Faithful unto death Herbert Gustave Schmalz 1856-1935
So hart wie Stein wird mancher Menschen Herz, kennt weder Mitgefühl noch Gnade, gönnt anderen nur Spott und Seelenschmerz, lockt erst die Gier nach Macht, wie süßes Apfelfleisch die Made.
Das Leiden anderer – zur Schau gestelltes Quälen, war früher Freude der Cäsaren Tribunal, als Schauplatz wird man heute andre Orte wählen, wenn schreiend erst das Volk die Daumen senkt, dann rollen Köpfe, so wie damals, ohne Zahl.
Sendest deine Bilder zum Himmel wie ein Gebet; tiefe Gottverbundenheit färbt die Seele golden und lässt ihre Schönheit nach außen strahlen. Heilende Inspirationen, himmlischer Malerei, reflektieren ihre Liebe tausendfach in dir.
Gemaltes Vaterunser; auf Lindenholz fixierte meditative Pigmentierung. Jeder Pinselstrich gemalt mit dem Blattgold deines Herzens, gegeben an den Geist der Liebe und des Lichts; Balsam für deine in Klausur gelebten Leben, schenkt deiner wunden Seele den Frieden der Ewigkeit.
Die Blätter hüpfen auf dem Asphalt. Sie tanzen im Wind ihren Reigen. Am Himmel, wo sich ein Wirbel ballt, will sich die Sonne nicht zeigen.
Der Sturm heult um die Häuser. Geschwind bringt er uns den himmlischen Segen. Die Vögel verstummen. Im Luftschacht ringt ein einsames Blatt mit dem Regen.
Die Welt ist betrübt. An der Häuserwand malen Schatten Bild-Serpentinen. Die Menschen hetzen mit Schirm in der Hand und verharren mit düsteren Mienen.
In Jacken verpackt, mit Pullis und Schal, träumen sie sich der Sonne entgegen. Die Nase läuft mit. Die triefende Qual fällt nicht so auf bei dem Regen.
Die Gedanken sind grau wie der Wolkenzug. Da hilft nur Tee mit Zitrone. Es taumelt hernieder manch Blatt im Flug. Geleert sind die meisten Balkone.
Die Gärten haben sich lila geschmückt, mit Astern, Heide und Beeren. Das Erntedankfest ist näher gerückt – nun will es herbstlich werden.
Vier Wände um dich, Mauern, meterdick, sie lassen mir kein Licht, nichts dringt zu mir, das Dunkel weicht mir nicht ein kleines Stück, verschlossen bleibt zum Herzen deine Tür.
Wo sonst Gefühl, klafft unverhüllt ein Nichts, ein Schweigen, das sich an den Mauern bricht. Wo sonst die Leidenschaft fast nie erlischt, treibt nun ein kühler Wind mir ins Gesicht.
Wie sehn ich mich nach deinem lieben Wort, nur sachlich schreibst du mir aus deiner Welt, als ob die Frau an deiner Seite ahnt, den fremden Ton, der auf die Tasten fällt.
Versteckt, verborgen in der Illusion, im Labyrinth des ewigen Verzichts, als ob die Liebe hier der Schlüssel ist, doch oft passt er zu deinem Herzen nicht.
Verschließt du dich vor mir geh ich zurück in mein verlass’nes Tal der Einsamkeit. Begleitet hast du mich ein kleines Stück, auf meinem Weg durch meine Dunkelheit.
Verweile lautlos am Zenit der Ewigkeit, begleitet nur vom Widerschein der Sterne, versunken tief im Meer der großen Einsamkeit, getrennt von Zeit und Raum, den Welten ferne.
Anfang- und endlos dreh’ ich meine Kreise, erhelle sanft die Nacht mit fahlem Licht; Mondengel leiten meine stumme Reise solange bis der nächste Tag anbricht.
Gehalten von des Mondes fahler Stille, erhellen sie die dunkle Schattennacht, in holden Häuptern ruht ein großer Wille, der Gottes Liebe zaubergleich entfacht.
Sie bringen Mensch und Welt den rechten Glauben, das Schwert der Wahrheit liegt in ihrer Hand; so wie der Wein entsteht aus reifen Trauben, streu’n sie die Blüte „Seligkeit“ aufs weite Land.
Sie legt sich bunt auf graue, triste Mauern, bedeckt das Übel dieser alten Welt; vorbei der Schmerz, vergessen ist das Trauern, wenn auf die Seelen helles Leuchten fällt.
Der Himmel lässt die Geigen hell erklingen, ein feiner Ton entrinnt dem stummen All. Hört ihr von fern die leisen, sanften Stimmen? Bald klingen sie gewaltig, überall!
Gott reicht uns durch die Engel tausend Hände, gibt Zuversicht, die unser Tröster sei; wer danach greift, die alte Wahrheit fände; sie wandelt Angst in Mut, den Tod in Gaukelei.
Mit weiten, unsichtbaren, goldnen Schwingen, entfernen sie den bösen Geist der Zeit, wenn sie der Welt Wahrhaftigkeiten bringen, sieht man durch ihre Augen Ewigkeit.
Sie sind dir nah; schließ deine Augen, spüre! Mit dem Geschenk der Liebe steh’n sie dort; warten schon lang auf Einlass vor der Türe, lass’ sie hinein, schick’ sie nicht wieder fort.
Sie bringen dir die Wahrheit deines Lebens, sie zeigen freudig dir den heil’gen Gral; suchtest du Lebenssinn bisher vergebens, wird die Erleuchtung folgen, überall.
Wo sich Geist und Geist berühren, rinnt das Öl ins Wasser. Fremdheit weicht, die du verspürt‘, Grenzen werden blasser. Cremig, der Zusammenschluss, fließendes Verbinden. Suchend wendet sich das Muss hin zum Wiederfinden.
Zeit an Zeit, gereift, gelebt – Göttern gleich geborgen. Sehnsucht hat ins Herz gewebt, was du einst verloren. Nun entdeckst du einen Drang, den du schon vergessen, und dein Herz wird still und bang: Hattest längst vergessen!
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