Herbstgefühle

John Atkinson Grimshaw (1836-1893)

Man kann nur schlafen oder müde schauen,
den großen Wolkenschäfchen folgen,
vor des Himmels Grauen,
die schnell zerpflückt in Wirbel ziehen,
abends zum roten Horizont entfliehen.

Nur kühle Luft streift durch die
asphaltgrauen Straßen,
die nebeltrüb, vom Dunst beladen,
das Leben in die Häuser treibt,
wo Tropfen hängen an Fassaden
und die Natur erstarrt und schweigt.

Herbst-Impressionen

Hans Andersen Brendekilde (1857–1942)

Man schmeckt den Herbst,
er schmeckt nach Haselnüssen,
nach Pflaumenkuchen und nach Apfelküssen,
nach Butterbirnen und Erinnerungen,
den – selbst im Alter unzerstörbar jungen.

Man riecht den Herbst,
er riecht nach letzten Rosen,
nach bunten Astern und nach Herbstzeitlosen,
nach Rauch und Feuer auf Kartoffelfeldern,
nach Pilzen, selbst gesucht in Heimatwäldern.

Man sieht den Herbst,
er prangt in allen Tönen
und will mit Früchten Mensch und Tier verwöhnen,
man hört sein Lied und spürt die festen Bande,
die man als Kind geknüpft zum Heimatlande.

Otto Daschowski

Erlösungsworte

Geht ein Kampf durch Licht und Dunkel,
trennend, schmerzlich ist der Schnitt,
fern beseelt im Sternenfunkeln
geht der Geist des Chaos mit.

Viele Leben gehen verloren
und die Seelenteile schwinden.
Hässlichkeit wird neu geboren,
wo im Zauber sie sich finden.

Wie im Märchen, nennt man Namen,
den sie lang vergessen hatten,
ihr vom Geist gehalt‘ner Rahmen,
wird zerbrechen an den Schatten.

Nur die Liebe kann entzaubern,
löst in mannigfacher Form.
Durch den Missklang geht ein Zaudern,
böse, die Gestalt der Norm.

Bald zerbrechen alle Schalen,
und die Herzenskälte weicht,
wenn man dem, mit schlimmen Namen,
liebevoll die Hände reicht.

Fragen

Die dunklen Flüsse tragen schwer
an ungelösten Fragen,
wälzen sich träg vom Land zum Meer,
Vergessenes längst begraben.

Sie sanken auf den tiefen Grund,
wie Flüche, die verbannten.
Den frei gewaschenen Stein im Bund,
gerundet hart die Kanten.

Kein Sonnenstrahl drang je hinein,
die Dichte zeigt kein Weichen.
Wo warmes Licht belebt den Rain,
da lässt kein Schein sie bleichen.

Verdichtet ist, was leblos dann
gelähmt am Vorwärtsschreiten.
Wer über’s Wasser laufen kann,
gehört den Ewigkeiten.

Die Fragen mancher dunklen Zeit,
sie bieten kein Verstehen;
sie werden mit der Gegenwart
gemeinsam untergehen.

Operation

Gaspare Traversi (1722-1770) – Gallenoperation

Gedanken schwinden mit den Schmerzen,
versickern in des Fleisches blutigen Kanälen,
erhöhen Puls und Schlag des schwachen Herzens,
drehn sich um sich im dunklen Reich des Quälens.

Die messerscharfe Öffnung körpereigener Regionen,
ist fremder Zugriff im geschlossenen System.
Fern scheint der Ort, wo Musengeister wohnen,
ihr tristes Schweigen ist nicht angenehm.

Vom Schmerz umhüllte Last der schweren Tage,
wo die Ideen untergehn im Fluss des Denkens,
Tiefsinnigkeit – Patient auf einer Trage,
Heilung wird sanfter Geist des Schenkens.

Autumn Leaves

The falling leaves drift by my window
The falling leaves of red and gold
I see your lips the summer kisses
The sunburned hands I used to hold

Since you went away the days grow long
And soon I’ll hear old winter’s song
But I miss you most of all my darling
When autumn leaves start to fall

Since you went away the days grow long
And soon I’ll hear old…

Eva Cassidy

Es durfte niemals so kommen

Damals, nach der Befreiung der Lager durch die Alliierten, sagte man: „Es darf nie wieder so kommen!“ Doch was ist heute, in den September-/Oktober-Tagen 2021 und schon vorher in den Lagern in Griechenland? In dem für 2.800 Personen konzipierten Lager Moria lebten zeitweilig 20.000 Menschen (März 2020).

Wieder werden die Menschen wie in ‚Kaninchenställe‘ eingefercht, wo sie zittern vor Kälte, ohne Hygiene, Wasser, Speisen und Wärme. Wo sie Angst haben vor dem Morgen, ohne Hoffnung, getrieben von unzähligen Sadisten, die Spaß daran haben, andere Menschen zu quälen und zu schikanieren. Da wird kein Unterschied zwischen Frauen, Männern und Kindern gemacht.

Das Elend an der Grenze zwischen Polen und Belarus wird immer dramatischer. Tausende landen in einer Falle auf polnischem Gebiet und kämpfen manchmal wochenlang im Freien ums Überleben. Polens Regierung verwehrt Helfern den Zutritt. Wer hilft, wird bestraft. Viele Leichen schwimmen bereits im Fluss und werden nicht geborgen.

All das geschieht mitten in Europa in der EU! Gehört eine, nach außen hin dem Christentum dienende Regierung Polens, dorthin? Auch in Kroatien werden die Menschen wie Vieh vertrieben und mit Stöcken traktiert. Es wird nicht nachgedacht, wenn man diese Länder besucht, weil sie ja gut und billig für den Urlaub sind. Niemals würde ich dort auch nur einen einzigen Fuß hinsetzen!

Ich finde es so widerlich, dass sich anscheinend alles wiederholt! Hat die Welt nichts gelernt? Warum dürfen andere Menschen nicht in Ruhe leben? Die Welt gehört nicht nur uns allein!

Ich höre Leute jammern, über das viele Geld, das sie für die Flüchtlinge zahlen müssen, die bereits hier sind. Mir hat noch niemand die Butter vom Brot genommen! Alle Menschen, die ausländische Wurzeln haben, waren bisher freundlich und hilfsbereit, was man von Deutschen nicht sagen kann.

Hier gibt es Handwerksbetriebe, die händeringend Leute suchen und keine finden, wie z. B. Bäcker, weil sich die Jugend zu fein dafür ist. Deutschland wird noch viele Menschen brauchen, um den Wohlstandsstaat am Leben zu halten.

Wird man erst wieder wach, wenn es zu spät ist und lieber gestreifte Hosen und Jacken verteilen, wie damals während des Holocaust?

Vom Pendeln

Das funktioniert bei jedem anders, manchmal auch gar nicht, weil die innere Ruhe fehlt. Viele Menschen tun es als Scharlatanerie ab, obwohl sie gar nicht wissen, was dort geschieht und durch was oder wen.

Ich begann damit vor Jahren und habe gemerkt, dass man damit sehr gut Medikamente auspendeln kann. Momentan muss ich neben einem Schmerzmittel noch ein Antibiotikum einnehmen. Beides habe ich ausgependelt und bekam von meinem Pendel ein „Ja“.

Nach den Anfängen wurde alles ausgependelt, was mich interessierte. Vor allen Dingen Bücher. So liegt das „Alte Testament“ bei den untersten Stufen bis 175 und das „Neue Testament“ bei „bedingungsloser Liebe“. Mittlerweile funktioniert mein Pendeln zu 100%.

Ich pendele nicht mehr oft. Und wenn, dann meistens mit Hilfe einer Buchstabentafel. Mein Sohn hat dann jedes Mal geschimpft, weil er das für gefährlich hielt. Über diese Tafel habe ich schon sehr viele Nachrichten bekommen und auch ein paar Wahrheiten, die ich zur Zeit des Pendels nicht erkennen konnte. So pendelte ich damals für eine Freundin, deren zukünftigen Wohnort aus. Als Antwort erhielt ich für ihren Mann „Xanten“ und für sie selbst „Gelderland“. 2008 hatten sie sich ein Haus in Xanten gekauft. Dramatisch wurde es, als sie 2015 in ein Pflegeheim eingewiesen wurde. Das Heim liegt in Kleve. Die Ehe ist geschieden. Sie hat Alzheimer im letzten Stadium mit 56 Jahren.

Damit ich nicht von den Fragen anderer Menschen beeinflusst werde, berühre ich deren Hand beim Pendeln und sie stellen die Frage im Stillen.

Wichtig: Ich rufe niemals Verstorbene! Ich kenne den Antwortgeber im Astralbereich nicht. Ich bitte vor einer Frage immer meinen Geistführer um Hilfe.

Man muss lernen, sein eigenes Ego beim Pendeln hintenan zu stellen. Früher habe ich Dinge gefragt, die ich heute nicht mehr fragen würde, z. B. wie ein anderer Mensch zu mir steht. Die Bewusstseinsstufen anderer Menschen mit der eigenen zu vergleichen, ist nicht gut. Ich schweige über meine Stufe. Ob sie richtig angezeigt wird, weiß Gott allein.

Die Pendeltafel der „Bewusstseinsebenen“ von Dr. Hawkins zeige ich hier als Bild. https://naturkristall.de/Artikel/bewusstseinsebenen.html

Dr. Hawkins (1927-2012) war ein US-amerikanischer Mystiker, Psychiater, spiritueller Lehrer und Autor. Er arbeitete als Psychiater und leitete eine große psychiatrische Praxis im Staat New York.

Bei der kinesiologischen Methode, wie er sie mit Studenten anwandte, prüfte man Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt. Bei der Methode des Pendelns jedoch, werden Fragen/Möglichkeiten mit Hilfe von Pendeltafeln beantwortet.

Der Mensch entwickelt sich. Ich schreibe meine Namen auf einen Zettel und lege ihn unter meine linke Hand. Ich trug in meinem Leben drei Namen und bei jedem Pendeln stand ich auf einer anderen Bewusstseinsstufe. Ich habe mich geöffnet, auch für Dinge, die ich früher nicht erkannt hatte.
Die Geistigkeit ist gewachsen, mit ihr die Bewusstseinsebene. Sie kann schwanken, wenn man noch mit einem Fuß in der letzten steckt und diese noch nicht verlassen hat.

Für alles entwickelte Hawkins in dem Diagramm Schwingungsebenen. Eitelkeit und Wunschdenken können die Pendelergebnisse mit Sicherheit verfälschen. Die „Wahrheit“ beginnt mit der Stufe 200 – Integrität. Dauerhafte Bewusstseinsfelder lassen sich mit der korrekten Fragestellung gut bei Orten, Büchern, Behauptungen, Religionen, Nationen, Musik, Politik, Webseiten etc. feststellen.

Eine korrekte Fragestellung beim Pendeln wäre: „Auf welcher Ebene schwingt dieses Buch, diese Musik, diese Aussage etc.?

Eine korrekte Fragestellung für Orte und Personen beim Pendeln wäre: „Auf welcher Ebene schwingt Person X momentan?

Ob jemand noch lebt, kann man durch Pendeln mit der Bewusstseinstafel leicht feststellen. Ein Verstorbener hat kein Bewusstsein mehr, jedenfalls nicht hier auf Erden. Dazu schreibe ich den Namen der Person auf einen Zettel und verdecke ihn mit der Hand. Mein Pendel hängt in Mitte. Falls derjenige tot ist, bewegt sich das Pendel überhaupt nicht mehr.

Seit Anfang August haben viele Menschen nichts mehr von Werner Philipps in 85368 Moosburg gehört. Da ich sein Bildchen vermisst habe, schaute ich oft auf seine Seite Traumlounge.Wordpress.com. Ich verbeuge mich vor ihm und wünsche ihm ein Zuhause, das er sich gewünscht hat.

Gestern habe ich seinen Namen ausgependelt: Mein Pendel bewegte sich nicht.
Ob er jetzt seinen Frieden hat? Ob er in Irland ist? Vielleicht habe ich mich getäuscht?

2. Jahresgedenken

Patrick Seidel
18.11.1981 – 29.10.2019
Patricks Tattoo

Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin längst nicht mehr dort
und ich schlafe auch nicht.
Ich bin in den tausend wehenden Winden.
Ich bin der Diamant,
der im Schnee glitzert.
Ich bin das Sonnenlicht über dem reifen Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du in der morgendlichen Stille erwachst,
bin ich der Vogel,
der sich schnell in die Lüfte erhebt und singt.
Ich bin der Stern,
der in der Nacht leuchtet.
Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot.

(Gebet der Hopi Indianer)

Bei seinem Lieblingsessen „Plaaten in de Pann“ und Rote Beete Salat