In Träumen blicke ich ins Weite, geh still den Weg, der unser war; Nachdenklichkeit geht mir zur Seite, macht mir Vergangenes offenbar.
Zeugt jeder Stein und Baum des Weges von deiner Gegenwart allhier, so wird mein Gang – ein Traumerlebnis, ein Weg, der tiefen Seufzer mir.
Nur Trauer fühl’ ich, übermächtig, in mir da toben Gram und Pein. Mein Gang ist schwer, mein Schritt bedächtig, denn heut geh‘ ich den Weg allein.
Der Wind, er haucht mir deinen Namen: „Mein Liebes“ schwebt mir sanft durchs Licht. Doch, ach, der Spott kennt kein Erbarmen, wenn er mit deiner Stimme spricht.
Treibt voller Hohn mit diesen Worten nun Wehmut in den Herzensgrund; fühl’ ich an den vertrauten Orten, noch deinen Kuss auf meinem Mund.
Dort steht verwaist die Bank. Und wieder füllt sich mit Traurigkeit mein Herz, und meine tränenschweren Lider, verschließen sich in wehem Schmerz.
Wo bist du, dem ich so vertraut, der mich so sanft und zart umfing? Nichts blieb mir! Wie der Morgen graut, so graut in mir mein Lebenssinn.
Warst meines Daseins reichste Fülle, in Liebe hülltest du mich ein. Trag deren inhaltslose Hülle, in eine leere Zeit hinein.
Die Luft um uns hängt voller Geigen, der leise Wind ist ganz erfüllt von Glücksgefühl. Ein Strahlenreigen umspielt dein liebes, trautes Bild.
Der Zweige sanftes Auf und Nieder klingt rhythmisch, wie ein Flügelschlag, es schwingt in unsren Herzen wieder, der golddurchwirkte, heitre Tag.
Wie Flüstern hebt das Blätterrauschen von Baum zu Baum sich, wie ein Chor. Es singt und klingt – wir stehn und lauschen und Seligkeit durchströmt das Ohr.
Wir fühlen Harmonie und Frieden, der unsre Seelen sanft erfasst, vereint mit der Natur, getrieben von Liebe, fern von aller Last.
Diashow „Dorflandschaft“ oder „Das verschwindende Russland“ nach Gemälden großer russischer Maler. Musik: Balalaika-Solo – Alexei Archipowski (Cinderella).
Jeden Menschen von innen her verstehen, in dessen eigener Muttersprache und Kultur. Ihn nicht nur als Besatzungsmacht zu sehen, die lieblos ist und dort zum Töten nur.
Dient der, der tötet, nicht dem höheren Geheiß? Dient er der Macht und mordet auf Diktat, weil er ums Leben kämpft? Was ist der Preis? Er leidet für Regierung und Verrat!
Als man ihn lehrte, dass der Feind zu töten sei, weil die Armee, in der er diente, ‚Gute‘ sind, da wählte er die eigene Tauglichkeit, um frei die Waffen abzufeuern, hörig, wie ein Kind.
Wer einmal in den Krieg zog, der bleibt dort, denn niemals kehrt er ganz nach Haus' zurück. Er käme fremd an seinen Heimatort, und fände dort nie mehr sein Lebensglück.
Aus unerfüllter Liebe und aus Schmerz in innerer Zerrissenheit und Leid, zerfließt, kaum aufgeblüht das wehe Herz – singt wie die Nachtigall in dunkler Zeit.
Die weite Landschaft russischer Kultur, die melancholisch und gefühlvoll träumt, steht für die Sehnsucht selbst, zeigt ihre Spur von Größe, die die Steppe säumt.
Urew’ge Liebe, Anfang und Vollendung, Ursprung und Ziel! An jeder Wegeswendung rückschauend halt ich Rast, um mich zu laben, und auf den Spuren, die mein Fuß gegraben, geht das Erinnern meinen Weg zurück…
Und aus den Stapfen, die entgegenkommen, steigt Bild um Bild. – Du hast sie mir genommen, weil sich mein Herz, das allzu leicht verschenkte, ans Bild verlor. Doch immer wieder drängte mein hoffend‘ Herz zu nie erfülltem Glück. –
Wie ein Verbannter zog ich einst die Straßen, als ein Verkannter litt ich ohne Maßen. Nur Halbheit war mir, wo ich Ew’ges meinte, bis sich mir Bild um Bild in Dir vereinte. Von Deinem Glanz ist jedes nur ein Stück!
Urew’ge Liebe, Vater aller Wesen, Dein Siegel steht auf jeder Stirn zu lesen, Dein Glanz strahlt mir aus allen Augen wider, Dein Segen strömt als Licht zur Erde nieder.
Eh ich Dich suchte, bist Du mir begegnet, eh ich mich sehnte, hast Du mich gesegnet!
Die Welt von einst: In dunklem Eichenholz gerahmtes Bild in Öl; auf alter Leinwand, gelb vom Dunst, doch unter leichtem Krakele spricht jeder Pinselstrich von Kunst, die Ehrfurcht zollt dem Geist, der aus dem Rahmen fiel, den der Betrachter in Erinnerung bewahrt, und sich im Denken als ein Funken „Gestern“ offenbart.
Die Zeit vergeht, so zäh wälzt sie sich oftmals, wie ein Lavastrom und so behäbig, manchmal scheint’s, sie ist nur Illusion.
Durch die Epochen kommt sie gekrochen; doch halten kann man sie nie, und irgendwann wird sie vergehen, mit ihr das Zeitgeschehen, und eine neue Zeit sie folgt der alten, so wie ein endlos' Band geknüpft an die Gewalten der vergang’nen Zeiten, steht sie in dunklem Kleid und hast du sie erkannt, wird sie dir sanft entgleiten.
Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen.Cookie settingsACCEPT
Privacy & Cookies Policy
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.