Betrunken von den Worten vieler Stunden, die im Gedankennetz sich fangen, die Welt verlassend, schwindlig drehend, runden, in einer Sphäre tiefer Freiheit landen.
Die Sprache überschlägt sich in der Welle, als inspirierender Impuls und Reaktion, die leere Blätter füllt, in einer Schnelle, als seelentief erwachte Kreation.
Es schreiben mit, die Geister der Epochen – Gedankenfreiheit aufs Papier gebannt. Sie klagten an, sie träumten und sie hofften, der Geist der Fantasie, er ging voran.
Die müden Blätter fallen von den Zweigen und auf den Straßen liegt das nasse Laub; schwer, wie die Äste sich im Wind verneigen, und Regen mischt sich mit dem Straßenstaub.
Von Ferne naht die Nacht mit dunklen Schatten, und um die Häuserecke pfeift der Wind. Ein braunes Blatt tanzt auf den Gehwegplatten; die feuchte Luft macht Fensterscheiben blind.
Spinnweben schmücken sich, wenn Tropfen fallen – der Regen zieht schon über Stadt und Land. Mit vollen Zweigen die Kastanien prahlen, stehn majestätisch dort am Straßenrand.
Hör’ fern vom Kirchturm her der Abendglocke Ton. Ihr Klang ist anders, als an Sommertagen. Die graue Stille ist des Herbstes Handwerkslohn – bald kommt die Kälte, will das Läuten sagen.
Und oft in dieser finstren Totensonntags-Zeit, lässt sich ein Lichtstrahl durch die kahlen Äste gleiten. So wirst du Mensch – traf dich auch wehes Leid – zu neuer Hoffnung über Gräber schreiten!
The Montelbaanstower in Amsterdam – Cornelis Christiaan Dommersen (1842–1928)
Gleich stillen Farben auf erschlossnem Fächer Eint sich der schmalen Häuser Grau und Rot, Und über grünem Kahn und weißem Boot Der Schmuck der Giebel und der tausend Dächer.
Das Brausen der bewegten Kais wird schwächer In diesen Straßen, wo der Lärm verloht. Und in der Ferne bleichen Mast und Schlot, Die Fischerewer und die Wellenbrecher.
Unzähl’ge helle Fensterreihen schaun Auf die Kanäle, wo die Nachen stocken, Wo vor den Brücken sich die Schuten staun.
Die Sonne taut durchs Laub in großen Flocken Und in der Luft perlmutterfarbnes Blaun Entfließt und singt das lichte Spiel der Glocken.
Eintauchen in die unfassbare Stille, die Tiefe ahnen und den dunklen Grund, er lebt, und das in einer Fülle, die uns den Atem raubt, so schön und bunt.
Da schweben tausend glitzernde Gestalten, die Wasser atmend ihre Kreise ziehn; in lebensfroher Einheit sich verwalten und nie, dem nebenan, im Wege stehn.
Sie treiben, wie mit Leuchtreklame, Kleine und Große, die sich Nahrung geben. Ein Fressen und Gefressenwerden - geben und nehmen, um zu überleben.
Unzählig leuchtend bunte Farben, graziös und unbeschreiblich schön; berauschend, wie sie sich umwarben, um arterhaltend niemals zu vergehen.
Uraltes Meer, trägst Wurzeln dieser Erde, dein Leben trug die Sonne an das Land, aus deinem ewigen „Es werde!“, das alles Leben weckend in sich fand.
Es dünnt sich merklich der Kalender, der letzte warme Monat flieht mit Kühle, bringt Frische in die luftigen Gewänder, der Regen zaubert leere Liegestühle.
Das Meer liegt grau; der Strand, leer, wie gefegt, wo Korb an Korb in Richtung Wasser stand. Die Promenade, einzeln, nur mit Schirm belebt – im Regen holt sich niemand Sonnenbrand.
Die Wolken ziehen schnell, wie die Gezeiten. Die Möwen kreisen über leeren Tischen, wo kreischend sie um karge Nahrung streiten und mit viel Glück ein wenig noch erwischen.
Fischbuden schließen – leer sind die Gestade, der Strand noch voll von Hinterlassenschaften, der Vielen, die die liebenswerte Lage des Orts bereichert und vermüllt zurückgelassen.
Die Schönheit in der Einsamkeit des Strandes zu sehen – Bilder in sich festzuhalten, die Elemente strömenden Verbandes, vertraut, weit fort von menschlichen Gestalten.
Wo Wellen gleiten schon seit Ewigkeiten, kommen und gehen, ohne stillzustehen; so ziehn auch wir durch dunkle, kalte Zeiten, um Licht und Wärme besser zu verstehen.
Singend übers Land gezogen ist man einst in frühen Zeiten, doch die Liederwelt von damals scheint längst aus dem Kopf zu gleiten.
Wenn im „Frühtau man zu Berge“ durch die stillen Wege zog und mit Liedern auf den Lippen in sich frische Waldluft sog,
hörte man die Vögel singen, wie der Amsel Sehnsuchtsklang, lehnt man heute dieses Klingen störend ab, im Alltagsdrang,
und das Lärmen der Motoren und die regen Menschenströme werden nicht mehr wahrgenommen, sind heut‘ akzeptierte Töne.
Störend, sei der Schrei des Hahnes, der den neuen Tag begrüßte, und man grollt, dass man dem Vogel bald den Hals umdrehen müsste.
Ich wünsch mir die Zeiten wieder, wo die Tage heil und labend, und ein stiller Zauber ging durch den milden Sommerabend.
Doch die Stadt im Alltagsgrau, liegt im Regen der Moderne – sehn die Einfachheit zurück, mit dem Blick weit in die Ferne,
und mit klarem Blick zum Himmel, möchte ich die Sterne sehen, um in Dunkelheit der Nacht, lichte Tage zu verstehen.
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