Nur eine Stunde trennt uns vom Realen - was Menschen tun, ist für die Konjunktur. Der Aufschwung drückt sich aus in Zahlen, das treibt uns auf die festgesetzte Spur.
Wir schalten um im Kopf, sind uns bewusst: Es ist doch nur die Winterzeit zu Ende. Stehn eine Stunde früher auf, mit Frust und legen Zeit aufs Konto Sommerwende.
Die Uhren stellt man eine Stunde weiter. Wer sagt den Tieren was von neuer Zeit? Die Katzen schlafen noch. Das wird ja heiter! Ist Zeitumstellung eine Kleinigkeit?
Unergründlich deine Rätsel, Welt, du bleibst uns stets verschlossen, und obwohl den Wissenschaftlern viele Dinge sich erschlossen, huscht der Mensch mit leichtem Sinn, durch Legenden vom Beginn.
Schreibt über die Weltgewalt’gen, die verwüsteten die Staaten, Völker mordeten; doch Frevel preist man oft als große Taten. Resümee aus der Geschichte: traue niemals dem Berichte.
Dummheit ist‘s, den Sturm zu tadeln, wenn er Mast und Spieren knickte; stille Wasser strebe an, wenn den Kiel der Sturmwind drückte. Wähl die Sanftmut, werd zum Bache - Seelenheil ist Menschen Sache.
Mensch, bist du gleich Regentropfen, der aus Feuchtigkeit gewoben, der gestürzt ins Nichts hier unten taumelt aus dem Nichts dort oben? Regen, fruchtbar sei dein Fallen, wie des Menschen Tat in allem!
Als ich mit 50 Jahren zu schreiben begann, habe ich dieses Gedicht von meiner geistigen Begleitung empfangen, die immer bei mir ist, wenn ich sie brauche. Ich denke gerne an die Anfänge meines Schreibens zurück. Die Verse habe ich damals ohne nachzudenken notiert. Jedes Wort war ein Geschenk, das ich hier noch einmal veröffentliche.
Sir Edward Burne-Jones (1833-1898), Phyllis and Demophoön
Ich möcht‘ aus deiner Seele lesen, erfühl’n die Göttlichkeit in ihr,
möchte als unerkanntes Wesen die Rose sein, vor deiner Tür.
Möchte dich in Gedanken halten, zum Tanze nah dich wiegend schwingen
und dir die Blume für dein Haar aus dem verbot’nen Garten bringen;
möchte im Mondschein dich bezaubern, mit Sternen, die am Himmel tanzen,
dir nur die schönsten aller Rosen in deine Herzenslaube pflanzen;
möchte dein Narr sein und dein Held, der treu und schützend dich umgibt,
der dich aus unsichtbarer Welt bereits seit Ewigkeiten liebt.
Will sanft dich sicher halten, wenn du zu fallen drohst,
Oft kreisen die Gedanken wie Planeten, um einen Mittelpunkt, der strahlt im Licht; manchmal lässt uns der Geist um Wahrheit beten, denn wir erkennen Gut und Böse nicht.
Der Kosmos ist so groß, der in uns klein, und jeder Stern ist eine eigne Welt - vielleicht ist schon sein Licht Vergangenheit, aus einer Zeit, die lange nicht mehr zählt.
Nachts staunen wir, wenn uns ein Stern am Himmelszelt sein fernes Leuchten schenkt, doch wir vergessen ihn in heller Welt, wenn unser Kopf an andere Dinge denkt.
Im Frühling werden an den Zweigen Knospen sprießen, als ob sie neu geboren sind; unzählig wird sich Blütenpracht ergießen und kurz gelebt, verwehen mit dem Wind.
Auch diese Zeit verweht. Ihr folgen, die einst neu geboren, sie blühen und vergehen; der Kosmos ist so groß und wir in ihm verloren – wir können nur den kleinen Teil verstehen,
der sichtbar ist und unseren Blick erhellt, nicht was im Dunkeln liegt und außer Sicht. Gerüstet schon, mit Wonne zu erblühen, ist die Natur im hellen Frühjahrslicht.
Man sieht ihn kämpfen, und wie er verliert, wenn gesetzte Pläne zerstört, wie er scharfe Worte, wie Pfeile gebiert - Ziel verfehlend und ungehört.
Wie er zweifelnd im Kreise sich dreht, nach einem Ausweg sucht; wenn Hoffnung vom Winde verweht, er seine Gegner verflucht.
Geht auf in Stein gemeißelten Stufen, brüchig und ausgetreten; gleitet aus, hört in sich „Hilfe“ rufen, wie eindringliches Beten.
Das Stafelholz ist freudig übernommen, es weitertragen, scheint zu schwer; denn, der die Höhe suchte, ist benommen - den Fall vor Augen, umso mehr.
Er suchte Größe, fühlte sich erwählt! Ein Damenopfer, um zu siegen? Er scheint schon kraftlos, ausgezählt, muss sich in Kompromissen wiegen.
Für alle Menschen strömt der gleiche Segen. Demokratie ist das, was zählt! Erkämpfte Mangelhaftigkeit auf allen Wegen. Verirrtes Volk, wen hast du dir erwählt?
Im ewigen Prozess, allmählich verwirklicht, umgewandelt von Unwissenheit in Wissen. Schrittweise und langsam vollzogen, Entwicklung – Evolution der Seele, bereit, aufzusteigen zu höheren Stufen; geistige Reife erlangen, vorübergehend in manifestierten Körpern, gleich welchem Alter entsprechend; Entwicklung und Entfaltung, Wachstum und Reifeprüfung, Bewusstsein, nicht fixiert an Zeit und Raum, nicht endlich im göttlichen Plan.
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