Wenn Gott den Schleier hebt und wir erkennen, sie stimmt, die längst verspürte Ahnung, die Zu-fall, Ein-sicht oder Geistesblitz wir nennen, dann öffnet sich die Tür zur Offenbarung.
Sind wir nur Körper? Erdverlass’ne Kreaturen? Ist unser irdisch Reich nur Schein, nicht Wirklichkeit? Nur Spiegelbild, sich ändernd seit Äonen, die leere Form - des Lebens abgestreiftes Kleid?
Was wir für wesentlich und wichtig halten, dient der Materie - freier Geist wird Knecht. Er dient im Kerker der Naturgewalten, gefang’nes Ego, wird sich selbst gerecht.
Die Erden-Geister sind zu Eis erstarrtes Wasser; in tiefster Unbewusstheit schwingt das Leben. Ein auf Erlösung festgelegtes Raster, den Geist in sich, zum Ursprung strebend.
Nur bei gefühltem Glück, da bricht die Hülle, wenn das Bewusstsein durch die Mauern schaut und Freiheit sieht, den reinen Geist der Fülle, der fruchtbar wird, wie Eis, wenn Licht es taut.
Zwei Männer beim Betrachten des Mondes – Caspar David Friedrich
Im Jahre 1790 von Matthias Claudius als religiöses Abendlied geschrieben. Vertont wurde es noch im selben Jahr vom Hofkapellmeister Johann A. P. Schulz.
Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille, Und in der Dämmrung Hülle So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt.
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn.
Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß uns dein Heil schauen, Auf nichts Vergänglichs trauen, Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich sein!
Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, Du unser Herr und unser Gott!
So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott! mit Strafen, Und laß uns ruhig schlafen! Und unsern kranken Nachbar auch!
Sein goldenes Blühen strahlte über allen, die sich versammelten, zu dieser Stunde. Des Meisters Nähe suchend, ihm gefallen, ein jeder Jünger folgte seiner weisen Kunde.
Man lauschte seiner wortgewandten Stimme; Er brach das Brot selbst mit dem längst Verführten. „Nehmt’s hin, es sei mein Fleisch im hohen Sinne, und seht, mein Geist ist der von Gott berührte.“
„Im süßen Wein liegt Wahrheit und das Leben. Bald wird er bitter werden wie mein Sterben. Soll zum Gedächtnis an mich Zeugnis werden, den Geist der Wandlung bringen im Verderben.“
Das ‚Brot des Lebens‘ ist der Geist des Einen, gebrochen mit den Menschen dieser Welt. Verführt und ohne Glauben, wie sie scheinen, hat Er als „Licht der Welt“ den Sinn erhellt.
Es zeigt sich – menschlich seine Form, gibt vielen ein Gesicht, nur Macht und Gier sind dessen Norm, Zerstörung das Gericht.
So schändet es die ganze Welt und spricht mit lauten Tönen, bringt ihr die Flötentöne bei, liebt nur die Reichen, Schönen.
Prunkvoll geschmückt sein weißes Haus, die andern reißt es nieder, es lebt im lauten Saus und Braus, Rad schlagend das Gefieder.
Stolziert wie mancher Pfau daher, mit stolzer Drohgebärde, der Kopf, zu klein für Empathie – ein ‚schwarzes Schaf‘ der Herde.
Vertreibung ist sein Steckenpferd, die Säuberung in Planung. Besitzen ohne Gegenwehr, sein Reden ist stets Warnung.
Gemeinheit ist ein dunkler Fleck in menschlichem Ersinnen, man reibt und reibt, er geht nicht weg, denn er sitzt ganz tief innen.
Aus „Wallensteins Tod“ von Friedrich von Schiller:
Nicht was lebendig, kraftvoll sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist’s, das ewig Gestrige, was immer war und immer wiederkehrt, und morgen gilt, weil’s heute hat gegolten! Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, und die Gewohnheit nennt er seine Amme. Nur zwischen Glauben und Vertrauen ist Friede!
Strahlend blauer Himmel wie ein Meer, so unergründbar tief und grenzenlos. Ein Nebelhauch am Horizont, nicht mehr, das Leuchten wolkenlos, so klar und groß.
Als wenn der Frühling immer ist und hell, die Blütenpracht, der Vogel auf dem Dach - er singt so voller Leidenschaft. Ein Quell, wohl inspiriert von Lust und Lebenskraft.
Die Energien schwirren durch den Raum und treiben Müdigkeit ins Morgenlicht, dort schwinden Traurigkeit und Traum, wenn warmes Strahlen durch die Scheiben bricht.
Ich folg‘ Deinem Ruf seit ewigen Zeiten, manch endlose Nacht hab ich Deiner gedacht. Dein Name wird mich in die Zukunft geleiten, Du hast manchen Sturm mir im Herzen entfacht.
Gesät hast Du Liebe in vielerlei Worten, gepflanzt wie die Rose, von Dornen befreit. Geleuchtet hast Du mir an finstersten Orten, warst Licht mir, hast Blüten auf Wege gestreut.
Durch brennende Welten hast Du mich getragen, gekühlt von des Windes balsamischem Hauch; hast Dichterworte in Felsen geschlagen, bist Sonne mir und Morgenstern auch.
Du sendest Worte mit Wahrheit zum Herzen, versiegelst sie dort im göttlichen Innen, erhellst die Fragen mit Wunderkerzen, gibst meinem Leben ein lichtvolles Sinnen
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