Weihnachtsfest, Zeit der Erinnerungen. Früh lernten wir als Kinder diese Klänge, wie schon die Alten hatten einst gesungen; die Kirche war gefüllt bis in die ob’ren Ränge.
Das Orgelspiel klang feierlich und trug den Ton der Flöten durch die Reihen. Wir sangen Christ entgegen, frohgemut; der Saal war ganz erfüllt von Glanz und Freuden.
Vor dem Altar sah ich die Englein schweben, ich malte mir den Heiland, neu geboren. Der Tag war mir ein himmlisches Erleben, ich wurde aus dem Alltag fortgehoben.
Hell strahlend fiel herab der lichte Traum, nahm mir die Sorgen fort und Nöte, es streifte mich des Lichtgewandes Saum, als wenn’s der ganzen Welt Erlösung böte.
Ich war ein Kind und glaubte an Gespenster; der Winter war ein eisiger Patron, und er malte Blumen an mein Fenster, manchmal träum‘ ich noch heut‘ davon.
Mal sah’n sie aus wie eine Rosenhecke, mal wie Drachen aus dem Fabel-Land, und dann kroch ich unter meine Decke, und hielt den Teddy fest in meiner Hand.
Das ist ungezählte Winter, ungezählte Jahre her, und die Eisblumen am Fenster, die blühen heut‘ nicht mehr.
Ich bin viel zu sehr erwachsen und das Träumen fällt mir manchmal schwer, denn die Eisblumen am Fenster, die blühen heut‘ nicht mehr.
Und ein Schneemann stand in unser’m Garten, der konnte mit mir reden, ist doch klar. Half mir wie ein großer Freund beim Warten, bis es Zeit für die Bescherung war.
Das Feuerwehrauto hab‘ ich gleich gesehen; der Weihnachtsmann hat wirklich dran gedacht! Ich nahm es mit ins Bett beim Schlafengehen, und die Eisblumen haben uns bewacht.
Das ist ungezählte Winter, ungezählte Jahre her, und die Eisblumen am Fenster, die blühen heut‘ nicht mehr.
Doch manchmal, wenn ich Kinder spielen seh‘ im Winterschnee, dann hab‘ ich das Gefühl, die Eisblumen sind ganz in meiner Näh’ und ich kann sie sehen, wenn ich will!
Manchmal dauert’s viele Winter, doch dann wird ein Traum von früher wahr, und die Eisblumen am Fenster, die sind dann wieder da.
Und die Wunder aus der Kindheit, die sind auf einmal vorstellbar, denn die Eisblumen am Fenster, Die sind jetzt wieder da.
Schwer, wenn die Schritte vor Barrieren stehen und jedes Denken schwächt das Weiterschreiten. Gefahrlos sind die Wege kaum zu gehen, zu undurchsichtig die Unwägbarkeiten.
Türmen Barrieren auf; der fremde Wille beherrscht manch menschliches Geschick. Dann wird zum Drahtseilakt die Tatenfülle, jede Bewegung mahnt mit Todesblick.
Der Menschen Absicht ist mal gut, mal böse; Bekriegen dient als Waffe und als Schutz. All die Soldaten in dem Kriegsgetöse sind auf dem Weg der Pflicht, die töten muss.
Marschieren durch die vielen Dornenranken, den Stacheldraht, der keine Blüten trägt; das Schlimmste dieser Welt sind die Gedanken, wenn sie zum Schlachtfeld ziehn, das nie vergeht.
Die vielen Herrscher über Krieg und Frieden, die nur befehlen und bequem aus ihren Sesseln der Würde Unantastbarkeit verbiegen und sie durch falsche Pflichten an sich fesseln.
Sind wie die Steine, kalt, mit leeren Worten, wenn sie mit Eigenlob und Aberwitz berichten, sie kümmert nicht die Schönheit mancher Orte, die sie in ihrem Größenwahn vernichten.
Der Weg der Pflicht wird oft zum Überwinden, wenn er der inneren Wahrheit nicht entspricht, denn jeder Schritt wird dann zum Missempfinden, fehlt es an Liebe und an Zuversicht.
White are the far-off plains, and white The fading forests grow; The wind dies out along the height And denser still the snow, A gathering weight on roof and tree Falls down scarce audibly.
The road before me smooths and fills Apace, and all about The fences dwindle, and the hills Are blotted slowly out; The naked trees loom spectrally Into the dim white sky.
The meadows and far-sheeted streams Lie still without a sound; Like some soft minister of dreams The snow-fall hoods me round; In wood and water, earth and air, A silence everywhere.
Save when at lonely intervals Some farmer’s sleigh, urged on, With rustling runner and sharp bells, Swings by me and is gone; Or from the empty waste I hear A sound remote and clear;
The barking of a dog, or call To cattle, sharply pealed, Borne, echoing from some wayside stall Or barnyard far afield;
Then all is silent and the snow falls Settling soft and slow The evening deepens and the grey Folds closer earth and sky The world seems shrouded, far away.
Its noises sleep, and I as secret as Yon buried stream plod dumbly on and dream…
Schnee
Weiß sind die fernen Ebenen, und weiß wachsen die verblassenden Wälder; Der Wind verstummt in der Höhe, und immer dichter wird der Schnee, Eine zunehmende Last auf Dach und Baum fällt kaum hörbar herab.
Die Straße vor mir glättet sich und füllt sich schnell, und ringsum verschwinden die Zäune, und die Hügel werden langsam ausgelöscht; Die kahlen Bäume ragen gespenstisch in den trüben weißen Himmel.
Die Wiesen und weitläufigen Bäche liegen still und ohne einen Laut da; wie ein sanfter Diener der Träume hüllt mich der Schneefall ein; in Wald und Wasser, Erde und Luft herrscht überall Stille.
Außer wenn in einsamen Abständen der Schlitten eines Bauern, angetrieben von raschelnden Kufen und schrillen Glocken, an mir vorbeischwingt und verschwindet; oder wenn ich aus der leeren Einöde einen entfernten, klaren Laut höre.
Das Bellen eines Hundes oder der Ruf an das Vieh, scharf und laut, hallt wider von einem Stall am Wegesrand oder einem weit entfernten Hof;
Dann ist alles still und der Schnee fällt, weich und langsam. Der Abend wird tiefer und das Grau hüllt Erde und Himmel immer enger ein. Die Welt scheint verhüllt, weit entfernt.
Ihre Geräusche schlafen, und ich, heimlich, wie ein begrabener Bach, tappe stumm weiter und träume…
Die Traumwelt schloss sich und die Nachtgespenster verteilten sich im Dunst des Morgengrauens; sie klebten als Erinnerungsschwaden vor dem Fenster, verloren sich am Fuß des Träumebaumes.
Durch trübe Scheiben ließ man mich erkennen, was heute farblos und verwaschen scheint, gegeißelt hab‘ ich meines Körpers Brennen, mich ausgeschaltet, wenn die Seele weint.
Heut‘ denk‘ ich an des Vaters starke Arme, wie sie mich manchmal schlugen, ohne Grund, herzlos schien er, voll Wut, ohne Erbarmen, als er mich fast erschlug zu jener Stund‘.
Erinnere mich an Mutters kalte Blicke, ihr Schweigen, um dem Vater beizupflichten. Zum Ausgleich all der blutigen Geschicke vergab ich ihnen, duldend und nicht richtend.
Dann kam die Zeit, die nur dem Körper diente, niemals der Seele, mitnichten dem Verstand. Auswege, die ich mir selbst verminte; der Schrei nach Liebe, die mich niemals fand.
Die vielen ‚Werkstattmänner‘, wie Maschinen, die an mir schraubten, werkelten und gingen, wie ich das Los zog, all die zu bedienen, die mich benutzten, um mich zu verdingen.
Als Einverständnis haben’s alle aufgefasst, weil ich geschwiegen habe, wie das Mädchen, das sich gehorsam fügte, denn die alte Last hing elternhörig am verbundenen Fädchen.
Längst sind sie fort, der Tod hat sie genommen. Gedanken kreisen. War’s das, was ich wählte? Bin ich auf diesem Lernpfad angekommen, zu unterscheiden, was mich ständig quälte?
Zusammenfassung: Dieses Gedicht ist ein Zeugnis davon, wie Gewalt und Vernachlässigung eine Seele brechen und wie das antrainierte Schweigen ein Leben lang nachhallt. Es ist ein tief dunkler Text, aber das Niederschreiben dieser Dunkelheit ist an sich schon ein Akt der Selbstermächtigung und des Lichts.
Ganz gleich, wie Weihnachten gefeiert wird, das Fest bringt Glanz und Licht in die dunklen Wintertage. Da werden Stimmen laut, die darauf hinweisen, Weihnachten sei ein heidnisches Fest. Was ist heidnisch? Andersgläubig? Das würde bedeuten, alle Nichtchristen wären Heiden. Ich sehe das anders.
An Gott-Vater glauben, an den Schöpfer dieses herrlichen, einzigartigen Planeten, kann der Mensch auch ohne Zugehörigkeit zu einer renommierten Kirche. Hier wird unterschieden zwischen dem Christen-Gott und beispielsweise Allah, dem Gott der Muslime. Dabei gibt es nur EINEN Gott. Auch Andersgläubige feiern Weihnachten. Für die Muslime gilt Jesus immer schon als bedeutsamer Prophet.
In ihrer Heiligen Schrift, dem Koran, gibt es ebenfalls eine Geburtsgeschichte Jesu. In den Versen 22 und 23 der 19. Sure wird erzählt, dass Jesus an einem „fernen Ort“ unter einer Palme geboren wurde. Vorangestellt ist hier – wie auch in der Bibel – das Wunder der Empfängnis, der Beweis, dass Gott Dinge aus dem Nichts erschaffen kann. Muslime sehen in Jesus einen Propheten, den sie Isa nennen, einen Gesandten Gottes, aber nicht – anders als die Christen – seinen Sohn.
Sind wir nicht alle Kinder Gottes? Mal mehr, mal weniger spirituell; viele in außergewöhnlicher Gestalt und mit Talenten ausgestattet, die nur von Gott gegeben sein können. Talente, die andere heilen, die mit Worten berühren. Die ‚sehend‘ machen, da, wo zuvor noch ein ‚blindes‘ Bewusstsein herrschte. Auch Jesus hat ‚sehend‘ gemacht, und obwohl er immer nur selbstlos für die Menschen da war, haben genau diese ihn ans Kreuz schlagen lassen, um ihn zu brechen. Damit sie in die Welt hinausschreien können: „Seht nur, er ist doch gar nicht Gottes Sohn! Er stirbt, wie alle anderen Menschen auch!“
Er war ein Mensch. Das hat Jesus nie bestritten. Aber er war in besonderer ‚Verbindung‘ mit der Sphäre, die manche leugnen. Er war einzigartig, wie jeder Mensch einzigartig ist. Aber seine Botschaften werden Ewigkeiten überdauern, weil sie zeitlos sind.
In einer angeblichen Engel-Offenbarung an Seth (3. Sohn Adams und Evas) wurde diesem mitgeteilt, dass in 5.500 Jahren Gottes Sohn käme und den Körper Adams wieder auferstehen lassen würde, als Zeichen, dass Jesus wirklich der Messias sei. Die verborgene Schrift, aus der diese Weisheit stammte, soll im Tempel Jerusalems aufbewahrt worden sein.
Dann gibt es noch die Fundamentalisten, die es sich auf den wortgetreuen Bibelversen bequem machen und behaupten, das Fest sei heidnisch. Sie lehnen alles ab, was mit diesen Tagen zusammenhängt, und brüsten sich damit, besser zu sein und Gott wohlgefälliger, als die anderen Menschen.
Wenn ich auf den Kommerz rund um das Weihnachtsfest schaue, kann ich verstehen, wenn man ein solches Fest nicht feiern möchte. Geht der Sinn der Geschichte verloren, wenn ich den Menschen, die ich liebe, Geschenke mache? Sicher nicht! Dabei denke ich an die ‚Heiligen drei Könige‘, die dem neugeborenen Jesuskind Geschenke brachten. Sie schenkten Gold, Weihrauch und Myrrhe. Gold zum Zeichen, dass er der Besieger des Bösen und aller Hasser ist, Weihrauch zum Zeichen, dass sein Geist von den Toten aufersteht, erhaben über Himmlisches und Irdisches, und Myrrhe zum Zeichen, dass er die Bitterkeit des Leidens und des Todes erfahren wird.
Auch wir sollten das Böse besiegen und an ein Weiterleben glauben. Alles, was wir hier auf Erden erfahren, werden wir mitnehmen hinter den Horizont, damit wir nach einer Zeit des Ausruhens ein neues Weihnachtsfest feiern dürfen. Das ist ein Geschenk von Gott an uns.
Du schwebst im Dunkel, bald wirst du erstrahlen. Oh, Weihnachtsstern, so flüchtig fern dein Bild, zeig deinen Glanz, so wie vor vielen Jahren, wo Mensch erinnerungsträchtig die Erneuerung fühlt.
Ein Kindlein einst als Unschuldsfrucht erblühte, ein unbeschriebenes Blatt im Weltgeschehen, um das sich Magier ferner Länder mühten, ihm Zeichen schenkten, seine Zukunft sehen.
Gold schenkten sie, sodass der Hass versiegt und Böses dieser Welt nur Gutes bringt; Weihrauch, dass einst sein Geist den Tod besiegt, der, auferstanden ins Bewusstsein dringt.
Die Bitterkeit des Leidens und des Todes, als Zeichen wurde Myrrhe ihm geschenkt; entkam dem Plan des mordenden Herodes, den Weg zunächst nach Bethlehem gelenkt.
Geboren unter'm Weihnachtsstern in Liebe, Du, Herr des Lichts, im Geist auch dieses Jahr, der Ziel und Ursprung ist im Weltgetriebe, Dein inneres Leuchten wird uns offenbar.
Mit Mühen bin ich emporgestiegen, hab oft in stachlige Disteln gegriffen, musste die inneren Dränge besiegen, Kummer hat meine Seele geschliffen.
Auf spitzen Steinen bin ich gegangen, über Wege, wo nur Ängste begleiten; als ich Auswege suchte, blieb ich gefangen, im Moloch gewohnter Gebundenheiten.
Glauben hab ich aus dem Blick verloren und die Demut, die sich gern unterjocht; hab verdrängt, irdische Götter erkoren, fühlte, wie mein Herz ‚schreiend‘ pocht.
Erlöst von den Übeln, die mich beschwerten, hat mich das Schicksal zur rechten Zeit. Nicht Wissenschaft war es, die mich belehrte, nur Gott in mir, der mir Flügel verleiht.
Nat „King“ Cole – Nathaniel Adams Coles (1919-1965)
Text:
The Christmas Song
Chestnuts roasting on an open fire Jack Frost nipping at your nose Yuletide carols being sung by a choir And folks dressed up like Eskimos
Everybody knows a turkey and some mistletoe Help to make the season bright Tiny tots with their eyes all aglow Will find it hard to sleep tonight
They know that Santa′s on his way He’s loaded lots of toys and goodies on his sleigh And every mother′s child is gonna spy To see if reindeer really know how to fly
And so I’m offering this simple phrase To kids from one to ninety-two Although it’s been said many times, many ways Merry Christmas to you
Übersetzung:
Kastanien rösten auf offenem Feuer; Jack Frost beißt dir in die Nase. Weihnachtslieder werden vom Chor gesungen, und die Leute sind wie Eskimos gekleidet.
Jeder weiß, dass ein Truthahn und etwas Mistelzweig dazu beitragen, die Weihnachtszeit zu verschönern. Kleine Kinder mit leuchtenden Augen werden heute Nacht kaum einschlafen können. Sie wissen, dass der Weihnachtsmann unterwegs ist. Er hat jede Menge Spielzeug und Leckereien auf seinem Schlitten.
Und jedes Kind wird heimlich beobachten, ob Rentiere wirklich fliegen können. Und so sage ich diesen einfachen Satz zu Kindern von eins bis zweiundneunzig, auch wenn er schon oft und auf viele Arten gesagt wurde: Frohe Weihnachten euch allen!
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