Du suchst dein wahres Ich ein Leben lang und fragst dich oft nach einem Sinn. Dein Geld treibt dich auf falschem Weg voran, denkst trotz des hohen Alters an Gewinn.
Mit über achtzig Jahren noch ein Haus, das neu gebaut wird - viel zu groß für dich?! Bald gehst du auf die Neunzig und mir grausts: Ein sehr viel kleineres ist längst in Sicht.
Kurzlebig nur noch, treibt dich dein Besitz. Niemand der hilft, für alles musst du zahlen. Des nachts, wenn Tod auf deiner Bettstatt sitzt, treibst du im Traum die Handwerker in Qualen.
Denkst du denn wirklich, du wirst ewig leben? Dein letztes Hemd hat keine Taschen! Gibt es in dir ein spirituelles Streben? Du hast noch viel zu tun, es reinzuwaschen.
Bald wirst du in den neuen Morgen gehn und orientierungslos, wie kleine Kinder sind, geistigen Auges Wirklichkeiten sehen, für die bisher dein Lebensinhalt blind.
Luftschlösser, die du einst erbautest, mit Geld, an dem mental du hingst, und der Besitz, dem du vertrautest, war nicht mehr als ein Truggespinst.
Abgehärtet durch das schwere Tragen mancher Krisen, die hier Wunden schlugen, war des Bauern Hand in alten Tagen, als sie sich durch Dornenfelder gruben.
Gegen Stein und Disteln mussten kämpfen, all die Arbeitsamen, die die Äcker bauten; Schwielen, die die Schmerzempfindung dämpften, wenn sie ihre Hände in die Dornen tauchten.
Spürten nicht einmal die tiefen Stacheln und die Nesseln, wie sie ätzend bissen; nahmen nicht so schwer des Krieges Krachen, wenn die Bomben große Krater rissen.
Sensibler Mensch – auch heute trägst du Sorgen, verletzlich kannst du Leben kaum ertragen; geistig gereift sind deine Hände weich geworden, leicht bluten sie an dornenreichen Tagen.
Seelengeformtes Schicksal deiner Stunden, trage mit Leichtigkeit des Daseins Los; lege Gelassenheit auf deine Wunden, lass sie die Schwiele sein, die Schmerz verschloss.
Eine Silberstraße übers Meer baut der Mond. Da komm ich dir entgegen, doch ein kurzes Stück nur, deinetwegen, dass du selber findest zu mir her.
Alle schlafen. Nur wer träumen kann, weiss die Erdenschuhe abzustreifen, und des Mondenlichtes Strahl zu greifen, und den Weg zu finden dann und wann.
An der Silberstraße deiner Träume steh ich oft … und oft gehst du vorbei, blickst mich an, als ob ich fremd dir sei, kehrst zurück in unerschlossne Räume.
Warten muss ich, warten dir zuliebe, bis du selber mir entgegenreifst, selbst des Mondenlichtes Strahl ergreifst. – Du wärst so allein, wenn ich nicht bliebe.
Wie ein Lächeln zeigte er am Fenster, dass die lauen Lüfte Hoffnung trugen und sich wiegend mit dem Tag vereinten. Lieblich ist des Frühlings Angesicht!
Rings umher sein warmes Strahlen, eisbefreit schmilzt unter seinen Händen, was ermuntert wird zu neuem Leben, wie des Baches Lauf in freien Fluten.
Blumen öffnen bald schon ihre Blüten, denn all jene, die den Herbsttod starben, richten sich erneut empor gen Himmel, um der Krone „Auferstehung“ Glanz zu tragen.
Majestätisch hat der Herbst zerstöret, was mit winterlichem Ausklang endet. Milde gibst du neu, in ewig gleichem Lauf, was du, Natur, einst nahmst mit ernster Miene.
Nach kurzem Schlummer schenkst du uns ein Lächeln, denn nicht vernichten wolltest du, nur ruhen. Gelöst hast du des Frühlings Fesseln. Der lang in holder Lust gefangen, tanzt bald zu Nachtigallentönen.
Wird auch der Liebe Frühling wiederkehren? So viele Wunden auf dem Feld der Trennung! Ein ew’ger Winter ist längst eingezogen und abgestorben ist das Grün der Hoffnung.
Die kargen Stundenblumen sind verwelkt im Leid; der Abschiedsschmerz hat sie hinfort gerissen. und unter kummervollen Tränenjahren sind die der Freude längst gewichen.
Die Zeit der Rosen bot mir ihre Dornen, und keine Sonne wird sie neu erwecken. Der goldne Frühlingsschimmer segnet lichterfüllt, treibt übers Grab „Vergangenheit“ den Hauch des Abschieds, denn niemals kehrt der Liebe Frühling wieder.
Energie des Lebens – empfangener Teil des Geistes, blütentreibend aus ur-ewigem Samen, Gesichter der Seelen, in neue Gewänder gekleidet, individuell, stets lernend; verborgene Edelsteine – diamantene Facetten am Schleifstein Leben geschliffen, kurzzeitig ausdrucksstark im physischen Körper, prädisponiert, den letzten Akt in neuem Glanz zu vollziehen.
Geist - Triebfeder der Existenz, zeitlos, unendlich, formt jede Manifestation des Lebens.
Schöpfer der Welten, dem Individuum angepasstes Sein, inkarniert in die menschliche Gestalt, in Seelen, ohne Anfang und Ende, zur ständigen Evolution.
Essenz des Großen Geistes, dem ICH BIN, der war vor den Menschen, der nicht Erschaffene – der immer sein wird, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen.Cookie settingsACCEPT
Privacy & Cookies Policy
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.