Es war noch klein. Ein Kindlein, das allein den Weg nicht fand. Es lief im Traum entlang an Dorf und Feld, während es fern von aller Welt ein Liedchen sang.
Es suchte einen Ort, der Heimat war, wo man es kannte, gütig es rief und es mit Namen nannte, wo es geborgen und in Gottes Hand am Abend schlief.
Die kleine Melodie sang es in sich hinein, damit die Angst verflog, und als es um des Weges Ecke bog, da war ein Feuer angefacht, wohl in der Nacht.
Es knisterte und loderte hinauf. Staunend stand das Kind, schwieg und schaute. Dort flackerte, als schon der Morgen graute, die lichtumhüllte, engelhafte Kraft, von Gott gebracht.
Es war das Licht der Welt tief ihm im Kindersinn. Die Sehnsucht blieb, der Traum, er ging. Als tausend Lichter brannten an des Baumes Pracht, lauschte das Kind dem ew’gen Lied der stillen Nacht.
Die Bibel – von Gott inspiriert aber von Menschen gemacht, mit Geschichten aus der damaligen Zeit, die in anderer Form immer noch auf der Welt existieren. Real-kritisch muss man sagen: Damals glaubte man noch an Satan und Beelzebub und an Krankheiten, Gebrechen, die durch Dämonen ausgelöst wurden. ‚Der Böse‘ lauerte überall, denn alles, was unerklärlich war, galt als böse. Die Menschen waren ungebildet, primitiv und manipulierbar.
Matthäus, Markus und Lukas schrieben über das Gleichnis, Jesus hätte einen Besessenen, der blind und taub war, geheilt. Als die Pharisäer davon hörten, behaupteten diese, dass Jesus von Beelzebub besessen sei, der durch Satan das Böse im Menschen austreibt. Jesus fragte die Ankläger, wie denn der eine Satan einen anderen austreiben könne und sagte, dass das gar nicht möglich sei, weil beide sich dadurch selbst zerstören würden.
Beelzebub (übersetzt: Herr der Fliegen), nennt das, was sich bei uns in der Vielheit ausdrückt. Diese Vielheit erdrückt! Das ist eine Seite des Bösen, der die Welt ersticken lässt. Zu viel des Werdens – als Frucht am Baum der Erkenntnis. Daraus folgen Erkrankungen mancher Art, körperlich und seelisch. Diese Vielheit verbrennt in uns das Göttliche, das heißt, die Sehnsucht dorthin erstickt, weil wir im Außen scheinbar alles haben.
Satan bedeutet im Hebräischen „der Hinderer“. Er verhindert, dass im Menschen Liebe sein kann, nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch bei allem im Leben. Er gönnt anderen kein Glück.
Beelzebub und Satan sind auf demselben Niveau – zwei dienen derselben Sache: dem Bösen im Menschen.
Jesu wusste, dass die Schriftgelehrten ihn nicht verstehen können. Der Heilige Geist ist zu leicht für ihr Bewusstsein. Er lässt sich nicht wägen oder messen.
Denn wer die Bibel nur geschichtlich, also historisch-kritisch untersucht, wird ihre wahre Essenz nicht erkennen. Man sucht nach wissenschaftlich belegbaren Beweisen. Nur wenn diese vorliegen, glaubt man. Die ‚andere Seite‘ das Nicht-Weltliche, kann man nicht durch ein Studium erreichen. Nur die innere Sehnsucht wird dorthin führen. Es kann oft Jahre dauern, bis sich das Wort öffnet, nämlich dann, wenn man selbst offen dafür ist und einsichtig.
Jerusalem = Jeruschalajim: das Sehen von Gott in seiner Doppelheit, im Paradox; dieses und das Andere stimmen überein, Leben und Tod, Gut und Böse, etc. Was man hier gut nennt, ist nicht immer gut, und was du böse nennst, ist nicht immer böse. Hier bleibt es immer ein Suchen, eine Gratwanderung. Man sucht Gott in der Vollkommenheit. Wir können nicht wissen, wer oder was Er ist. Wir suchen Ihn irgendwo in der Ewigkeit, als Glück, jeder auf seine Art.
Wer äußerlich schaut, gesetzmäßig genau und danach urteilt, ist wie die Pharisäer, die Heuchler.
Sturmerprobt im morgenkühlen Meer – das Geschrei des Abends ist verklungen, in den Städten stand ein Männerheer, freudenschussbereit und siegestrunken.
Ausgedient – das Alte scheint vergangen, das mit kaltem Herzen folternd trieb; Unschuld war im Spinnennetz gefangen, deren Herrschaft man auf Fahnen schrieb.
Unter toten Steinen liegt das Erbe, noch bedeckt von Trümmern und Verrat; gebt, dass nach dem Aufbau nicht verderbe, was der Tod versäumt und Leben gab.
Lass das Land auf leichten Wellen wiegen, wie ein Schiff, das bald vor Anker geht; lass es Unmoral und Hass besiegen, unter neuer Flagge auf der LIEBE steht.
Ich wollt‘ kein Jahr zurück, nur eine einz‘ge Stunde, in der ich alle Lieben wiederfinde, und mich vor dieser tot gemeinten Runde verbeuge und in Demut mich verbinde; stehn würde ich vor einem trüben Bild, vor denen, die mir gut gewesen oder nicht… gleichgültig, grausam, mild – so streute sich das Maß der Dinge, denn ohne all die vielen Wandler meiner längst vergangenen Stunden, ob leidvoll oder liebend und in Harmonie verbunden, wäre ich nicht die ICH BIN, es ist doch alles Eins: umschwebt von Gottes Sinn.
Ships on a Stormy Sea – Raden Saleh Ben Jaggia (1811-1880)
Aus Felswänden pocht es, wie ein zaghaftes Schlagen -
ein Pulsen der Sehnsucht nach Freiheit der Quelle,
deren versickernde Wasser dem Stein unterlagen,
bis ein Sturmwind durchbrach ihre steinerne Zelle.
Der Herzschlag der Erde, pulst unter Grabmalen;
die Liebe erstarrt durch die Kälte der Welt.
Ist nur noch ein Wort, das als Hülse getragen,
ein Erinnern an den geistigen Ursprung enthält.
In der Stille hörst du das Pochen der Quelle,
die den Weg ans Licht der Sonne sich bahnt.
Erst, als kleines Plätschern, dann in rauschender Schnelle,
wird sie zum Strom, der die Weltmeere ahnt.
Seinen Weg erkennend, trägt er mächtige Schiffe,
mit kostbarer Fracht, zu münden in endloser See,
treibt hin zum Glück, trotz der steinernen Riffe;
die Berufung, zu tragen, ist genommenes Weh.
Hört sie pochen, die Sehnsuchtsherzen, habt acht;
sind barmherzig auf göttlicher Quelle getragen,
bis die Liebe im wärmenden Atem erwacht,
in den Herzen der Menschheit an erlösenden Tagen.
In Lehrsätzen gefangen, durch Glaubensbekenntnisse und Dogmen gebunden, durch Menschen dieser Welt verblendet, die den Geist des Lichts benutzen, um ihren eigenen Glanz zu erhellen und mit spirituellem Scheinwissen prahlen, anstatt Suchende mit dem Wissen um alles, was der Geist hat, zu bereichern, sind unwissend um ihre Einschränkung, die nicht von Gott kommt.
Es bleiben unter den Blinden, die eine Vision haben sollten.
Dunkelheit durch Licht ersetzen, Unwissenheit durch Wissen, den Müden Kraft schenken, Durstigen zu trinken und denen Orientierung geben, zur Verwirklichung nach dem göttlichen Plan, ist göttliche Macht, die Kraft des Geistes mit offenem Herzen empfangen, Heilung der Seele!
Die alte Zeit ist fort. Mit ihr Generationen. Auf Sand des Einst ist unsre Welt gebaut, als winziges Atom, das schlummert in Ionen. Ihr Bild, verklärt, nur Abbild, mild ergraut.
Verklärte Zeit! Was ist von dir geblieben, wenn das Gedenken manche Wahrheit schönt? Wie war dein Früher? Ist es übertrieben… ist es ein falsches Bild von dir, das uns verhöhnt?
Der Sand der Gegenwart lässt Schritte schwanken. Mein Blick mag ungern manche Wahrheit schauen. So manche Nacht gefüllt mit Taggedanken, die kreisten bis zum nächsten Morgengrauen.
An Fetzen der Vergangenheit zu kleben, fest in sich tragend altes Zeitgeschehen; ringen nach Luft im Wellentanz des Lebens, im Auf und Ab, wie Treibholz und vergehen.
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