Schweine und Braunbären

KI generiert

Träume können ein wertvolles Werkzeug sein, um unser Unterbewusstsein und unsere tiefsten Emotionen zu verstehen. Träume sind ein Fenster in unser Unterbewusstsein. Was ist das Unterbewusstsein? Es ist der Teil des Geistes, der nicht bewusst ist. In welcher Beziehung steht es zum Gehirn? Es hat keine wirkliche Beziehung zum Gehirn. Das Unterbewusstsein ist mental und das Gehirn ist physisch.
Hat das Unterbewusstsein die Fähigkeit, vergangene oder zukünftige Ereignisse aufzuspüren? Es kann vergangene Ereignisse aufgreifen, die sich auf die Person beziehen. Zukünftige Ereignisse kann es nur wahrnehmen, wenn diese medial übermittelt werden.

Die Symbolik von Braunbären in Träumen kann verschiedene Bedeutungen haben, von psychologischen Aspekten bis hin zu spirituellen und religiösen Interpretationen.

In der Bibel werden Bären oft als mächtige und gefährliche Tiere beschrieben, die Gott jedoch auch als Werkzeuge seiner göttlichen Führung einsetzt.

In den biblischen Schriften erscheinen Bären mehrfach als Sinnbilder für Gefahr, Wildheit und göttliche Macht. Besonders bekannt ist die Episode aus dem Alten Testament, in der der Prophet Elisa von einer Gruppe Kindern verspottet wird und daraufhin zwei Bären aus dem Wald kommen, die die Kinder zerreißen (2. Könige 2,23–25). Diese Szene verdeutlicht, wie Gott selbst scheinbar gefährliche und unkontrollierbare Tiere als Instrument seiner Gerechtigkeit einsetzen kann. Gleichzeitig werden Bären in der Bibel auch als eine Art Prüfstein für den Glauben und die Standhaftigkeit betrachtet – ihr Auftreten erinnert Menschen daran, sowohl Achtung vor der Schöpfung als auch Demut gegenüber den unergründlichen Wegen Gottes zu bewahren. So sind biblische Bären nicht nur Warnung, sondern auch Zeichen göttlicher Präsenz und Führung in einer oft unvorhersehbaren Welt.

In meinem Traum waren es zwei Schweine und zwei Bären, die auf der Straße lagen. Sie sahen krank und fast tot aus, bewegten sich aber noch. Ich überlegte tatsächlich, ob ich ein Schwein einfach überfahren sollte, um weiterzukommen, tat es aber nicht. So stand ich da in meinem Wagen und musste warten, bis die Situation sich änderte und jemand die Tiere entfernte.

Krank liegende Schweine auf der Straße weisen mich auf eine negative Erfahrung hin, die ich und andere möglicherweise machen werden. Wenn sie wie hier die Durchfahrt versperren, deutet es darauf hin, dass die Lebensfahrt durch eine unverschuldete Situation zum Stillstand kommen wird.

Als ich vor Jahren von zwei Metzgereien träumte, die vollkommen identisch aussahen und in deren Auslagen jeweils ein Schweinekopf lag, der sich bewegte, folgte kurz darauf die Corona-Epidemie.

Der Traum kann darauf hinweisen, dass es kranke oder verletzte Personen geben wird, die Hilfe brauchen. Man kann nicht einfach darüber hinweggehen, sondern wird gezwungen, sich der Situation zu stellen. Nun hoffe ich natürlich, dass sich nach diesem Traum nichts Epidemie Ähnliches anbahnen wird.

Auf jeden Fall werde ich mich an diese Traumbilder erinnern und hoffentlich wissen, worauf ich achten muss.

Individualität

Fliegen lernen – Lisa Aisato *1981
Seele mit Geist, in Körpern enger Norm,
die physisch nur den Teil des Ganzen zeigen,
die durch Begrenztheit und durch Leiden
in katalytischer Manier Bewusstsein formt.

Besonderheit, die jeder Seele Kern,
hat keine Möglichkeit sich vollends darzutun,
denn noch umhüllt vom Körper muss sie ruhen,
ist ausdrucksschwach, dem wahren Selbst so fern.

Ein winzig kleiner Teil Persönlichkeit,
manifestiert sich als Aspekt im Erdenleben hier.
Getrübt ist das Bewusstsein für die Lebenskür,
bis es erweckt den Sinn versteht im Leid.

Wir sind Seelen mit Geist, die sich durch physische Körper ausdrücken; die Persönlichkeit ist der Aspekt, der sich nur manifestieren kann, während wir auf der Erde sind. Es ist nur ein winziger Teil der Individualität, der das wahre Selbst ist, weil er keine Möglichkeit hat, sich voll auszudrücken, während er vom physischen Körper umhüllt ist.

Bevor wir auf die Erde kamen, hatten wir unseren Weg gewählt. Unser Bewusstsein vor der Geburt war in der Lage, all die Vertiefungen zu erforschen, die sich im unterbewussten Teil unseres Geistes befinden. Hier auf Erden müssen wir durch eine Krise gehen, die zum Katalysator wird, der beginnt, das Bewusstsein zu wecken, das wir ursprünglich hatten. Eines Tages wird es uns klar werden. Nichts geschieht ohne Sinn.

Der Geist ist der Materie überlegen. Was aus dem Geist ist, hat Bestand, was aus der Materie ist, nicht. Deshalb muss jeder sterben. Es ist nicht leicht. Aber alles ist durch ein unfehlbares Gesetz geregelt. Die Liebe ist der Schlüssel, denn die Liebe ist der Ausdruck des Großen Geistes, Gottes, des Herrn, des Schöpfers, welchen Namen die Menschen auch immer verwenden möchten.


Sibyllen-Weisheit

Orakel von Delphi – John Collier (1850-1934)

In einen Trancezustand versetzt schenkte Pythia in Delphi den Suchenden angeblich prophetische Wahrheit.

Ihre Worte, gleich einer Melodie aus ferner Zeit, waren wie Strahlen, die den Ängstlichen durch die Schatten leiteten. Pythia und die Sibyllen, geheimnisvolle Seherinnen und Meisterinnen der Weisheit, waren wie Wächterinnen des verborgenen Wissens, das sich nur Ausdruck verlieh, wenn Geist und Herz bereit waren, es zu empfangen. Ihr Blick schien durch die Schleier der Zeit hindurchzugehen, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Oft vernahm der Fragende ihre Worte mit Schrecken; ungläubig folgte er ihrer warnenden Stimme, die mit wachsender Klarheit Hoffnungen gab oder nahm. Manche Orakel ließen erschaudern, manche trösteten und klärten.

Doch gerade in der Härte der Wahrheit liegt eine Kraft, die verändert.
Sie zwingt dazu, das eigene Leben zu überdenken, Illusionen zu brechen und aus der Essenz dessen zu erkennen, was wirklich ist.

Die weisen Frauen der Antike, jene stillen Hüterinnen des Wissens, sprachen in Rätseln, doch ihre Worte waren wie Samen, die nur in einer offenen Seele Wurzeln schlugen.

Sie öffneten Türen zu Pfaden, die zuvor im Nebel verborgen lagen, und zwangen den Suchenden, einen Schritt ins Unbekannte zu wagen, um Antworten in sich selbst zu finden.

Auch heute noch bieten Kartenlegerinnen gegen Bezahlung eine Voraussage an. Doch Vorsicht, diese Inanspruchnahme kann zu einem gewissen Suchtverhalten führen, das sehr viel Geld kostet, wenn man es zu oft in Anspruch nimmt. Nur wenigen Wahrsagerinnen ist es erlaubt, tatsächlich Wahrheit zu sehen.

Doch wohin man sich wendet, entfliehen kann niemand vor sich selbst. Tief im Innern fühlt man, wenn man sein Leben ändern muss.

Alle Planeten, die ganze Natur, alle Wesen, haben Einfluss auf das Leben.
Aber Meister der Seele ist jeder selbst, trägt persönliche Verantwortung und bestimmt das eigene Schicksal, je nach spirituellem Fortschritt.

Inquisition – Teil 2

Fortsetzung vom 22.05.25

Inquisition – Gemälde von Pedro Berruguete, um 1495

Damals im Spätsommer, als sich die Liebenden zum letzten Mal sahen, hatte das Unheil seinen Lauf genommen. Jakobus war am nächsten Tag zum Abt geeilt und hatte ihn um seine Entlassung aus dem Kloster ersucht. Hunderte Male hatte ihn der Abt nach dem Grund seines Anliegens gefragt, doch Jakobus hatte lediglich zugegeben, dass er in den Osten des Landes gehen wollte. Doch im Auge des Abtes funkelte die List und Schläue eines Fuchses, als er Jakobus abermals zur Rede stellte.

„Das größte Übel von allen ist das Weib! Das zweitgrößte ist die Reformation!“, entfuhr es dem Abt voller Hass.

„Bruder Jakobus, Ihr könnt mir nichts vormachen. Vor einem Jahr hatte ich bemerkt, wie Euer Blick zu ihr flog…diesem Weib, das unter unschuldiger Miene der Messe folgte. Damals hatte ich Euch gefragt, ob sie Euch etwas angetan hätte. Ich hatte Euch gesagt, ihr sollt Euch vor ihren Blicken hüten! Wie kamen solch lockende Blicke in ein Bethaus? Nur der Teufel selber kann sie dort hineingebracht haben! Du hast den Tempel des Herrn geschändet, in dem Du Deine lüsternen Blicke umherschweifen ließest. Das Böse war mit Dir und mit ihr! Wenn es wahr ist, dass dieses Weib dahinter steckt, und Du ihr nicht auf immer abschwören willst, wirst Du am Galgen baumeln, während sie brennt!“

Jakobus war zusammengezuckt. Er neigte sein Haupt zu Boden und schwieg nachdenklich.

„Wer ist das Weib, das in gottgeweihter Tracht Unfrieden in die Klosterstille trägt? Ein Solches ist Teufelswerk und gehört ausgemerzt bis auf den Grund! – Wie dieses hier!“, donnerte die Stimme des Abtes, der nun etliche Pergamente in die Höhe hielt. Es waren die Pamphlete, die Jakobus heimlich erstellt hatte.

„Diese ketzerischen Schriften fand man in Eurer Zelle!“, schrie der Abt triumphierend und außer sich vor Wut. Doch Jakobus schwieg noch immer. Dieses Schweigen machte den Ankläger nur noch wütender. Er betätigte seine Tischglocke, wonach ein anderer Mönch erschien, mit dem er hastig und ungehalten ein paar Worte wechselte. Wenige Minuten später kehrte der Mönch mit den Gesellen des Henkers zurück und nahm Jakobus mit in das feuchte Verließ des Klosterkellers, wo er gebunden blieb, bis der Abt ihn zwei Tage später noch einmal ordentlich ins Gebet nahm.

Jakobus dachte an seine Geliebte…seine einzige und ewige, die er niemals lassen wollte, und nun zwang ihn dieser sadistische Kleriker in die Knie, um das Siegel dieses ewigen Bundes zu brechen. Jakobus hatte sich stark genug gefühlt, die bösen Stimmen zu besiegen, die sich gegen seine Liebe aussprechen würden.

Als ihn jedoch der Abt in den kalten, feuchten Kerker bringen ließ, verließen ihn bereits in der ersten Nacht die guten Vorsätze. Von irgendwoher hörte er die angst- und schmerzerfüllten Aufschreie einer Frau, danach heiseres Männerlachen. Das Quietschen des Rades und die in Mark und Bein dringenden Schreie der Geräderten ließen Jakobus vor Angst erzittern.

Am Morgen, als der Abt ihn zum wiederholten Male befragte, war er klein und ängstlich zu Kreuze gekrochen. Er gestand alles und bezeichnete seine Geliebte als die Schuldige für all seine Verfehlungen. Er leistete Abbitte vor Gott, beichtete all seine Sünden und bat um Ablass und Gnade. Der Abt hatte sein Ziel erreicht, und Jakobus war erstaunt, als dieser ihm diese voller Großmut gewährte.

Doch dann zeigte der Gewaltherr sein wahres Gesicht, denn er unterwarf diesen Akt der Absolution einer grausamen, einzigen Bedingung: Jakobus sollte den Scheiterhaufen anzünden, auf dem sein geliebtes Weib vom Leben zum Tod befördert werden sollte.

Jakobus willigte ein, und obwohl es ihm schwer fiel, seine Fassung nicht zu verlieren, schwieg er voller Betroffenheit und aus Angst um sein eigenes Leben. Dann durfte er unbehelligt in seine Klosterzelle zurückkehren.

Fortsetzung folgtTeil 3

Assimilation

= Angleichung eines Einzelnen oder einer Gruppe an die Eigenart einer anderen Gruppe, eines anderen Volkes

Bild von Ri Butov auf Pixabay

Man denkt, dass die Entwicklung der Menschheit langsam vorwärtsschreitet. Jedoch scheint es den Menschen auch heute noch nicht zu gelingen, aus ihrem „Steinzeit-Verhalten“ herauszukommen.

Wer meint, der in die Welt gesetzte Antisemitismus würde vor allem durch die bildungsferne Schicht verbreitet, liegt falsch. Der unterschwellige Judenhass der Bevölkerung, wurde durch teils offenen Antisemitismus vieler Studentenverbindungen befeuert, zu dem die Kirchen das nötige ‚Brennmaterial‘ lieferten. Kirchgänger wurden manipuliert: „Juden sind böse. Sie haben unseren Jesus ans Kreuz geschlagen.“

Nicht nur die katholische Kirche hat dies der ungebildeten Gesellschaft vermittelt, auch die evangelische Kirche und Martin Luther hat durch seine negativen Äußerungen „…das Judentum sei eine von Gott verdammte Religion, weil sie Jesus von Nazareth nicht als den Messias anerkennen“, dazu beigetragen. Das Relief „Judensau“ an der Stadtkirche in Wittenberg, das um 1200 entstanden ist, sollte Juden ausgrenzen, verhöhnen und demütigen. Noch immer ist es dort als historisches Denk-mal zu sehen.

In seinem Lustspiel „Die Juden“ hatte Gotthold Ephraim Lessing diese positiv dargestellt. Aber die Stimmen der Kritiker verstummten nicht, die da behaupteten, einen anständigen und edlen Juden gäbe es gar nicht.

Die seit Generationen hier lebenden Juden warteten vor ca. 200 Jahren zunächst auf die Einbürgerung, wonach sie sich trotz aller antisemitischen Anfeindungen zur Einheit von Deutschsein und Judesein bekannten. Sie waren stolz darauf, Deutscher und Jude zu sein.

Nach Erhalt der Bürgerrechte hatten sie darauf gehofft, dass es viele Generationen später vielleicht keinem einzigen Menschen mehr einfallen wird, zu bezweifeln, dass sie Deutsche sind.
Sie haben ihre religiöse Kultur mit Würde getragen und sich selbst als Deutsche gefühlt und wollten als Deutsche wirken. Doch Ressentiments zwischen Juden und Christen erschwerten den Alltag, obwohl jüdisch erzogene Männer im 1. Weltkrieg für Deutschland gefallen sind.

So ist es heute noch in Deutschland. Auch heute warten die ausländischen Mitbürger auf Einbürgerung und Arbeitserlaubnis. Wird es die erhoffte Zugehörigkeit nur auf dem Papier geben?

Menschen sind wie Tiere, die ihr Revier verteidigen wollen, wenn es darum geht, andere Kulturen, Hautfarben und Religionen zu akzeptieren.

Solch ein Verhalten geht immer erst von Erwachsenen aus, die sich durch bösartige Lügen in das positive Denken der Kinder einmischen. Meine Eltern hatten mir beispielsweise verboten, mit einem italienischen Mädchen zu spielen, weil ein deutsches Kind nicht mit einem ausländischen spielt.

Jüdische, muslimische und christliche Erwachsene würden in einträchtiger Weise miteinander verkehren, wenn sie dies bereits als Kinder getan hätten. Für Kinder ist es natürlich, die gegebenen Verhältnisse anzunehmen; ihnen ist alles neu, und wenn anders, dadurch spannend. Sie würden von selber nie auf den Gedanken kommen, dass man gegen Menschen von anderer Haut- und Haarfarbe oder anderer Nasenbildung auch ein anderes Verhalten zeigen müsse.

Ich finde es schlimm, wenn Menschen auf die Bezeichnungen „Jude“, „Migranten“ oder „Ausländer“ reduziert und deshalb ausgegrenzt werden. Fremdartige Speisen, andere Feiertage, andere Gotteshäuser, ja selbst auch andere Sprachen – haben wir uns daran noch nicht gewöhnt!? Deutsche reisen durch die ganze Welt und lieben ‚ausländisches‘ Essen. Nur, wenn zu viel Fremdes die Heimat ‚verfärbt‘, schließen sie schnell die Türe.

Es wird Zeit einander schätzen zu lernen und nicht mit Demütigung auf andere herabzublicken. Es ist wie beim Bruchrechnen: Es gibt immer einen gemeinsamen Nenner!

Zahlenmystik – 13

Dornröschen – Scherenschnitt von Lotte Gützlaff (geboren 1892 in Berlin)

Die Gematrie – das ist die Interpretation von Worten mit Hilfe von Zahlen, habe ich hier noch einmal im Bild dargestellt:

Sie beruht auf der Tatsache, dass im griechischen und im hebräischen Alphabet den Buchstaben aufgrund ihrer Stellung im Alphabet bestimmte Zahlenwerte zugeordnet sind.

Angeblich soll die Kabbala erst um 1200 entstanden sein, wobei diese Zahlenmystik sehr viel älter sein muss, da die gesamte Bibel davon ‚durchzogen‘ ist. Mathematik hat einen mystischen Hintergrund. Durch Rechnen 1+3 erhält man das Resultat 4. Beinhaltet die 4 nicht vier Schichten, die schrittweise vollzogen 1+2+3+4 mit dem Resultat 10 ergeben müsste?! So erklärte bereits Pythagoras (570-510 v. Chr.) , in der 4 liegt die ganze Welt.  Ein Hauptelement der frühen pythagoreischen Zahlenlehre war die Tetraktys („Vierheit“), die Gruppe der Zahlen 1, 2, 3 und 4, deren Summe die 10 ergibt.

Die seit dem Mittelalter von der Kirche verbreitete Mär vom ‚bösen Juden‘ lässt erahnen, dass nicht nur dieser Irrglaube der 13, als Unglückszahl, nach und nach in den allgemeinen Volksglauben überging.

Das letzte Abendmahl

Grund dafür war Judas, ein Jünger von zwölf, der als Verräter des Jesus von Nazareth Schuld an dessen Gefangennahme und Ermordung trug. Jesus war demnach 13. Person und Mittelpunkt in dieser Runde.

Die Zahl 13 ist nur durch sich selbst und durch die Zahl 1 (Gott) teilbar; sie ist eine Primzahl und trägt den Buchstaben MEM =Mutter. Dieser Buchstabe des hebräischen Alphabetes  lockt den Geist in die Materie hinein und vermaterialisiert ihn bei der Geburt als Mensch. Das bedeutet für den Geist Tod, allerdings nur einen Scheintod. Der Geist wird wie Christus auferstehen, wenn er in der Materie selbstbewusst geworden ist. Dann wird er sich nicht mehr mit seinem sterblichen Körper identifizieren, sondern weiß, dass er den Körper nur als ein Offenbarungswerkzeug braucht. Er ist nicht selbst Körper und wird es nie sein. MEM steht auch für alle Wiedergeburten, die aus vorangegangener Zerstörung entstehen. So ist die Tarotkarte 13 der Sieg des Geistes, gleichzeitig Ende und Anfang.

Jeder Kreis trägt sieben kleinere Kreise in sich, also ein Drittel des Durchmessers des großen Kreises. Die dreidimensionale Protektion eines Kreises ist eine Kugel. So trägt eine dieser kleineren Kugeln, dreizehn kleinere Kugeln in sich, deren Durchmesser genau ein Drittel des Durchmessers der großen Kugel ist. Dieser Aufbau zeigt, dass die 13. Kugel in der Mitte ‚verschwunden‘ ist. In den Augen der Welt liegt sie begraben von den anderen, ist also tot. Deshalb bedeutet die Zahl 13 im Tarot „Tod“.

Deshalb mögen Menschen diese Zahl nicht. Da agiert etwas Unfassbares im Hintergrund.

Die Zahl 12 gilt als Maßstab der Zeit = Stunden / Monate / Jahr /Tierkreiszeichen.
Die Zahl 13, die danach kommt, geht an der Zeit vorbei, ist nicht nennbar, nicht vorhanden – ein Geheimnis, das über die Zeit hinausweist.

Auch im Märchen „Dornröschen“ finden wir diese Zahlen. Zwölf Feen sind zum Fest geladen, um das Mädchen zu segnen, eine dreizehnte übergeht man, weil für sie kein Goldteller mehr da ist. Die übergangene 13. Fee verzaubert das Mädchen und lässt sie 100 Jahre schlafen, obwohl sie sie ursprünglich töten wollte. Nach dieser ‚Ruhezeit‘ wird sie durch Liebe wieder lebendig gemacht.

So wurde eine Entwicklungsperiode beendet und eine neue konnte begonnen werden.

Die Zahl 13 ist keine Unglückszahl, sondern sie weist auf etwas hin, das im Verbogenen geschieht. Der Mensch wird überleben, denn der Geist kommt auf die Erde, um sich zu entwickeln, zu wachsen, sich zu entfalten und sich auf seine wahre Heimat vorzubereiten, nicht auf die vorübergehende Bleibe, die die Erde bietet. Wir werden dorthin zurückkehren, wo wir begonnen haben, und weiterleben, nachdem wir verlassen haben, was die Erde zu bieten hat, damit jeder seinen Teil im großen universellen Plan beitragen kann.

Das Sehen von Gott in seiner Doppelheit

Tertium non datur von Nebelspur

Die Bibel – von Gott inspiriert aber von Menschen gemacht, mit Geschichten aus der damaligen Zeit, die in anderer Form immer noch auf der Welt existieren. Real-kritisch muss man sagen: Damals glaubte man noch an Satan und Beelzebub und an Krankheiten, Gebrechen, die durch Dämonen ausgelöst wurden. ‚Der Böse‘ lauerte überall, denn alles, was unerklärlich war, galt als böse.
Die Menschen waren ungebildet, primitiv und manipulierbar.

Matthäus, Markus und Lukas schrieben über das Gleichnis, Jesus hätte einen Besessenen, der blind und taub war, geheilt. Als die Pharisäer davon hörten, behaupteten diese, dass Jesus von Beelzebub besessen sei, der durch Satan das Böse im Menschen austreibt. Jesus fragte die Ankläger, wie denn der eine Satan einen anderen austreiben könne und sagte, dass das gar nicht möglich sei, weil beide sich dadurch selbst zerstören würden.

Beelzebub (übersetzt: Herr der Fliegen), nennt das, was sich bei uns in der Vielheit ausdrückt. Diese Vielheit erdrückt! Das ist eine Seite des Bösen, der die Welt ersticken lässt. Zu viel des Werdens – als Frucht am Baum der Erkenntnis. Daraus folgen Erkrankungen mancher Art, körperlich und seelisch. Diese Vielheit verbrennt in uns das Göttliche, das heißt, die Sehnsucht dorthin erstickt, weil wir im Außen scheinbar alles haben.

Satan bedeutet im Hebräischen „der Hinderer“. Er verhindert, dass im Menschen Liebe sein kann, nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch bei allem im Leben. Er gönnt anderen kein Glück.

Beelzebub und Satan sind auf demselben Niveau – zwei dienen derselben Sache: dem Bösen im Menschen.

Jesu wusste, dass die Schriftgelehrten ihn nicht verstehen können. Der Heilige Geist ist zu leicht für ihr Bewusstsein. Er lässt sich nicht wägen oder messen.

Denn wer die Bibel nur geschichtlich, also historisch-kritisch untersucht, wird ihre wahre Essenz nicht erkennen. Man sucht nach wissenschaftlich belegbaren Beweisen. Nur wenn diese vorliegen, glaubt man. Die ‚andere Seite‘ das Nicht-Weltliche, kann man nicht durch ein Studium erreichen. Nur die innere Sehnsucht wird dorthin führen. Es kann oft Jahre dauern, bis sich das Wort öffnet, nämlich dann, wenn man selbst offen dafür ist und einsichtig.

Jerusalem = Jeruschalajim: das Sehen von Gott in seiner Doppelheit, im Paradox; dieses und das Andere stimmen überein, Leben und Tod, Gut und Böse, etc. Was man hier gut nennt, ist nicht immer gut, und was du böse nennst, ist nicht immer böse. Hier bleibt es immer ein Suchen, eine Gratwanderung. Man sucht Gott in der Vollkommenheit. Wir können nicht wissen, wer oder was Er ist. Wir suchen Ihn irgendwo in der Ewigkeit, als Glück, jeder auf seine Art.

Wer äußerlich schaut, gesetzmäßig genau und danach urteilt, ist wie die Pharisäer, die Heuchler.

Übergang in die nächste Dimension

Im Gebet: „Herr, erlöse uns von dem Bösen…“, klingt es anders als früher, denn „Das Böse“ hat plötzlich Namen. Die Welt ist voll von diesen Namen.

Aber müsste man nicht zunächst klären, was oder wer überhaupt „böse“ ist? Der Mensch mit seinem dreidimensionalen Wesen ist in seinem Blick beschränkt. Sind Menschen böse durch ihre Handlungen, durch ihre Empathielosigkeit? Wer oder was treibt sie dazu?

Laut Maya-Kalender leben wir am 7. Schöpfungstag. Der Übergang zum 8. Tag wird ähnlich sein wie die Sintflut, die bereits im Gilgamesch-Epos und später in der Bibel beschrieben worden ist. Diese Dimension muss enden, damit die nächste beginnen kann, sowie der 7. Tag der Schöpfung enden wird.

Gen 6,17: (Gott sprach) Ich will nämlich die Flut über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben. Alles auf Erden soll verenden.

Erzählt diese Geschichte von einem ‚bösen‘ Gott? ER war derjenige, der beschlossen hat, alle Lebendigkeit auf Erden zu vernichten, weil die „Wesen der Erde voller Gewalttaten waren“.

Die Bibel ist voll von Geschichten, wie zum Beispiel die Teilung des Meerwassers durch Moses, mittels von Gott gegebener Zauberkraft, damit die Israeliten Ägypten verlassen konnten, mit anschließender Tötung der Verfolger im Auftrag des Pharaos in 600 Streitwagen mit je 3 Männern besetzt.

Ob sich diese Berichte tatsächlich so ereignet haben, ist Nebensache. Man darf sie nicht dreidimensional sehen, sondern sollte den tieferen Sinn darin zu finden versuchen. Wieder war eine Zeitdimension zu Ende – eine neue begann.

Die Zeit läuft im Eilschritt davon. Mit ihr die dritte Dimension in ihrer Art des Denkens, Fühlens und Verhaltens. Sie entschwindet, muss sich verändern. Jeder Mensch wird wechseln zum Bewusstsein der vierten Dimension, gefolgt von der fünften etc. Mit höherem Bewusstsein wächst die Sicht auf spirituelle Wahrheiten, die in der vierten Dimension verborgen bleiben.

Man fühlt sich mitverantwortlich für die Armen, Unterdrückten dieser Welt und möchte jede Hohlheit verdammen. Gewisse Taten kann man nicht fassen, die in der Politik geschehen oder im Krieg mitten in Europa. Ich denke oft, dass es besser wäre, wenn der Eine oder Andere nicht mehr da wären. Dann wieder: Es sind doch auch nur Menschen.

Ist es deren eigenes Bedürfnis zu töten, töten zu lassen oder steckt eine ‚höhere Macht‘ dahinter? Ist das biblische Wort: „ Alles auf Erden soll verenden.“, wieder an der Zeit, aktuell zu sein?

Wer oder was ist Werkzeug zur Umsetzung der Naturgesetze des Großen Geistes, um auf diesem Planeten ein harmonisches Miteinander zu erreichen? Die plötzliche Entschleierung meines Wesens erschreckt mich, wenn ich meinen inneren Weg der Gewaltlosigkeit verlassen muss, um meinem Gerechtigkeitssinn und meiner Nächstenliebe entsprechend zu handeln.

Der Pfad der Versuchung ist schmal und das Innerste meiner Seele bleibt ein „verschleiertes Bild “. Hin und wieder wird einer dieser Schleier gehoben. Das allzu Menschliche, das dort manchmal zum Vorschein kommt, gefällt mir ganz und gar nicht.

Auch, wenn man meint, ‚man würde gegen Windmühlen kämpfen‘, möchte ich mich nicht von den würgenden Konflikten des Molochs „Zeitgeist“ erdrücken lassen. Irgendwie muss man, und besonders dann, dem christlichen Glauben und den ethischen Grundsätzen gerecht werden.

Sehr wohl darf ich das ungerechte Tun gewissenloser Mitmenschen anprangern. Aber das Tun liegt nicht in der Tat, die sich als letzte Auswirkung darstellt. Es liegt bereits im Denken, jenseits des Werdenden und Gewordenen. Können wir die Welt verbessern, wenn wir Taten erzwingen oder Taten unterdrücken? Das setzt nur Gewalt gegen Gewalt, Irrtum gegen Irrtum. Frieden lässt sich nicht erkämpfen. Man wird niemals den Schauplatz des Kampfes verlassen.

Man muss die trüben Quellen der Gedanken mit reinem Wasser klären. Jede Näherung der Quellen ist ein Schritt zur neuen Erkenntnis und tieferem Verstehen. Die Ereignisse, die der Mensch jetzt nicht beherrschen kann, und gegen die er kämpft, werden sich wandeln und verändern, weil er selbst sich gewandelt hat. Dann wird der Weg in die nächste Dimension ein Spaziergang sein.

Dies ist der Sinn der Worte des Heilands: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch dieses alles zufallen.“

Friede ist das Meisterwerk der Vernunft. – Immanuel Kant

Akademie Platon’s

Im alten Rom kannte man die lateinische Aussage: Si vis pacem para bellum = Wenn du Frieden willst, rüste zum Krieg.

Es ist immer gut, wenn Menschen für den Frieden beten und sich bemühen, mit den höheren Wesen zusammenzuarbeiten. So können diese Kraft in unsere Welt lenken, um Kriege, Gewalt und all das zu beenden, was die Zivilisation, in der wir leben, stört und bedroht.

Es wird immer und für lange Zeit irgendwo Kriege geben, weil die Menschen eine einfache Wahrheit noch nicht gelernt haben: Alle sind Teil einer großen geistigen Familie. Man kann zwar die Körper töten, aber die Geister nicht zerstören. Solange dieses Wissen nicht geteilt und von denjenigen, die die Angelegenheiten in den verschiedenen Ländern lenken, in die Praxis umgesetzt wird, wird es zwangsläufig zu Kriegsausbrüchen kommen.

Wenn der physische Körper abfällt, erweisen sich alle Glaubensrichtungen, für die Menschen lange gekämpft und gestrebt haben, als leer und vergeblich, sinnlos und zwecklos, denn sie haben nicht das Wachstum der Seele um ein Jota gesteigert, das nur durch den Dienst am Nächsten vermehrt wird, denn wenn der Mensch sich verausgabst im Dienst an andere, wächst seine Seele in Gestalt und Stärke.

Was nützt die irdische Erfahrung des Menschen, wenn sie im Vergleich zur Ewigkeit so begrenzt ist? Die Ewigkeit ist die Summe einer unendlichen Anzahl von Erfahrungen. In der Ewigkeit spielt jede Erfahrung, jede Handlung, jedes Wort und jeder Gedanke eine Rolle, so klein sie auch sein mögen. Die Ewigkeit ist das Ergebnis all dieser gesammelten Erfahrungen, und wenn eine davon fehlt, gibt es kein vollständiges Gleichgewicht.

In einem großen Orchester mit drei- oder dreihundert Musikern hat der Mann, der die Triangel spielt, der vielleicht als der unbedeutendste Instrumentalist angesehen wird, eine wichtige Rolle zu spielen, denn wenn er, wenn seine Zeit gekommen ist, den falschen Ton anschlägt, oder wenn er es versäumt, seinen Ton zum Volumen hinzuzufügen, dann würde die ganze Symphonie verzerrt werden. So ist es auch mit dem irdischen Leben. Es ist Teil, und zwar ein wesentlicher Teil, der Ausbildung der Seele, in der sie die Spuren dieser Ausbildung für immer unauslöschlich registrieren wird.

Frei nach Platon:

Wer den Frieden liebt, soll in den Krieg ziehen;
wer den Krieg liebt, wird ihn im Frieden schaffen.
So findet sich jeder, ewig schreitend durch das Tor des anderen, bis ihm nichts mehr fremd ist.

Oktober in Europa

Rap: Antilopen Gang

Keine Sonne auf der Sonnenallee
Du gehst mit Kippa noch nicht mal auf die Champs-Élysées
Die Zeiten sind rau und ich weiß nicht genau
Ob ich mich trau‘, morgen nochmal in die Zeitung zu schau’n
Und ich dreh‘ meine Runden
Seit dem 7.10. will ich das Gespräch nicht mehr suchen
Überraschung: Auch Greta hasst Juden
Damals war’n ganz schnell die Täter verschwunden
Heute sind die größten Antisemiten
Alle Antirassisten, gegen Hass und für Frieden
Und der Kanzler hört sich so bestürzt an
Danach trinkt er Tee mit den Mördern
Es ist ein Irrgarten, es ist das nackte Grau’n
Du denkst schon lang daran, mit deinen Kindern abzuhau’n
Es hieß doch „Nie wieder Ohnmacht“
Es wird Oktober in Europa

Oktober in Europa
Oktober in Europa

Es wird früher dunkel, in den Straßen schwarzer Rauch
Zorniges Geschrei, die Fassaden flackern blau
War das jetzt ein Böller oder war das schon ein Schuss?
Stolpersteine werden dieses Jahr nicht mehr geputzt
Es ist kalt geworden, sie macht die Heizung an
Und bringt die Kleinen dann ins Bett, sagt ihnen: „Keine Angst“
Dann nimmt sie die Mesusa aus dem Türrahmen
Dafür steht hinter der Tür jetzt ein Schürhaken
Mein Taxifahrer redet wie ein Nazi
Führe lieber keine Diskussionen auf der Party
Freunde und Freundinnen mit starken Überzeugungen
Hamas-Propaganda an Kreuzberger Häuserwänden
Osama wird auf TikTok zum Superstar
Linke Tasche Pepperspray, rechte Tasche Kubotan
Sie zieht die Kapuze tiefer ins Gesicht
Omas Kette mit dem Stern trägt sie lieber wieder nicht

Oktober in Europa
Oktober in Europa

Im September hab‘ ich vor der roten Flora noch Klavier gespielt
Siebentausend Antifas machen ein’n auf Wir-Gefühl
Tränen fließen bei dem Lied „Mein Vater wird gesucht“
Und einen Monat später waren alle seltsam ruhig
Ist auch kompliziert, muss man einfach beide Seiten seh’n
Wenn Terroristen Frau’n in Leichenhaufen vergewaltigen
Davidsterne werden an die Haustüren gesprüht
Ist das jetzt diese sogenannte Israelkritik?
Zivilisten in Gaza sind Schutzschild der Hamas
Schutzschild der Nachfahr’n der Judenvergaser
Schutzschild der sonst immer so Mutigen
„Blabla, nie wieder Blabla“-auf-Instagram-Sager
Berkeley näher an Teheran als an San Fran‘
Also an den Mullahs und nicht den Studenten
Ich wollt ja zur Antifa-Demo gegen Judenhass
Aber gab keine in Berlin, gute Nacht

Oktober in Europa

Symbolik der Menora

Israel wurde schon mehr als 100 Jahre vor 1948 als das von Gott versprochene „Gelobte Land“ angesehen. Schon die biblische Geschichte schreibt davon:

Gen 26,3-5: Halte dich als Fremder in diesem Land (Kanaan*) auf! (sprach Gott zum König der Philister**) Ich will mit dir sein und dich segnen. Denn dir und deinen Nachkommen gebe ich alle diese Länder und erfülle den Eid, den ich deinem Vater Abraham geleistet habe.  Ich mache deine Nachkommen zahlreich wie die Sterne am Himmel und gebe ihnen alle diese Länder. Mit deinen Nachkommen werden alle Völker der Erde sich segnen…

* Seit 136 n. Chr. (etwa Mitte der Römischen Kaiserzeit) heißt die Region Palästina.
**Mykenischer Kulturkreis ca. 1230 v. Chr.

In der Geschlechterfolge Abrahams wurde diesem von der Ägypterin Hagar, einer Magd seiner Ehefrau, der Sohn Ismael geboren. Dieser steht sinnbildlich für den Islam, der eheliche Sohn Isaak für das Judentum. Abraham ließ auf Wunsch seiner Ehefrau, die Magd samt deren Sohn schutzlos in die Wüste schicken.

Wie man sieht, spielen diese historischen Bilder auch heute noch eine Rolle. Nichts scheint sich geändert zu haben. Die momentane Regierung Israels hat den Gedanken „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ aus der Bibel wörtlich genommen. Alleine herrscht sie im ‚gelobten Land‘.

Abraham wird im Judentum und im Islam als deren Urvater angesehen. Demzufolge müsste das angeblich von Gott versprochene Land beiden Parteien zugeeignet werden.

Man hatte eine schlechte Wahl getroffen, als man diesen Landstrich nur einem Volk zuteilte und nicht zwei Staaten daraus machte. Diese Ungerechtigkeit wird immer wieder zu Auseinandersetzungen führen. Das „Land der Verheißung“ sollte nicht nur unter israelitischer Herrschaft stehen.

Verantwortung für die Gräueltaten meiner Vorfahren trage ich, weil ich deren Ahnenkette fortsetzen kann, weil ich lebe, und Menschen durch deutsche Hand sterben mussten. Ich fühle mich mitverantwortlich für ihre Taten, obwohl ich sie niemals begangen habe.

Es ist wie ein Uhrwerk. Eine Generation ist wie ein Rädchen, eine weitere ebenso eines, etc. Jedes greift in das andere und setzt dadurch Geschichte in Gang. Wir sind Teil davon.

Für mich ist es beschämend und entsetzlich, wenn hierzulande der Judenhass wächst und sogar „Stolpersteine“ einer Stadt vollständig über Nacht entfernt worden sind, wenn jüdische Menschen nicht mehr ohne Angst auf die Straßen oder in die Schulen gehen können.

Im Ersten Weltkrieg sind Juden für Deutschland in den Krieg gezogen und gestorben. Im Zweiten Weltkrieg wurden ca. 6.000.000 Menschen durch deutsche Fanatiker getötet. Was wäre, wenn dies niemals geschehen wäre? Diese Menschen und deren Nachfahren würden immer noch hier leben. Sie brauchten keine Integration, denn sie waren deutsch. Andere Kulturen hätte dieses Land nicht gebraucht. Das Judentum gehörte zu Deutschland! Was wäre wenn?

Leider gibt es in jeder Religion Fanatiker, die mit Gewalt ihre angeblichen Rechte durchzusetzen versuchen. Jedes Mittel scheint dann recht zu sein. Egoisten gibt es überall auf der Welt. Sie fühlen sich nur gut, wenn sie andere schikanieren können. Empathielose Geschöpfe, die sich nehmen, was sie wollen. So beispielsweise verfolgt Israel eine Politik des weiteren Siedlungsbaus, und scheut sich nicht, palästinensische Gebiete im Westjordanland zu seinem Staatseigentum zu erklären.

Sie scheinen den Text Gen 26,3-5 wörtlich zu nehmen: