Das Leben ist uns Lehrpfad hier auf Erden, ist uns ein Pilgerweg, mit Blumen ausgeschmückt, auch wenn die Schritte steinig unterlegen, ist er mit Liebe und mit Hoffnung überdeckt.
Wir sammeln Blüten wie Erfahrungswerte, mit Steinen bauen wir ein winderprobtes Haus; wir folgen einer unbekannten Fährte, die sich durchs Leben zieht, auch wenn es graust.
Schau immer nur nach oben, nie nach unten - die Sonne scheint vom Himmel jeden Tag. Mit hellen Strahlen wird sie ewig funkeln, ist uns ein Sinnbild, das uns geistig füllen mag.
Vital erleuchtend wird sie Kummer stillen, den Geist in uns erreichen und beleben; das, was uns niederschlug in Weisheit hüllen, in unser Pilgerkleid den Glauben weben.
Kein Buch auf dieser Welt kann ihn uns lehren, kein Lehrer weitergeben dem, der’s wissen will. Die Göttlichkeit im Menschen zu beschreiben, gleicht einer unbekannten Pflanze, die erst keimen will.
Durch deine Taten musst du sie verdienen - Wahrheit erkennen, frei und ohne Schuld. Sei Pilger nicht zu Kirchen und Ruinen, erreich das Ziel des Lebensweges in Geduld.
Ein großes Abenteuer, das geistig stark und rein, ist der Beginn der Reise; du gehst den Weg allein.
Des Großen Geistes Wille trägst du in deiner Brust. Du musst in aller Stille, Ihn rufen, ganz bewusst.
Wird dich auf Händen tragen, gewaltig, kühn und weise; ist dir in allen Fragen die Antwort deiner Reise.
So groß in Seiner Fülle, die Er dir reicht, mit Milde; ist keine leere Hülle, kein Religionsgebilde.
Die Schönheit Seines Glanzes, die Würde, die Ihn adelt; als ungeteiltes Ganzes, das frei von Lob und Tadel.
Den Ausdruck Seines Geistes in unser Leben bringen, wird der Erfüllung freieste Entscheidung und gelingen.
Spirituell erhaben, verbunden mit den Sphären, die Angst der Welt begraben, die Hölle auf ihr wehren.
Das ist es, was das irdische Leben sein sollte, aber das ist es nicht. Materialismus herrscht vor, Egoismus dominiert, Gier ist am Ruder, nicht Dienst, nicht Zusammenarbeit, nicht der Wunsch aufzusteigen, nicht der Wunsch zu helfen.
Materie, Geist und Seele sind in Harmonie, wenn sie als ungeteilte Einheit schwingen, dann ist Gesundheit keine Utopie, wenn sie der Welt daraus die Kraft des Wirkens bringen.
Nicht mehr an Krankheit sterben, die im Leib, nur noch an Alter, schwach, geistig gereift; weil Mensch den Lebenszweck erfüllt hat und die Zeit, zur nächsten Phase seiner Existenz bereit.
Nicht mehr mit Grausamkeit die Tiere quälen! Nie für den menschlichen Gebrauch bestimmt, sind die Substanzen, die die Wissenschaftler nehmen, die nur der Tiere eigen, nicht für Menschen sind.
All die Entnahmen aus gequälten Kreaturen, die Opfer, um dem Menschen Lebenskraft zu geben, sind nur der Missklang auf den blut‘gen Spuren, um faltenfrei ins Grab zu gehn und lang zu leben.
Der Mensch bricht ständig die Naturgesetze; er stört die Ausrichtung von Körper, Geist und Seele. sieht nicht auf andere Heilung spiritueller Kräfte, verlangt Beweise für die göttlich unsichtbare Quelle.
Aus dem Blut der Andren Kraft zu ziehen, ist der Lauf der Welt: „Friss oder stirb!“ Kreuze wurden dem ‚der fraß‘ verliehen, der das Leben anderer verdirbt.
Christlich sein - die „Goldene Regel“ übe! - Aus den Schulen hat man sie verbannt. Wichtigstes Gebot der Nächstenliebe - kennt durch weise Lehrer jedes Land.
Ist ein Menschenrecht und Gottes Wille, Gebot und Lehrsatz, der für alle gleich; dass man ihn verlernt, ist Menschenwille - Rache, Desinteresse folgenreich.
*“Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“
An einem goldnen Faden hängt das Leben, der Mensch webt schicksalhafte Bilder auf den Grund. Um die Stationen klar hervorzuheben, sind sie oft dunkel, farblos, manchmal bunt.
Aus vielen Fäden, die verknotet, wirren, entstand ein finsteres Gespinst aus Schuld; durch Leid und Tragik, fehlerhaftem Irren, riss manchem Lebensfaden die Geduld.
Beim Auseinanderwirren, müßig Trennen, der vielen Fäden, die das Lebenstuch bedecken, ist jener goldene Faden zu erkennen, der sich in all dem Wust der Zeit versteckte.
Führt Mensch ans Ziel der göttlichen Bestimmung, hineingewoben, wie im goldenen Vlies, bringt er auf dunklem Grund Erkenntnis und Besinnung, gesponnen für des Geistes Paradies.
Unsterbliches Leben in der Umlaufbahn des großen Dienstes, mit den Mitteln, der Fähigkeit, den Talenten und der Macht, die Liebe des Großen Geistes auszudrücken, durch sterbliche Körper; erweckt, mit wahrem Fokus auf das Wesentliche, zweckerfüllend dem höchsten Ziel entgegengehend.
Die Kraft des Geistes, die frei durch uns fließt, die so schwach erscheint im Reich der Materie, wirken zu lassen, denn der Geist ist Herr und die Materie ist Diener. Der Geist ist König, die Materie Untertan. Der Geist ist Gott und du bist ein Teil von Gott.
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