Die apokalyptischen Reiter – Albrecht Dürer (1471-1528)
Mit wehenden Mähnen seh ich sie galoppieren,
die schwarzen Reiter über das Land.
Trennen all jene, die ihre Seele verlieren,
deren Selbstsucht zerriss das geistige Band.
Die nur etwas fühlen, wenn sie andere quälen,
steigern ihre Potenz, wenn sie Böses verrichten.
Auf ihrem Weg kann niemand die Toten zählen,
sie spüren nicht, dass sie sich selbst vernichten.
Der ‚Große', ein Denkmal in Stein geraten -
was bleibt ist ein Bild mit historischem Sinn,
sind kalt, wie die menschenverachtenden Taten,
mit leeren Augen, starr, ohne Leben darin.
Sie quälten die Welt und die Völker darauf,
einst werden die Menschen nach ihnen fragen.
Die Reiter mähten in galoppierendem Lauf -
die ‚Riesen‘, wie verschwindend klein sie doch waren!
Sie hatten Alles – doch verschwand es im Nichts!
Die Leiber unter zerstörten Gemäuern begraben,
die Steine in Stummheit halten Gericht,
Gott lauscht den Rufen und tausend Klagen.
Nicht nur ihre Taten, was zu tun sie versäumten,
ließ zuerst das Herz, dann sie selbst erstarren.
Wurden zu Steinen, die mit verlorenen Träumen,
in der Weltzeit versunken, unfruchtbar waren.
Die Zeit scheint wie ein Uhrwerk still zu stehen, des Bösen Negativ liegt auf der Straße, als wär‘ vor vielen Jahren nichts geschehen. Das Volk, naiv, wie damals, gibt sich hin zum Fraße; dort, wo der Hass regierte, kam er wieder. Die Ignoranz der Einfalt grölt wie Donnerhall. Sie schreit! Mit gleicher Stimme hallt es wider, in viele treibt sie Angst, wie dazumal.
Teilansicht 2
Die Überheblichkeit, versteckt in vielen Sprachen, hat ihre Netze ausgeworfen übers Land. Uniformiert, bereit zu Mordes Taten, liegt wieder mal Befehl in einer Hand. Der Mensch ein Herdentier – man braucht nur pfeifen, dann hört man Säbelrasseln und Geschrei. Schon steht er stramm, ermordet seinesgleichen. „Es ist befohlen!“ macht Gewissen frei.
Teilansicht 3
Stärkt doch den ‚weißen Vögeln‘ das Gefieder, schickt sie gen Osten, lasst die Waffen schweigen! Melancholie erklingt in ihren Liedern bis zum Ural, da tanzt Europas Reigen. Grenzen verwandeln – sind des Bruders Garten, die Hände reichen, liebend dann vereint. Treibt Ethik ins Gehirn der Autokraten, lasst ihre Botschaft endlich Liebe sein!
In den Krieg – Konstantin Apollonovich Savitsky (1844-1905)
„Wir damals“, höre ich die Alten sagen, „wir lösten sie besser, die Ausländer-Fragen! Wer hier nicht hingehört, durfte nicht bleiben. ‚Die Guten ins Töpfchen‘, die andern vertreiben, und die hier fremd im Außen und Innen, einen Blumentopf können die hier nicht gewinnen! ‚Die Schlechten ins Kröpfchen‘, wir siebten sie aus.“
Heut‘ ziehn wir im Urlaub zu ihnen hinaus, wie selbstverständlich, die Länder besuchen, die unsre Ahnen als „entartet“ verfluchten. Wenn ‚Gutmenschen‘ sie heute auch anders nennen, die Minderwertigkeit kann man in den Köpfen nicht trennen.
Vielfältig sind die Menschenwesen, die ein ewiges Ziel im geistigen Bild erstreben, Ihm opfernd Namen geben und Mauern bauen, die Verschiedenheiten durch Religion untermauern.
Hat Gott „Entartete“ erschaffen? Ist Nächstenliebe nicht die stärkste aller Waffen? Nur Gott kann Irrtümer aus den Herzen nehmen! Er kennt allein das Ziel, das wir alle ersehnen. Sehend werden Seelen einst in Ihm finden, den ‚fremden‘ Bruder und sich demütig mit ihm verbinden.
Auf dieser Welt ist vieles im Argen, mich schmettert nieder, was gerade geschieht. Ich kann nicht schweigen, es liegt mir im Magen, wenn die wunde Menschheit vor Schlächtern flieht.
Es entsetzt mich zutiefst, was Regierungen tun… oder nicht tun, nur ihre Hände aufhalten. Ein Taschen füllender, fragwürdiger Ruhm, der Anzug tragenden Politikgestalten.
Der politische Islam flaniert durch die Straßen, schwer bewaffnet mit westlichen Gewehren, die Herren der Macht, die das Leben hassen, wollen anders Denkende mit Scharia belehren.
Sie schämen sich, von Frauen geboren zu sein, die gänzlich verhüllt sich durchs Stadtbild quälen, verschleierter Besitz im orientalischen Schein, Frauen sind unsichtbar, dürfen nicht wählen.
Eine Frau brachte die Sünde in die Welt??? Sicher, sie gebar diese männlichen Exemplare, die heute noch prahlen, wie’s gerade gefällt, die Besten im Schlimmsten zu sein, Gott bewahre!!!
Sie wurden aus ihren Familien verschleppt, gekettet, wie Vieh und getrieben. Als die Länder Afrikas blutbefleckt, war kein Stein auf dem andern geblieben.
Das Weinen der Kinder, der Frauen, verklang, doch der „Blues“ wurde weitergetragen. Der Markt zog die Sklaven zur Arbeit heran, Kränkungen ihr Lohn, statt Hoffnung, Verzagen.
Leibeigenschaft war ‚der Weißen‘ Geschäft, Sklaverei brachte Amerikas Blühen. Unterdrückung machte nicht Halt vor Geschlecht, das brachte manch‘ Gutsherrn Vergnügen.
Die dunklen Fluten des ‚weißen Blutes‘, ließen hemmungsvoll Ureinwohner meucheln, und Priester, ganz gleich welch‘ geistigen Gutes, ihnen von ‚guten‘ Religionen heucheln.
Sie verloren alles, doch niemals den Stolz, noch immer kämpfen sie weiter. Es gibt kein Zurück – Menschen wie Ebenholz, doch Schimpfnamen demütigen weiter.
Wir sollten auf Worte des Guten vertrauen, die schlechten sind leider Geschichte. Diese ‚schönen‘ zu wollen, ist kein Erbauen, das macht kein Unrecht zunichte.
Der Mohr im „Struwwelpeter“ 1845 – wo eine dunkle Hautfarbe als Strafe galt
Mohr = Mensch mit dunkler Hautfarbe, ein historischer Begriff aus dem Mittelalter.
Dieser Begriff bekam später einen zusätzlich herabsetzenden Charakter, denn im 18.
Jahrhundert wurde der Ausdruck „Mohr“ zunehmend durch das Wort „N….“ ersetzt, was auch heute noch die Rassen trennt und primitiv diskriminierend ist. Dieses Wort will verletzen und tut es auch. Deshalb muss es jetzt und in Zukunft aus dem Gedächtnis gestrichen werden.
Ich erinnere an die drei Heiligen aus dem Morgenland, darunter der Mohr
Balthasar, es gibt schwarze Madonnen und Mohren-Darstellungen in bischöflichen Wappen.
War Jesus von dunkler Hautfarbe oder der von den Kirchen dargestellte blonde, weiße Mann mit hellblauen Augen?
Des Weiteren möchte ich an Anton Wilhelm Amo (1707-1753) erinnern. Er war als hochfürstlicher Mohr der erste schwarzafrikanische Philosoph Deutschlands.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Wilhelm_Amo
Jesus von Nazareth – nachgebildetes Foto: Bas Uterwijk
Es tönt in uns, wie ein vergessenes Lied, die Stimme Gottes klingt vertraut und unser Herz erblüht. Es ist, als schreiten wir durchs milde Abendlicht, vorbei an fremden Gärten, fremden Türen, und plötzlich lauschen wir gespannt und spüren die Stimme eines Engels, her geweht, aus fernen Himmeln, wie der Mutter Singen, so süß und weich wie einst. Wir stehen still und lauschen. Will sie uns bringen Erinnerung aus unsrem Kinderreich? Ist es ein wohl vertrauter Klang aus Vaters Haus? Das Lied der Freude löscht die Fremdheit aus, und wie durch Zauberhand blüh’n Heimatblumen uns in fremden Gärten, und fremde Sterne leuchten traulich, Licht an Licht, wenn Deine Stimme, Gott, aus einem Menschen spricht.
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