Sir Edward Burne-Jones (1833-1898) – The Last Sleep of Arthur in Avalon
Grün waren die Täler, die der Wind durcheilte, bergig die Landschaft in Nähe und Weite. Wie eingetaucht in gleißendes Licht, das sich in Wasser am Horizont bricht.
Ringsum ein Meer von gewaltiger Größe, deckte mit Gischt die steinige Blöße. Grüne Insel von Sagen durchdrungen, wo 12 tapfere Ritter für Artus gerungen.
Wo Barbaren brandschatzten und stahlen, und das arme Volk litt Hunger und Qualen, zog einst der Sohn eines Ritters, geheim, das Schwert Excalibur aus dem Stein.
Schwert Excalibur
War in Wahrheit des Königs eigener Sohn, als Erbe bestieg er Britanniens Thron. Der Frieden gedieh im britannischem Land, als die Barbaren besiegt, gelöscht der Brand.
Die Festung Camelot wurde geschaffen, wo sich die tapfersten Sieger des Landes trafen. Die Tafelrunde bot dem König dienliche Gründe und die Aufgabe, den Heiligen Gral zu finden.
Königin Guinevere war die Schönste im Land, die sich strahlend an Artus Seite fand. Der Zauberer Merlin mit Rat und Genie, half Artus mit Zauber und Magie.
Doch der Frieden sollte nicht ewig währen, den Bund zerstörte Lanzelots Begehren, Lady Guinevere brachte den König zu Fall. In letzter Schlacht floh er, ihm blieb keine Wahl.
Frank Bernard Dicksee (1853-1928) – La Belle Dame sans Merci
Von Merlin geborgen, tödlich verletzt, wurde Artus auf einer Barke hinübergesetzt, auf die sagenhafte Insel Avalon, wo die Herrin des Sees und die Jungfrauen wohnen.
Sie nahmen sich schützend seiner an. Sein Geist erhebt sich dann und wann, wartet noch immer darauf zurückzukehren, will seinem Land Frieden und Wohlstand bescheren.
Ein Ort voller Namen und Jahreszahlen; ein Ausruhen von Liebe, Leiden und Qualen. Das Weltgedächtnis im Massengrab der Körperwelten, all‘ der, die es jemals gab.
Vorbei an den Steinen kalter Gemäuer, streift des nachts der Mond wie ein Ungeheuer. Sie scheinen ihr Schweigen im Mondlicht zu brechen, hört, wie sie wispern, jammern und sprechen.
Gedankengespinste verweben die Orte, es stocken dort vor Ehrfurcht die Worte. Man spürt die Vielfalt der Weltenstufen, die vergessenen Seelen, die ihr Leben suchen.
Jeder Grabstein spricht von geendeter Zeit, umschwebt von Angst vor Vergänglichkeit, ist angefüllt mit morbiden Träumen, letzter Gruß aus verfallenen Friedhofsräumen.
Der Moment versinkt im tiefen Seelenmeer aus Weltenschmerz, Tempeln und Götterheer. Kein Wunsch an die Welt – alle hoffen auf Gnade, denn, die Freiheit, Falsches zu tun, war keine Gabe.
Längst verhallter Urknall – aus Trümmern geborene Welt; geballte Materie in kosmischer Ordnung. Mensch sein – schmaler Grat zwischen Urzeit und Wandel, Brücke zur Neuzeit. Darwin oder Gott? Evolution oder Schöpfung? Zeitreise durch die Irrtümer. Teil eines harmonischen Ganzen, universale Unendlichkeit – seit Anbeginn der Zeit und ewig während. Geschenk an die Menschheit, aus Träumen geboren, schwebend zwischen den Welten. Spielplatz der Energien, unendlich tanzend zur Sinfonie des Lichts.
Das Leben ist wie eine Pflanze, wurzelnd im Ur-Grund, zum Himmel strebend, jedes mit einzigartiger Blüte, im steten Werden, Wachsen und Vergehen. Immer aufs Neue erdentief versunken, irgendwann, vom Licht bestrahlt, neu erwachend, und vom Schein der Sonne gestärkt, wachsend und blühend, mit frischen Trieben. So reiht sich im Lichte GOTTES, Leben an Leben, Menschenblüte an Menschenblüte. Gib dich seiner Flamme und du bist verklärt!
Sie waren jung und sehr verliebt, hatten nur Augen für sich, in ihnen erwachte ein lockender Trieb; ihr Treiben kam bald ans Licht.
Nicht ohne Folgen blieb ihr Tun, die Gesellschaft regte sich auf, die Anklagen Dritter wollten nicht ruhen, das Schicksal nahm seinen Lauf.
Der Liebe folgte alsdann das Bereuen, sie waren arm und naiv. Nie konnten sie sich ihren Leichtsinn verzeihen, weil ihr Leben nun ernsthafter lief.
Die Verwandtschaft drängte folglich zur Ehe, SIE zeigte stolz ihren Bauch. Es gab keine Jobs in ihrer Nähe, er ging noch zur Lehre, sie auch.
Sie feierten schließlich Hochzeit in Eile, erwarteten Hilfe vom Amt. Er lernte noch eine lange Weile, ihre Ausbildung ‚fuhr gegen die Wand‘.
Als Geselle wurde er stolzer Vater, dann folgte Kind Nummer Zwei. Von vorne begann das Kinder-Theater. Man(n) wünschte sich Ruhe herbei.
Sie war für Kinder und Haushalt da, er hielt es nicht so mit der Treue. Sie wurde im Alter wie unsichtbar, nebenher nahm er sich eine Neue.
Es trieb ihn zu seinen Zech-Kumpanen, dort betrank er sich über Gebühr. Handgreiflich und wirr kannte er kein Erbarmen, sie setzte ihn vor die Tür.
Gewalttätig blieb er, ist meistens betrunken, ist frustriert von Frau und von Kind. Ihr Leben bleibt so, in Schulden versunken, …wenn sie nicht gestorben sind.
Caspar David Friedrich (1774 – 1840) – Engel in Anbetung
Wenn eine Sehnsucht weint, ein Haus im Schatten steht, geht dort mit mildem Licht, ein Geist, der Sorgen trägt.
Und jedes müde Herz, von diesem Geist erhellt, versteht mit einem Mal die Spaltung dieser Welt .
Geduldig schweigt er, trägt sein Leid auf Erden bis in den Abend, ohne Aufbegehren.
Der Himmelsfrieden fließt herab von fern, versinkt in Träumen, wie ein Hoffnungsstern.
Sein zarter Glanz, ein Hauch nur, nur ein Schein, will leiderfüllten Menschen Liebe sein und Hoffnung über alle Trübnis breiten.
Geister der Nacht mit Engelsflügeln gleiten.
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