Wie alles vergeht, wie alles verschwindet, was wir geliebt und was uns verhasst! Alles, was uns hier auf Erden verbindet, wird uns zuteil, weil’s die Seele erfasst.
Denn jedes Tun, jede Tat, die berührend, erhebt kurz das Denken und Fühlen ins Licht. Streift uns das Leid, im Schmerz, den wir spüren, zeigt sich des Lebenssinns wahres Gesicht.
Drängt uns zu neuem Denken und Handeln, entflammt Empathie mit heilender Kraft, erlöst uns selbst von Verwirrtheit mit Wandel, nährt die Materie durch geistige Macht.
Das Schöne in der Welt, es trägt ein Lachen mit Stimmen froher Kinder, hell und rein, legt Farbenvielfalt über graue Sachen - ein kleines Lächeln lässt sie bunter sein.
Zu wachsen in dem Garten unserer Seele und darin neue Triebe zeugen zum Gedeih, wie Blüten prangen und aus heller Kehle das Glück besingen, das uns blüht, dabei.
Den tiefen Sinn des Lebens zu erfassen, der nur gezeigt wird in der Einsamkeit; die stillen Stunden in sich wirken lassen und jeden kühlen Schatten Dankbarkeit.
Zeit zwischen Morgenrot und Abend, den Zauber fühlen, wie des Windes Hauch; getanes Werk wie Diamanten tragen, wie Gold, was gut im Leben auch.
In alten Fotos kramen und Geschichten die Schönheit zeigen und Vergänglichkeit; die Liebe fühlen, die durch alle Schichten Erinnerung trägt durch alle Zeit.
Der Duft von frisch gebackenem Brot und Stimmen, die uns vertraut von alters her, wenn Feuer in den alten Öfen glimmen, taut längst Erkaltetes im Flammenmeer.
Es gibt so vieles, das dem Blick entgleitet, wenn man‘s im Alltagsdrängen übersieht. Ein Augenblick kann sein, der Glück bereitet; die gute Tat, die Zukunft weist, geschieht.
Das Schöne in der Welt ist leis und hofft, dass du’s in deiner Gegenwart entdeckst. Schon immer ists bei dir und wie so oft hat es in kleinen Dingen sich versteckt.
Sie spielen in den Trümmern ihrer Stadt, zwischen zerbombten Häusern im Rauch. Ihr Leben, das erst begonnen hat, ist jeder Leichtigkeit beraubt.
Sie laufen barfuß durch den Dreck und träumen nicht von besseren Tagen, weil sie bisher an diesem Fleck solche noch nie gesehen haben.
Was sie verloren, wo nichts war, nur Angst und Schreie, Hungersnot, wird in den Kinderaugen klar: sie sind in tiefster Seele tot.
Verstecken ist kein Spiel, nur Bangen; die Bomben schlagen ein und wieder sehn sie die Menschen fallend schwanken. Die Angst ist still und lähmt die Glieder.
Im Schatten ducken sie und klagen, schauen durch Fenster ohne Scheiben, Flugzeuge kreisen, Bomben tragend; sehn Eltern, die verzweifelt weinen.
Sie kennen keinen Baum, kein Tier. Was wünschen sie in dieser Zeit? Sie kennen doch nichts anderes hier! Voll Staub und Blut getränkt, ihr Kleid.
Der Krieg nimmt vieles, Freiheit, Leben; er raubt die Kindheit, stiehlt das Spiel, doch hinter allem bösen Streben, erblüht ein neues Lebensziel.
Wie können Kinder ohne Liebe voll Tod und Angst die Zukunft sehen? Sind auf der Welt keimende Saaten, die in Hass und Tränen untergehen.
Die weibliche Natur scheint ausgestorben, jede will männlich sein in deren Sinn. Als Frau geboren, unweiblich geworden - ein Sternchen* zeigt nicht, wer ich bin.
Liest man etwas mit vielen *in und *innen, um klarzumachen: Hier herrscht Gender-Geist, will Frau betont nur ‚starken‘ Eindruck bringen, was auf die Minderwertigkeit im Denken weist.
Von außen schöpferisches Tun des Mannes, der stets bewundert wird für seine Kraft, im Hintergrund die starke Frau, die kann es, was Mann mental niemals alleine schafft.
Ein jeder Mensch wird beides in sich einen, der Mann, das Weibliche, die Frau, die Männlichkeit, wie Yin und Yang den Geist in sich vereinen, stehn sie als Gegensätze dieser Welt bereit.
Jede Zeit trägt einen Trauerflor, der sich um die Tragik mancher Jahre bindet, die, was unerschütterlich zuvor, niederreißt und Härten überwindet.
Bis zur bitteren Neige leeren wir den Schierlingskelch in vollem Zug; sind Gesetz gebunden, sie zu wehren, bringt uns Not. Ist das Erdulden klug?
Zeitgeist lässt sich schwer vertreiben, ist Prozess, der sich ins Leben schlich. Mensch schuf ihn! Die Zeit wird zeigen, war sein Schaffen schlecht und fürchterlich?
Gab er den Ahnungslosen ein Verstehen, ein offenes Ohr, Geborgenheit, Vertrauen? Lässt ihn Erkenntnis in die Richtung gehen, wo zeitlos Glückliche das Land erbauen?!
Mit Weisheit füllt die Schale eures Lebens, bis sie vom Strom des Segens überquillt; bietet dem Licht im Herzen euer Streben, gebt aller Dunkelheit von ihm ein Bild.
Lasset vom Strom euch weitertragen, bis alle Finsternis in Licht verkehrt; lasst innere Reinheit sich euch offenbaren, bevor der Fluss des Lebens sich ins Meer entleert.
Als würd Verbindung reinster Harmonie die Kette sein mit ungeahnter Kraft, die gegenwärtig das Vergangene trägt und hoffnungsschwanger Zukunft möglich macht.
Die alte Burg diente dem Zweck des Zwanges, der Burgherr zog selbst machtvoll alle Zügel, und statt im Staub zu kriechen, dem gelang es zu fliehen, auch mit gebrochenem Flügel.
So, wie man Reben an die Pfähle bindet, hielt man sich fest am Kreuz der Kathedralen, damit der ‚Geist‘ voll Süße hoch sich windet, ließ man das arme Volk für Lügen zahlen.
Der Prunk des Klerus leuchtet in den Hallen, wenn eitler Glanz Tiara’s Rom verhüllt. Wo ist der milde Herr, der in uns allen durch seine Lehre Seelenkummer stillt?
Sucht in den Quellen, tief in uns vergraben, nicht in den Türmen vor Jahrtausenden gemauert; schöpft wie aus Wasser, das mit heil’gen Gaben gefüllt, vom Eis gelöst, die Wahrheit überdauert.
Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen.Cookie settingsACCEPT
Privacy & Cookies Policy
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.