Die Welt von einst: In dunklem Eichenholz gerahmtes Bild in Öl; auf alter Leinwand, gelb vom Dunst, doch unter leichtem Krakele spricht jeder Pinselstrich von Kunst, die Ehrfurcht zollt dem Geist, der aus dem Rahmen fiel, den der Betrachter in Erinnerung bewahrt, und sich im Denken als ein Funken „Gestern“ offenbart.
Die Zeit vergeht, so zäh wälzt sie sich oftmals, wie ein Lavastrom und so behäbig, manchmal scheint’s, sie ist nur Illusion.
Durch die Epochen kommt sie gekrochen; doch halten kann man sie nie, und irgendwann wird sie vergehen, mit ihr das Zeitgeschehen, und eine neue Zeit sie folgt der alten, so wie ein endlos' Band geknüpft an die Gewalten der vergang’nen Zeiten, steht sie in dunklem Kleid und hast du sie erkannt, wird sie dir sanft entgleiten.
Manchmal sind Träume wie ein Fluss, voll von Gedanken, die wie Wasser fließen, als würd‘ erstarrte Zeit ein Bild aufschließen, weil manch‘ Verlebtes weiterströmen muss.
Dann pochen spürbar Herz und Seele verbinden sich mit ihm, in jedem Schlag. Man steht davor, an angezeigter Stelle, und kennt genau noch Haus und Tag.
Das Bild berührte, weckte Emotionen. Es steckt ein Trauma, unbewusst, darin. Obwohl schon lange Fremde darin wohnen, war’s nur verdrängt und unbewusst der Sinn.
Das Elternhaus erscheint mir oft im Traum; mich trägt vor dessen Bild die Illusion. Wahrhaftig seh‘ ich mich vor leerem Raum. „Loslassen!“, klingt es in mir, wie ein Hohn.
Der Wellengang - ein sanftes Sinken, Heben in Bild und Sein. Das Meer von innen her, ein grollend tiefes Beben, im gänzlich übervollen Wimmeln, nie allein.
Oh, fremde Welt, wo Wog‘ an Woge schlägt, die Tiefe unergründlich ist und lichtlos trotzdem Leben in sich trägt, das feurig glühend, dicht an dicht, den Ursprung zeigt, der uns geprägt und der das Licht in Schatten bricht.
Die Dimension des Wassers voller Leben mit winzigen Gebinden der Natur und riesenhaften Körpern – alle schweben.
So, wie ein Himmel schwergewicht’ger Dinge, an dem allein die Last des Lebens hängt, hin zu fast wasserlosem Sand-Gemenge, aus dem fast aus dem Nichts das Leben drängt.
Die Zeit zeigt nur des Menschen enge Sicht, die Unergründlichkeit des Geistes zeigt sie nicht.
Ob in Lüften, ob im Wasser, und in allen irdenen Zonen, überall im Weltenwandel, sollen gute Kräfte wohnen.
Wo die Reden nicht nur rauschen, in des Windes Luftgesang; Offenbarung soll verstehen, jeder Mensch in jedem Klang.
Sprache aus dem Mund des Kindes, gab der Schöpfergeist von oben. Welche Deutung gab uns Gott, welcher Segen kommt von droben?
Menschen kommen, Menschen gehen; andre Zeiten, andre Götter! Einer nur wird ewig bleiben, unberührt vom Zeitenwetter.
Denn Neuzeit erstürmt die alte – losgelöst erscheint die Kette, deren Glieder längst gerissen; wie ein Fluss, der treibt vom Bette.
Torheit wär’s, den Sturm zu schelten, als er Bäume spielend knickte: grolle nicht den Weltgewalt’ gen, die uns Tod und Kummer schickten.
Großer Frevel ist auf Erden Unglück, das nur Einer richtet. Sind des Herrschers Taten ‚groß‘, wenn er Mensch und Land vernichtet?
Über abgrundtiefen Rätseln huscht der Mensch mit leichtem Sinn. Reicht dem Einen eure Hände, dem, der übers Wasser ging.
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