Abgehärtet durch das schwere Tragen mancher Krisen, die hier Wunden schlugen, war des Bauern Hand in alten Tagen, als sie sich durch Dornenfelder gruben.
Gegen Stein und Disteln mussten kämpfen, all die Arbeitsamen, die die Äcker bauten; Schwielen, die die Schmerzempfindung dämpften, wenn sie ihre Hände in die Dornen tauchten.
Spürten nicht einmal die tiefen Stacheln und die Nesseln, wie sie ätzend bissen; nahmen nicht so schwer des Krieges Krachen, wenn die Bomben große Krater rissen.
Sensibler Mensch – auch heute trägst du Sorgen, verletzlich kannst du Leben kaum ertragen; geistig gereift sind deine Hände weich geworden, leicht bluten sie an dornenreichen Tagen.
Seelengeformtes Schicksal deiner Stunden, trage mit Leichtigkeit des Daseins Los; lege Gelassenheit auf deine Wunden, lass sie die Schwiele sein, die Schmerz verschloss.
Wie ein Lächeln zeigte er am Fenster, dass die lauen Lüfte Hoffnung trugen und sich wiegend mit dem Tag vereinten. Lieblich ist des Frühlings Angesicht!
Rings umher sein warmes Strahlen, eisbefreit schmilzt unter seinen Händen, was ermuntert wird zu neuem Leben, wie des Baches Lauf in freien Fluten.
Blumen öffnen bald schon ihre Blüten, denn all jene, die den Herbsttod starben, richten sich erneut empor gen Himmel, um der Krone „Auferstehung“ Glanz zu tragen.
Majestätisch hat der Herbst zerstöret, was mit winterlichem Ausklang endet. Milde gibst du neu, in ewig gleichem Lauf, was du, Natur, einst nahmst mit ernster Miene.
Nach kurzem Schlummer schenkst du uns ein Lächeln, denn nicht vernichten wolltest du, nur ruhen. Gelöst hast du des Frühlings Fesseln. Der lang in holder Lust gefangen, tanzt bald zu Nachtigallentönen.
Wird auch der Liebe Frühling wiederkehren? So viele Wunden auf dem Feld der Trennung! Ein ew’ger Winter ist längst eingezogen und abgestorben ist das Grün der Hoffnung.
Die kargen Stundenblumen sind verwelkt im Leid; der Abschiedsschmerz hat sie hinfort gerissen. und unter kummervollen Tränenjahren sind die der Freude längst gewichen.
Die Zeit der Rosen bot mir ihre Dornen, und keine Sonne wird sie neu erwecken. Der goldne Frühlingsschimmer segnet lichterfüllt, treibt übers Grab „Vergangenheit“ den Hauch des Abschieds, denn niemals kehrt der Liebe Frühling wieder.
Energie des Lebens – empfangener Teil des Geistes, blütentreibend aus ur-ewigem Samen, Gesichter der Seelen, in neue Gewänder gekleidet, individuell, stets lernend; verborgene Edelsteine – diamantene Facetten am Schleifstein Leben geschliffen, kurzzeitig ausdrucksstark im physischen Körper, prädisponiert, den letzten Akt in neuem Glanz zu vollziehen.
Die Maske fiel. Alles vorbei!
Entblößt das wahre ICH im Spiegelbild.
Das Ende einer bloßen Gaukelei.
Es zeigt ein trauriges Gesicht,
ganz unverhüllt.
Du spielst die Rolle deines Lebens,
mit oder ohne Kreuz auf deiner Stirn.
Nur ein paar Tage suchtest du vergebens
in einem andern ICH dich zu verlier’n.
Doch du erwachst, nach Alkoholgenuss
erkennst zu spät das Übel deines Tuns.
Gefangener im Kerker deines Frusts,
wünscht du dir Asche auf dein Haupt
und kannst nicht ruhn.
Frühlingshaft, von allen Jahreszeiten neu, in die Verwandlung gleiten, wie im Tanz der Zauberenergien,
sind des Lebens schwingende Atome, wandeln sich im Wachstumsstrome, sind dem Jahr von der Natur geliehen.
Richten auf gen Himmel, die Gesichter, mit des Schöpfers Kraft an Sonnentagen; kurz entzünden sich des Daseins Lichter, um den Kampf Erneuerung zu wagen.
Vom Volk berufen, mit Blindheit erdacht - Tote, die nie wirklich schliefen. Wer hat neues Leben in ihnen entfacht? Menschen, die nach ihnen riefen!
Sie treiben umher, als entgottete Macht, die Alpträume unserer Tage. Sie wandeln nicht nur nach Mitternacht durch die Länder als weltweite Plage.
Der Abgrund geöffnet, Himmel gestürzt, des Glaubens Höhen gebrochen; mit Einfalt paniert, ungenießbar gewürzt, hat es nach Verwesung gerochen.
Rettende Ufer scheinen so weit. - Schwimmt gegen den Strom! Nicht versagen! Kraft des Geistes in totkranker Zeit wird uns zum Festland tragen.
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