Sein goldenes Blühen strahlte über allen, die sich versammelten, zu dieser Stunde. Des Meisters Nähe suchend, ihm gefallen, ein jeder Jünger folgte seiner weisen Kunde.
Man lauschte seiner wortgewandten Stimme; Er brach das Brot selbst mit dem längst Verführten. „Nehmt’s hin, es sei mein Fleisch im hohen Sinne, und seht, mein Geist ist der von Gott berührte.“
„Im süßen Wein liegt Wahrheit und das Leben. Bald wird er bitter werden wie mein Sterben. Soll zum Gedächtnis an mich Zeugnis werden, den Geist der Wandlung bringen im Verderben.“
Das ‚Brot des Lebens‘ ist der Geist des Einen, gebrochen mit den Menschen dieser Welt. Verführt und ohne Glauben, wie sie scheinen, hat Er als „Licht der Welt“ den Sinn erhellt.
Es zeigt sich – menschlich seine Form, gibt vielen ein Gesicht, nur Macht und Gier sind dessen Norm, Zerstörung das Gericht.
So schändet es die ganze Welt und spricht mit lauten Tönen, bringt ihr die Flötentöne bei, liebt nur die Reichen, Schönen.
Prunkvoll geschmückt sein weißes Haus, die andern reißt es nieder, es lebt im lauten Saus und Braus, Rad schlagend das Gefieder.
Stolziert wie mancher Pfau daher, mit stolzer Drohgebärde, der Kopf, zu klein für Empathie – ein ‚schwarzes Schaf‘ der Herde.
Vertreibung ist sein Steckenpferd, die Säuberung in Planung. Besitzen ohne Gegenwehr, sein Reden ist stets Warnung.
Gemeinheit ist ein dunkler Fleck in menschlichem Ersinnen, man reibt und reibt, er geht nicht weg, denn er sitzt ganz tief innen.
Aus „Wallensteins Tod“ von Friedrich von Schiller:
Nicht was lebendig, kraftvoll sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist’s, das ewig Gestrige, was immer war und immer wiederkehrt, und morgen gilt, weil’s heute hat gegolten! Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, und die Gewohnheit nennt er seine Amme. Nur zwischen Glauben und Vertrauen ist Friede!
Strahlend blauer Himmel wie ein Meer, so unergründbar tief und grenzenlos. Ein Nebelhauch am Horizont, nicht mehr, das Leuchten wolkenlos, so klar und groß.
Als wenn der Frühling immer ist und hell, die Blütenpracht, der Vogel auf dem Dach - er singt so voller Leidenschaft. Ein Quell, wohl inspiriert von Lust und Lebenskraft.
Die Energien schwirren durch den Raum und treiben Müdigkeit ins Morgenlicht, dort schwinden Traurigkeit und Traum, wenn warmes Strahlen durch die Scheiben bricht.
Ich folg‘ Deinem Ruf seit ewigen Zeiten, manch endlose Nacht hab ich Deiner gedacht. Dein Name wird mich in die Zukunft geleiten, Du hast manchen Sturm mir im Herzen entfacht.
Gesät hast Du Liebe in vielerlei Worten, gepflanzt wie die Rose, von Dornen befreit. Geleuchtet hast Du mir an finstersten Orten, warst Licht mir, hast Blüten auf Wege gestreut.
Durch brennende Welten hast Du mich getragen, gekühlt von des Windes balsamischem Hauch; hast Dichterworte in Felsen geschlagen, bist Sonne mir und Morgenstern auch.
Du sendest Worte mit Wahrheit zum Herzen, versiegelst sie dort im göttlichen Innen, erhellst die Fragen mit Wunderkerzen, gibst meinem Leben ein lichtvolles Sinnen
Nun, da die Frühlingsblumen wieder blühen, in milder Luft die weißen Wolken ziehen, denk ich mit Wehmut deiner Lieb und Güte, du süßes Mädchen, das so früh verblühte.
Du liebtest nicht der Feste Lärm und Gaffen, erwähltest dir daheim ein stilles Schaffen, die Sorge und Geduld, das Dienen, Geben, ein innigliches Nurfürandreleben.
So teiltest du in deines Vaters Haus den Himmelsfrieden deiner Seele aus. Bald aber kamen schwere, schwere Zeiten. Wir mußten dir die Lagerstatt bereiten;
Wir sahn, wie deine lieben Wangen bleichten, sahn deiner Augen wundersames Leuchten; wir weinten in der Stille, denn wir wußten, daß wir nun bald auf ewig scheiden mußten.
Du klagtest nicht. Voll Milde und Erbarmen gedachtest du der bittern Not der Armen, gabst ihnen deine ganze kleine Habe und seufztest tief, daß so gering die Gabe.
Es war die letzte Nacht und nah das Ende; wir küßten dir die zarten weißen Hände; du sprachst, lebt wohl, in deiner stillen Weise, und: oh, die schönen Blumen! riefst du leise.
Dann war’s vorbei. Die großen Augensterne, weit, unbeweglich, starrten in die Ferne, indes um deine Lippen, halbgeschlossen, ein kindlichernstes Lächeln ausgegossen.
So lagst du da, als hättest du entzückt und staunend eine neue Welt erblickt. Wo bist du nun, du süßes Kind, geblieben? Bist du ein Bild im Denken deiner Lieben?
Hast du die weißen Schwingen ausgebreitet, und zogst hinauf von Engelshand geleitet zu jener Gottesstadt im Paradiese, wo auf der heiligstillen Blütenwiese fernher in feierlichem Zug die Frommen anbetend zu dem Bild des Lammes kommen?
Wo du auch seist; im Herzen bleibst du mein. Was Gutes in mir lebt, dein ist’s allein.
Wilhelm Busch (1832-1908)
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