Eine Silberstraße übers Meer baut der Mond. Da komm ich dir entgegen, doch ein kurzes Stück nur, deinetwegen, dass du selber findest zu mir her.
Alle schlafen. Nur wer träumen kann, weiss die Erdenschuhe abzustreifen, und des Mondenlichtes Strahl zu greifen, und den Weg zu finden dann und wann.
An der Silberstraße deiner Träume steh ich oft … und oft gehst du vorbei, blickst mich an, als ob ich fremd dir sei, kehrst zurück in unerschlossne Räume.
Warten muss ich, warten dir zuliebe, bis du selber mir entgegenreifst, selbst des Mondenlichtes Strahl ergreifst. – Du wärst so allein, wenn ich nicht bliebe.
Wie ein Lächeln zeigte er am Fenster, dass die lauen Lüfte Hoffnung trugen und sich wiegend mit dem Tag vereinten. Lieblich ist des Frühlings Angesicht!
Rings umher sein warmes Strahlen, eisbefreit schmilzt unter seinen Händen, was ermuntert wird zu neuem Leben, wie des Baches Lauf in freien Fluten.
Blumen öffnen bald schon ihre Blüten, denn all jene, die den Herbsttod starben, richten sich erneut empor gen Himmel, um der Krone „Auferstehung“ Glanz zu tragen.
Majestätisch hat der Herbst zerstöret, was mit winterlichem Ausklang endet. Milde gibst du neu, in ewig gleichem Lauf, was du, Natur, einst nahmst mit ernster Miene.
Nach kurzem Schlummer schenkst du uns ein Lächeln, denn nicht vernichten wolltest du, nur ruhen. Gelöst hast du des Frühlings Fesseln. Der lang in holder Lust gefangen, tanzt bald zu Nachtigallentönen.
Wird auch der Liebe Frühling wiederkehren? So viele Wunden auf dem Feld der Trennung! Ein ew’ger Winter ist längst eingezogen und abgestorben ist das Grün der Hoffnung.
Die kargen Stundenblumen sind verwelkt im Leid; der Abschiedsschmerz hat sie hinfort gerissen. und unter kummervollen Tränenjahren sind die der Freude längst gewichen.
Die Zeit der Rosen bot mir ihre Dornen, und keine Sonne wird sie neu erwecken. Der goldne Frühlingsschimmer segnet lichterfüllt, treibt übers Grab „Vergangenheit“ den Hauch des Abschieds, denn niemals kehrt der Liebe Frühling wieder.
Energie des Lebens – empfangener Teil des Geistes, blütentreibend aus ur-ewigem Samen, Gesichter der Seelen, in neue Gewänder gekleidet, individuell, stets lernend; verborgene Edelsteine – diamantene Facetten am Schleifstein Leben geschliffen, kurzzeitig ausdrucksstark im physischen Körper, prädisponiert, den letzten Akt in neuem Glanz zu vollziehen.
Die Maske fiel. Alles vorbei!
Entblößt das wahre ICH im Spiegelbild.
Das Ende einer bloßen Gaukelei.
Es zeigt ein trauriges Gesicht,
ganz unverhüllt.
Du spielst die Rolle deines Lebens,
mit oder ohne Kreuz auf deiner Stirn.
Nur ein paar Tage suchtest du vergebens
in einem andern ICH dich zu verlier’n.
Doch du erwachst, nach Alkoholgenuss
erkennst zu spät das Übel deines Tuns.
Gefangener im Kerker deines Frusts,
wünscht du dir Asche auf dein Haupt
und kannst nicht ruhn.
Warum wollt ihr so lange warten, bis sie euren geschminkten Frauen und euch und den Marmorpuppen im Garten eins über den Schädel hauen?
Warum wollt ihr euch denn nicht bessern? Bald werden sie über die Freitreppen drängen und euch erstechen mit Küchenmessern und an die Fenster hängen.
Sie werden euch in die Flüsse jagen. Sinnlos werden dann Schrei und Gebet sein. Sie werden euch die Köpfe abschlagen. Dann wird es zu spät sein.
Dann wird sich der Strahl der Springbrunnen röten. Dann stellen sie euch an die Gartenmauern. Sie werden kommen und schweigen und töten. Niemand wird über euch trauern.
Wie lange wollt ihr euch weiter bereichern? Wie lange wollt ihr aus Gold und Papieren Rollen und Bündel und Barren speichern? Ihr werdet alles verlieren.
Ihr seid die Herrn von Maschinen und Ländern. Ihr habt das Geld und die Macht genommen. Warum wollt ihr die Welt nicht ändern, bevor sie kommen?
Ihr sollt ja gar nicht aus Güte handeln! Ihr seid nicht gut. Und auch sie sind’s nicht. Nicht euch, aber die Welt zu verwandeln, ist eure Pflicht!
Der Mensch ist schlecht. Er bleibt es künftig. Ihr sollt euch keine Flügel anheften. Ihr sollt nicht gut sein, sondern vernünftig. Wir sprechen von Geschäften.
Ihr helft, wenn ihr halft, nicht etwa nur ihnen. Man kann sich, auch wenn man gibt, beschenken. Die Welt verbessern und dran verdienen – das lohnt, drüber nachzudenken.
Macht Steppen fruchtbar. Befehlt. Legt Gleise. Organisiert den Umbau der Welt! Ach, gäbe es nur ein Dutzend Weise mit sehr viel Geld…
Ihr seid nicht klug. Ihr wollt noch warten. Uns tut es leid. Ihr werdet’s bereuen. Schickt aus dem Himmel paar Ansichtskarten! Es wird uns freuen.
Frühlingshaft, von allen Jahreszeiten neu, in die Verwandlung gleiten, wie im Tanz der Zauberenergien,
sind des Lebens schwingende Atome, wandeln sich im Wachstumsstrome, sind dem Jahr von der Natur geliehen.
Richten auf gen Himmel, die Gesichter, mit des Schöpfers Kraft an Sonnentagen; kurz entzünden sich des Daseins Lichter, um den Kampf Erneuerung zu wagen.
Offene Arme, Händereichen, gab’s in der Vergangenheit; Menschen mit verschränkten Armen sind dem Nächsten abgeneigt.
Schaut hin: Die sich stolz genügen und mit wortreichen Toxinen, herzenskaltem Machtgehabe, liebesleer dem Abgrund dienen!
Werden sie sich selbst erkennen, Seeleneinsamkeit und Trauer? Sie zerfallen mit der Welt - fremd und fern stehn sie auf Dauer.
Um sich scharen sie die Vielen - Mittelmäßigkeit die Schiene; Arroganz und Selbstvergnügen, trotzig, feindlich ihre Miene.
Selbstgefällig ihr Begreifen: Dummheit steht für Nächstenliebe. Federn muss der andere lassen - Bittsteller sind nichts als Diebe.
Frei von gottgesetzten Schranken, die Genie und Wahnsinn binden, wird sich „Höhenflug“ und Fall auf dem Boden wiederfinden.
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