird zum Segen, was man Leiden nennt.
Wie du dich plagst im körperlichen Leid,
wie du sie liebst, die ungestüme Freud,
wie du den Tag in Schweigen hüllst,
und deine heißen Tränen stillst.
Seh im Gesicht, die Blicke, stumm,
in der die Frage furcht: „Warum?“
Verstehst nichts von der Erde Not,
nur deine. - Was das Leben bot,
war dir willkommener Genuss;
verzichten ist der letzte Schluss.
In körperliche Starre geht
die arme Seele, die versteht:
belebt wird sie vom Lebensgeist,
bis er sie in die Schranken weist.
Er flieht aus ihr, allein die Hülle
bleibt in der Erde dunklen Fülle.
Das Lied der Todgeweihten kennen,
die hier im Lebenslicht verbrennen,
sich phönixgleich vom Grab erheben,
in neuem Klang, zu neuem Leben.
Auf der Wiese, über Nacht,
sind die Krokusse erwacht,
und aus dunklen Erdenritzen,
kriechen frische Tulpenspitzen.
Blühen in vermehrter Pracht,
sind vom Winter aufgewacht.
Frühaufsteher singen schon,
ihren wohlbekannten Ton.
Auf der Erde baut sich wieder
neue Nester das Gefieder,
und die Sonne scheint dazu -
friedlich ist die Mittagsruh.
Dort im Beet die weißen Glöckchen,
wiegen winterlich die Röckchen.
Die Natur ist still erwacht –
über Nacht.
Unter Trümmern liegt die Welt begraben,
deren Last erdrückend wiegt und schwer.
Hohe Zeiten waren leicht zu tragen,
drunten liegt der Tod im Häusermeer.
In den Grüften selbsterbauter Stätten,
liegen sie, die Toten unsrer Zeit.
Die noch bleiben, um sie umzubetten,
machen sie zur Abschiedsfahrt bereit.
Lautes Stöhnen, dringt durchs Weltenbeben,
Erde tat sich auf und schließt den Kreis,
und sie weint und die, die überleben,
sind dem Nächsten helfend angereist.
Vor den Resten stummer Einsturzbauten,
ragen deren Münder, wie ein Schrei.
Vom Erleben, dem sie einst vertrauten,
wich aus letzter Hoffnung ein Vorbei.
Der Kalender hat ein Blatt beschrieben,
statt des Frühlings kam die Trauerzeit.
Fassungslosigkeit allein ist hiergeblieben,
und der Mensch erhofft sich Trost im Trauerkleid.
Die Bäume, die ich liebte, sind gefällt,
Jahrzehnte ihres Wachsens sind dahin.
Kein Zweiglein mehr, kein Nistplatz, der gewählt;
die Äste abgeholzt, die Leere ohne Sinn.
Vergangen ist das Schauen auf das grüne
und frische Blattwerk, das sich wog im Wind.
Dort, wo die Amsel sang in aller Frühe,
ist die Natur gebeugt, von Tränen blind.
Eichhörnchen spielten in den Zweigen,
voll Freude sprangen sie von Ast zu Ast.
Die Säge, sie erzählte von den Leiden,
die kreischend schrie der Baum in Todeslast.
Geöffnet hat der Himmel seine Weiten;
die Sonne strahlt erbarmungslos herab.
Kein Schutz mehr vor den heißen Sommerzeiten,
den uns das Blattwerk vor den Strahlen gab.
Dass wir gefällt, einst auch am Boden liegen,
Naturgesetz - ein unabwendbar‘ Ding;
lässt unsren Geist in off‘ne Himmel fliegen,
gibt uns im Tod des Lebens höheren Sinn.
„Dieser Abfall des Menschen vom Instinkte, der das moralische Übel zwar in die Schöpfung brachte, aber nur um das moralisch Gute darin möglich zu machen, ist ohne Widerspruch die glücklichste und größte Begebenheit in der Menschheitsgeschichte; von diesem Augenblick her beschreibt sich seine Freiheit….“ Friedrich von Schiller
Caspar David Friedrich (1774-1840)
Gott hat uns das weltliche Reich der Fülle geschenkt, damit wir Freude daran haben. In unser Menschsein hatte er, nachdem wir die Phase des Triebhaften überschritten hatten, den freien Willen gelegt. Von diesem Zeitpunkt an erwachte das menschliche Bewusstsein. Wir erkannten uns und die Gegensätze dieser Welt. Freud und Leid führten durch die Polarität. Tiefes Erleben hilft uns in höheres Bewusstsein einzutreten. Wir lernten, dass Himmel und Hölle nur in den Vorstellungen existierte, die die Kirchen uns immer noch falsch vermitteln. Daraus folgte die Erkenntnis, dass wir selbst Schöpfer von Paradies oder Hölle sind.
In dieser unendlichen Vielheit der Welt der Materie liegen die Samen des Guten und Bösen begraben. Welche Pflanze davon durch uns zum Wachsen gebracht wird und schließlich zur Blüte gelangt, liegt in unserer Hand. Oft sind es äußere Impulse, die auf uns einwirken. Wir fühlen uns zu Handlungen animiert, etwas zu tun, was uns selbst und unseren Mitmenschen schadet. Manchmal werden wir selbst zum Versucher, durch unüberlegte Taten und Worte. Da ist plötzlich ein Impuls, der antreibt und zu Mord und Totschlag führt.
Wir Menschen sind es, die dem Bösen ein Eigenleben ermöglichen, indem wir den Energien Nahrung bieten, die uns immer wieder aufs Neue „versuchen“. Sind wir erst den Lockrufen des Bösen gefolgt, entwickeln diese ein Eigenleben, das wir kaum noch kontrollieren können. Es ist, als hätte man einen Stein ins Wasser geworfen, der beim In-die-Tiefe-sinken Wellen aufwirft, die kreisend immer größer und größer werden.
Mit den Reaktionen auf eine böse Tat ist es dann wie mit dem Kreis im Wasser: Niemand weiß um die Ausmaße. Welche bösen Reaktionen werden der Tat folgen? Deshalb tut jeder gut daran, „die andere Wange hinzuhalten“, sich durch nichts provozieren zu lassen, die Schuld für negative Reaktionen anderer zuallererst bei sich selbst zu suchen, und die Versuchung in sich zu bekämpfen. Es ist manchmal nicht leicht, den Kampf gegen Hass und Rachegedanken zu gewinnen; Gedanken, die vielleicht immer wieder aufkeimen und einen von innen zerfressen. Wie kann ein Mensch dieser Besessenheit Liebe entgegenbringen, sie erlösen? Jeder Mensch kennt diese dunklen Momente, in denen man die ganze Welt zum Teufel jagen möchte. Wenn man diesen Hass in sich zulässt, wird er uns so lange herunterziehen, bis wir erst das störende Außen und dann uns selbst zerstört haben.
Darum geht es in unserem Leben: Die Gegensätze in Liebe zu verbinden, um Harmonie und Gerechtigkeit wieder herzustellen.
Dann werden wir Gottes Welt der allesumfassenden EINS, dem „Baum des Lebens“, näherkommen. „Der „Baum der Erkenntnis“ (lt. Kabbala die 4) steht dem „Baum des Lebens“ (die 1) wie Leib und Seele des Menschen gegenüber. Der Mensch kann die Welt Gottes, die 5, nur erreichen, wenn er 1+4 zur Einheit verbindet. In unserer diesseitigen Welt ist es nicht anders möglich, die 5 zu erreichen.“ (nach F. Weinreb)
Kirchenglaube und Bibelauslegung
In der Bibel heißt es: Jesaja 45, 6-7:
„Ich, der Herr und keiner sonst, der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, der ich Heil wirke, ich bin’s, der Herr, der dies alles wirkt.“
Es gibt keinen Raum, der nicht von Gott erfüllt ist.
Jesaja schreibt in der Bibel über die gefallene Stadt Babel. Der dortige Herrscher und selbsternannte Gott war Nebukadnezar, der auch ‚Morgenstern‘ genannt wurde. Luzifer ist der lateinische Name für Morgenstern = die Venus. Später wurde dieser Name dem gefallenen Engel Luzifer zugesprochen, der in biblischer Überlieferung als Satan (Satan-el) bezeichnet wurde.
Die Geschichte über Adam und Eva im Paradies zeigt Satan (die Schlange), als Verführer Evas. Satan ist deshalb für die Kirche die Verkörperung des Bösen. Da sich die Schlange auf dem Erdboden fortbewegt, ist sie im übertragenen Sinn der Materie am nächsten.
Beide sind an Gottes Seite: Christus positiv und Satan negativ, als Gegensätzlichkeit bei wesenhafter Zusammengehörigkeit. Der Herr der Materie, so sagt man, führte diese Spaltung (Polarität) ein. Satan ist demnach Herr über die vier Elemente, über die gesamte materielle Welt. Das ist die Erscheinung- und Zustandsform, in der die Materie existiert.
Die Menschen verstanden es nicht anders, als dem Teufel ihre menschliche Denkweise überzustülpen. Er ist aber ein unbewusstes Gesetz. Sobald sich der Mensch dieses Gesetz bewusst macht und sich damit identifiziert, wird daraus ein lebendiger Geist. Das durch das menschliche Tun lebendig gewordene Gesetz der Materie ist Satan. Er ist als negativer Aspekt dieser Spaltung das genaue Gegenteil des positiven Geistes. Die Gesetze des Geistes und die Gesetze der Materie sind Spiegelbilder.
Satan hat keine eigene Existenz und kann nur durch den Menschen und dessen Tat lebendig werden. Wir Menschen tragen eine große Verantwortung, wenn wir unser Bewusstsein mit diesem satanischen Geist identifizieren.
Der große Schöpfer des Universums hat allem Leben die Naturgesetze vorangestellt, die regeln und lenken, um den Ausgleich wieder herbeizuführen. Wenn wir durch falsche Handlungen unserem Nächsten oder uns selbst Schaden zugefügt haben, werden wir automatisch auf einen, für uns wenig angenehmen Weg gebracht, der das ausgleicht, was wir angerichtet haben. Die Kirchen sagen: Wir werden von Gott gerichtet. Nein, wir werden auf den richtigen Weg gebracht.
In der Offenbarung des Johannes steht geschrieben, dass das Böse gebunden wird, d. h. die 1 mit der 4. In der Welt der 5, in der göttlichen Sphäre, existieren das Böse nicht und auch nicht der Tod.
Wir sollten dem Bösen hier auf Erden keine Macht geben. Das fängt in unserem Alltag an. In breiter Vielfalt füllt das Böse beispielsweise das tägliche TV-Programm. Den Perversionen sind hier offenbar keine Grenzen gesetzt. Obwohl Blut in Strömen fließt, wird man es nicht mal mehr gruselig finden, weil solche Geschichten und Bilder gar nicht mehr berühren. Brutalität erscheint „normal“. Dadurch werden die Menschen von klein auf immunisiert, verhärtet, ganz langsam, wie durch eine Gehirnwäsche. Dasselbe geschieht im Bereich der Sexualität. Öffentliches Zurschaustellen ist peinlich und falsch verstandene Freiheit. Die Spaßgesellschaft tötet sich selbst, wenn nicht den Körper, dann doch Geist und Seele. DAS ist das Böse!
Wenn es überhandnimmt, wird es sein Eigenleben entwickeln, wie im „Dritten Reich“. Wir dürfen ihm keine so große Bühne bieten, wie das in der Welt der Medien längst zur Normalität geworden ist. „Hauen und Stechen“ bringt Profit und größere Einschalt-/Verkaufsquoten! Gutes wird längst als lächerlich und langweilig empfunden.
Ob Glück oder Leid – wir müssen uns dem Fühlen öffnen und nicht in die Gefühlskälte abtauchen. Falsch empfundene Dinge sind besser, als gefühllos zu sein. Cool sein, ist heutzutage die Devise, auf die viele stolz sind. Das heißt nicht, dass es schlecht ist, mit einer gewissen Gelassenheit an die Dinge heranzugehen.
Wie weit sich diese Welt der Vielfalt bereits von der Einheit Gottes entfernt hat, ist erschreckend! Noch erschreckender ist es jedoch, wenn man feststellt, dass die meisten Menschen diese perfiden, sich einschleichenden Perversionen gar nicht bemerken, weil Chaos, Brutalität und Disharmonie längst zu ihrem Alltag gehören.
So ist es mit jeder Art von Begeisterung und Rausch: Profitgier, Erotik, Nikotin, Rauschgift, Machtgier, Studium, Wissenschaft, Sport etc.
In 3. Mose 10:9 heißt es, der Mensch kann die Wohnung Gottes nicht betreten, wenn er sich im Rausch befindet.
Darunter ist auch jede religiöse Handlung gemeint, die im Rausch betrieben wird. Verblendung und Hass gegenüber Andersgläubigen kann im Rausch des Hasses enden. Wer sich in diesem Rausch Zutritt zum himmlischen Paradies erhofft, wird vor verschlossenen Türen stehen.
Was braucht der Mensch, in welcher Situation auch immer? Gott hat die globale Sicht. Er wird uns führen. Es ist sinnlos dagegen anzugehen. Da beten viele für Gerechtigkeit und Frieden, andere wieder beten für Geld und Macht. Niemals können die Naturgesetze geändert oder beeinflusst werden.
Jesus hat sein Blut vergossen, um der Menschheit die Türe zu Gott zu öffnen. Es war sein Auftrag, und er wusste, dass diese neue Welt und der geistliche Mensch nur durch sein Opfer entstehen konnte. Der neue Bund lebt mit Jesus in den Verborgenheiten des Menschen. So, wie Jesus alle Konsequenzen auf sich nahm, um den Wandel zum guten, neuen Menschen einzuleiten, so sollten wir ihm nacheifern.
Das Böse als Zahl
Bedeutung der Zahl 666, die angeblich die Zahl des Teufels sein soll:
Lt. Bibel: Über die Johannes-Offenbarung 13,8 steht geschrieben, dass in der Zahl 666 tatsächlich der Name des Kaisers Nero enthalten ist, wenn man dafür das hebräische Alphabet zugrundelegt. 50+200+6+50 = Neron, dazu 100+60+200 = Kesar.
F. Weinreb sieht „das Tier“ ebenfalls als Ausgeburt des Gesetzlichen, das die Dimension der Liebe verhindern will.
Kabbala: In der Zahl 666 drückt sich die Vollkommenheit der Zahl „6“ aus. In allen drei Zeiten, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist die „6“ anwesend.
Zitat: „Und die Erfüllung des sechsten Tages, wo sich alles aus diesem Tag mit allem verbindet, die Zahl 36 (6×6) also, kommt in ihrem vollen Wert, d. h. das Wachstum zur 36 ganz genommen, addiert von der 1 bis und mit der 36, gerade bis zur Grenze der 666.“
Der Herr: „Ich will dir ein Maß geben, nach welchem du und ein jeder wissen mag, wie er mit der Eigenliebe stehen soll, wie mit der Liebe zum Nächsten und wie mit der Liebe zu Gott. Nimm die Zahl 666, die in guten und schlechten Verhältnissen entweder einen vollendeten Menschen oder einen vollendeten Teufel bezeichnet.
Teile du die Liebe im Menschen gerade in 666 Teile. Davon gib Gott 600, dem Nächsten 60 und dir selbst 6, so hast du das Verhältnis des vollendeten Menschen. Willst du aber ein vollendeter Teufel sein, dann gib Gott 6, dem Nächsten 60 und dir selbst 600!“
Fühle berührungslose Nähe,
distanzlose Gedanken,die,
würdest du sie sehen,
wie dornenlose Rosen,
duftend um dich ranken.
Bruchteile von Sekunden,
mit einem Lächeln lieben –
so seelentief verbunden,
als stünd’s in einem heil’gen Buch geschrieben,
mit tausend Zauberworten,die,
wenn sie ausgesprochen an geheimen Orten,
die Herzensflammen bis in Ewigkeiten brennen ließen,
und dort verweilend,
würden sie den Jüngsten Tag begrüßen.
In den Unendlichkeiten
würden sie die neuen Morgen kränzen,
als kleine Sterne,
funkelnd, an den fernen Himmeln glänzen,
und sich, wie unsichtbarer Liebesregen,
auf die Geschöpfe dieser Erde legen.
Ahnst du mein unsichtbares Wangenstreicheln,
fühlst du die fessellosen Bande?
Möchte’ gerne deiner Seele schmeicheln,
bin ich doch deinen Weg zu glätten außerstande.
Der Erdball groß und wunderbar,
als Schule für die Menschheit gar;
die Himmel liegen weit.
Vom All herab, der Cherub Tanz -
die Welt hüllt sich in Lichterglanz
und stille steht die Zeit.
Der Garten Eden liegt verhüllt,
geblieben ist ein vages Bild,
von unberührter Welt.
Zwei Bäume stehn seit Anbeginn,
mit dem symbolisch tiefen Sinn,
wo Licht und Schatten fällt.
In jedem Herzen brennt ein Licht,
doch unsre Augen sehen es nicht;
die Liebe leuchtet hell.
Öffne dem Nächsten deine Tür,
dann spürst du: Gott, er öffnet dir
die seine, weit und schnell.
Ich war noch nie weit von zuhause entfernt,
nur die Heimatwelt blieb mir beschieden,
hab‘ als Kind nicht viel von der Welt gelernt,
hab die fremden Kulturen gemieden.
Meine Eltern waren vom „Führer“ verdorben,
der Darwins Lehre vor den Karren gespannt.
Wer nicht aus arischer Rasse geboren,
wurde aus ihrem falschen Denken verbannt.
Die archaische Lehre war ihnen geblieben;
selbst als ein schwarzer Mann Amerika führte,
war mein Vater damals von Zweifeln getrieben,
weil er dessen Verstand als zu ‚klein‘ deformierte.
Ausländer war’n keine Menschen im Lande,
die man freundlich und respektvoll empfing.
Sie hausten in Baracken, am Siedlungsrande;
Mutter schimpfte, trotzdem lief ich zu ihnen hin.
Da war ein Mädchen, mit schwarzen Haaren,
hübscher Gast aus Italien, in Arbeiterschicht.
„Damit spielt man nicht!“, hab ich von Mutter erfahren,
denen fernzubleiben, wurde zur Pflicht.
Ich verstand nicht, die zu große Eigenliebe -
ein jeder Mensch ist Teil dieser Welt,
jeder ein Rädchen im Weltgetriebe,
das alles Leben am Laufen hält.
Wenn die Nacht kommt,
hängen Schatten noch schwerer,
scheint der Raum um mich leerer,
nur die Gardinen bewegt der Wind.
Wenn der Schlaf kommt,
schließt mir Schwermut die Augen,
das Leben will sie mir rauben,
wie in Adern, das Blut sein darin.
Wenn mir ein Traum kommt,
mit namenlosen Gesichtern,
bin ich abseits in blendenden Lichtern,
durchschienen und stumm.
Wenn ein Zeichen kommt,
eins mit den großen Zukunftsvisionen,
seh‘ ich mich im Nirgendwo wohnen,
unendlich glücklich darum.
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