Verdrängung bin ich wie ein Schweigen, das Erinnerungen wie ein Denkzettel beschwert; längst vergangene Stunden, deren Treiben das Bewusstsein wie ein Vakuum entleert.
Bin nichts mehr, nur eine, die gewesen durch das Tal vergangener Zeiten lief, die manchmal mit allzu hartem Besen letzten Schmutz aus ihren Räumen trieb.
Ordnung brachte Licht gerechte Tage, löste sich von vielen Freundschaftsbändern. ‚Brauner‘ Sinn als infektiöse Plage ist wie Pest, gefahrlos nicht zu ändern.
Alle sind wir Menschen gleicher Klasse. Nichts und niemand hat sie zu bewerten! Die Idee der Schöpfung strahlt aus jeder Rasse; Herrenmenschen gibt es nicht auf Erden.
Lieber bleibe ich alleine in Gedanken - besser als verdorbenes Wort zu reden. Will dem Schöpfer jede Stunde danken, die ich hier sein darf, im Garten Eden.
Die Zeit – unruhiger Geist der Uhren, unhaltbar rinnt sie davon. Von Gegenwart zu Vergangenheit pendeln die Sekunden mit jedem Ticken; Sekundenträume, die im Zeitlosen schweben, dort verweilen, bis ein neuer Traum sie erlöst.
Zeit – wenn sie nicht bleibt, was nutzt das Wissen um die Wahrheit der Welt in dieser Stunde? Könnten wir die Zukunft ertragen?
Erkennen wir die Wahrheit des Lebens? Es würde doch nur ein Resümee des eigenen sein, nicht das der anderen.
Was nutzt es, wenn man nur einem Teil wahrhaftig wird? Die Menschen sehen uns, wie wir unser Spiegelbild. Es ist uns fremd. Wer sind wir wirklich? Könnten wir die Wahrheit ertragen?
Wahrheit klebt an den Fingern der Theorie, haftet dort einen Augenblick, bildet in der Wissenschaft eine ständig neue.
Niemals erreicht sie den Boden der Wirklichkeit, füllt sich immer wieder mit Erkenntnissen im Wandel der Zeit.
Reif werden wie sonnenbestrahlt und stark genug sein wie ein Baum, um Wahrheit zu tragen.
Lebenszeit ist ein flüchtiges Gut; übe das Ausruhen im Rückzug nach Innen.
Nutze den ‚Augenblick‘ deiner körperlichen Existenz zum Heil deiner Seele im irdischen und astralen Bereich. Irgendwann wirst du dort sein, im zeitlosen Raum, um die ganze Wahrheit zu sehen!
Weisheit und Wahrheit – Pierre-Paul Prud’hon (1758-1823)
Kann Stille jemals lautlos sein, wie scheinbar Starres schwingende Atome trägt, den Augen unsichtbar, uns Fragen auferlegt in dieser Welt des ewig Wandelbaren?
Die Dichte lebt, was nur im Licht gewahr, und jeder Stein, so hart er scheint, trägt offenbar ein unscheinbares Schwingungsfeld in diese scheinbar starre Welt.
Der Menschenblick erliegt der Illusion.
Die Sonnensehnsucht ist der Wüste Tod! Gleich der des Erdbeschwerten, der sich selbst genügt. Geistig der Tod im Reich der Selbstverliebten, die seelisch stumpf sind, blind vom Spiegelglanz, verlieren sich im Licht der Arroganz.
Was ist der Sinn im Dur und Moll des Lebens? Geistiger Tanz – das Auf und Nieder singt ein Lied und plötzlich wird die Stille selbst zur Melodie: Bewusstsein ist die Kraft der Fantasie.
Verblichen abgedankt – erlöste Körper in versunkenen Gründen. Weltlich entfernt, der Erde abgewandt, der Zeit entrückt, zum niemals Wiederfinden.
Gereifte Energien, gepflückt im Wandelbaren, geerntet in der Freude, wo kein Auge weint, um leibbefreit ihr Sein zu offenbaren, obwohl gestaltlos unsichtbar es scheint.
Den alten Reigen tanzend - ewige Natur, um körperlos die Erde loszulassen, dem Geist des Ursprungs auf der Spur, den Sinn, die Wahrheit sterbend zu erfassen.
Schweben im Meer der Lautlosigkeit. Der Lärm der Welt verklingt, und um mich her versinkt, wie schwerelos, die Zeit.
Sie trägt mich himmelan und wirbelt mich im Tanz, umhüllt und schließt mich ein mit lichtem Strahlenglanz.
Erfüllt mich liebevoll mit engelgleichem Traum; glänzt wie ein kleines Licht am großen Lichterbaum.
So frei, voll Harmonie, in Quintenklangmusik, geb’ ich mein Innen hin, an DEN der leis’ mich rief.
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