Bist so, wie mancher Stern, schon lang erloschen, doch seh‘ ich dich im Glanze immerdar, ein Bild, das voller Geist und Leuchten war; wo Sonnen hier auf ihre Schatten stoßen, im Erdendunkel, löschte aus dein Avatar*.
Jesus heilt eine blutflüssige Frau – 4. Jahrhundert Katakombe Petrus Marcellinus Rom -s. Lukas 8,44
Was wir ersehnt, erstrebt, erhofft, es treibt wie altes Holz im Strom des Lebens, wir träumen manchen Lebenstraum vergebens und widmen unser Herz dem Falschen oft. Zurück bleibt nur die lichte Liebe, die wir schenkten; oft ist sie nur ein Funke, mal ein helles Denken, das in uns Sonne wird, die durch uns scheint, und wenn sie Irdisches mit Himmlischem vereint, dann geht ein stilles Leuchten durch den Raum und flüchtig küssen wir den Saum Seines Gewandes.
Fortgeweht sind die Gedanken, flogen mit dem Wind der Zeit dahin, Ursache und Wirkung sich verbanden, auf die Reaktionen zu Beginn.
Wirkungen, die auf die Taten folgten, nahm die Zeit ins nächste Element; das Hervorgebrachte trieb wie dunkle Wolken, das Gerechtigkeit und Wahrheit trennt.
Wer dem Leben Schaden angerichtet, richtet sich im Bannkreis der Moral, doch Vergeltung, die selbst körperlich vernichtet, steht in Ewigkeit in Seelenqual.
In der Körperlosigkeit des Unerlösten, wird manch Frevel auf dem Geiste lasten, denn das Urteil zwischen Gut und Böse hat er nicht dem Höchsten überlassen.
Herbststurm wirbelt – Welt wird kühler, greift das Land mit tausend Händen, so, als ob’s ein Spielzeug sei, wirft’s dann fort und zieht vorbei an den starren Häuserwänden.
Vollmond, hinter Wolkenbergen - manchmal nur schaut dich die Welt, lässt sie Himmelswege ziehen, als ob sie der Zeit entfliehen, die die Nacht gefangen hält.
Fahles Licht – ziehst an den Sinnen, treibst Gedanken, wie der Wind; in den mondbeglänzten Räumen, lässt du Mensch von Schatten träumen, die am Tag vergessen sind.
Es gibt Blüten, die nur in der Einsamkeit blühen, als Wunder, wie bezaubernd erscheinen, vielblättrig die Verborgenheit mühen, sich im Stillen verdeckt, mit dem Leben vereinen.
Es gibt Früchte, an Bäumen, knorrig und schwach, die mit ganzer Kraft Richtung Sonne treiben, als letzte Blüte - keine danach, sterbend, das Wunder des Lebens zeigen.
Es gibt Worte, die hell und verführerisch klingen und dunkle des Abschieds und des Vergehens, welche, die flüstern und andere, die singen, geheimnisvoll tief, die wir nicht verstehen.
Es gibt Seelen, empfindsam, die einsam berufen, entknospete Blüten, verborgen und schön; die im Stillen wirken in zahllosen Stufen, um nicht unfruchtbar im Schweigen zu stehen.
Romantisches Bild - Wunsch-Fantasie -, wo liebend verbunden in Harmonie, Menschen tanzend den Tag beginnen, sich umarmen, lachen, ihr Glück besingen,
mit geöffneten Händen den Segen empfangen, durch des Schöpfers Fülle zum Wohlstand gelangen, nicht auf die Rücken anderer treten und Steigbügelhalter der Macht anbeten.
Genügsamkeit, Freude im Einfachen finden, auch das kleine Glück dankend liebevoll binden; nicht Werte des Nächsten mit Füßen treten, für Gesundung der Menschheit um Heilung beten.
Gefolgt von Schatten sucht Mensch das Licht, die wärmende Quelle, die Heilung verspricht. Zwiespältig die Welt und das eigene Ich; Ewigkeitsworte, wenn ER innerlich spricht,
der selbst Steine belebt und fruchtbar erhält - aus dem Nichts bildet Er eine neue Welt. Im Klang der Worte enthüllt sich der Tag, der,erschaffen in Liebe, Harmonie schenken mag.
Schweigen, Stille, Dunkelheit – nur das Rauschen müder Blätter, die sich langsam lösen von den Zweigen. Schaukelnd fallen sie der Nacht entgegen, blühen noch einmal auf, in buntem Zauber, legen eine farbenfrohe Decke auf die Wege; majestätisch liegt die Welt im Sterben… und der Tod, er schreitet still darüber, um den Lebenskreislauf abzuschließen.
Herbstgedanken – Sonntagsstille ! Und die Uhr, sie tickt und tickt, streut monoton Sekunden in das Grau, das ruhig dahin fließt, wie ein träger Fluss. Ich treibe haltlos, sinke in das Nirgends; bin losgelassen, treibe ohne dich. Ertrinke in den Fluten der Gedanken, die mich ziehen, immer tiefer, und ich falle wie die Blätter von den Bäumen… und der Tod, er schreitet still darüber.
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