So schwer fällt jeder Schritt auf weichem Grund, versunken in den Schnee, der nächtens fiel, der funkelnd in der frühen Morgenstund‘ auf schon verharschten Gründen fand sein Ziel.
Der Flocken Tanz im Nachtschein der Laternen, die federleicht in Stille niedergehen, scheint wie kristallner Glanz von fernen Sternen, die sanft, vom Wind getragen und verwehen.
Schwer, wenn die Schritte vor Barrieren stehen und jedes Denken schwächt das Weiterschreiten. Gefahrlos sind die Wege kaum zu gehen, zu undurchsichtig die Unwägbarkeiten.
Türmen Barrieren auf; der fremde Wille beherrscht manch menschliches Geschick. Dann wird zum Drahtseilakt die Tatenfülle, jede Bewegung mahnt mit Todesblick.
Der Menschen Absicht ist mal gut, mal böse; Bekriegen dient als Waffe und als Schutz. All die Soldaten in dem Kriegsgetöse sind auf dem Weg der Pflicht, die töten muss.
Marschieren durch die vielen Dornenranken, den Stacheldraht, der keine Blüten trägt; das Schlimmste dieser Welt sind die Gedanken, wenn sie zum Schlachtfeld ziehn, das nie vergeht.
Die vielen Herrscher über Krieg und Frieden, die nur befehlen und bequem aus ihren Sesseln der Würde Unantastbarkeit verbiegen und sie durch falsche Pflichten an sich fesseln.
Sind wie die Steine, kalt, mit leeren Worten, wenn sie mit Eigenlob und Aberwitz berichten, sie kümmert nicht die Schönheit mancher Orte, die sie in ihrem Größenwahn vernichten.
Der Weg der Pflicht wird oft zum Überwinden, wenn er der inneren Wahrheit nicht entspricht, denn jeder Schritt wird dann zum Missempfinden, fehlt es an Liebe und an Zuversicht.
Du schwebst im Dunkel, bald wirst du erstrahlen. Oh, Weihnachtsstern, so flüchtig fern dein Bild, zeig deinen Glanz, so wie vor vielen Jahren, wo Mensch erinnerungsträchtig die Erneuerung fühlt.
Ein Kindlein einst als Unschuldsfrucht erblühte, ein unbeschriebenes Blatt im Weltgeschehen, um das sich Magier ferner Länder mühten, ihm Zeichen schenkten, seine Zukunft sehen.
Gold schenkten sie, sodass der Hass versiegt und Böses dieser Welt nur Gutes bringt; Weihrauch, dass einst sein Geist den Tod besiegt, der, auferstanden ins Bewusstsein dringt.
Die Bitterkeit des Leidens und des Todes, als Zeichen wurde Myrrhe ihm geschenkt; entkam dem Plan des mordenden Herodes, den Weg zunächst nach Bethlehem gelenkt.
Geboren unter'm Weihnachtsstern in Liebe, Du, Herr des Lichts, im Geist auch dieses Jahr, der Ziel und Ursprung ist im Weltgetriebe, Dein inneres Leuchten wird uns offenbar.
Mit Mühen bin ich emporgestiegen, hab oft in stachlige Disteln gegriffen, musste die inneren Dränge besiegen, Kummer hat meine Seele geschliffen.
Auf spitzen Steinen bin ich gegangen, über Wege, wo nur Ängste begleiten; als ich Auswege suchte, blieb ich gefangen, im Moloch gewohnter Gebundenheiten.
Glauben hab ich aus dem Blick verloren und die Demut, die sich gern unterjocht; hab verdrängt, irdische Götter erkoren, fühlte, wie mein Herz ‚schreiend‘ pocht.
Erlöst von den Übeln, die mich beschwerten, hat mich das Schicksal zur rechten Zeit. Nicht Wissenschaft war es, die mich belehrte, nur Gott in mir, der mir Flügel verleiht.
Geweihtes Licht, das nur dem Einen gilt, entzündet an der Liebe vieler Herzen, die einst vor langer Zeit das Christusbild mit Glauben füllten unter Schmerzen.
Die heimgegangenen Ahnen sah’n das Licht, den güldenen Schweif, kometenhaft und groß, wie’s durch des Himmels Schwärze bricht und aus den Blicken in die Seelen floss.
Dort gärte es, wie Sauerteig für Brot, nährte die Gläubigen mit Hoffnungsgaben; Legenden von den Wohltätern der Not, die einst gefoltert und gefangen starben.
Aus Myra stammt der heilige Nikolaus, um den sich die Geschichten ranken, als ihm, verfolgt, als Christ, der Kerker graust, verteilte er sein Geld an Arme, Kranke.
Zu Brauchtum wurde der Geschenkebringer, der alle kleinen Kinder glücklich macht. Der Wirtschaft dient der alte Künder, der plötzlich gottlos wurde über Nacht.
Als Santa Claus, Amerika entsprungen, kam er als Werbung, Cola preisend, einst zu uns; dem Weihnachtsmann wird heut gesungen, der kaufmännisch die Welt festhält in seiner Gunst.
Dich wundert nicht des Sturmes Wucht, – du hast ihn wachsen sehn; – die Bäume flüchten. Ihre Flucht schafft schreitende Alleen. Da weißt du, der vor dem sie fliehn ist der, zu dem du gehst, und deine Sinne singen ihn, wenn du am Fenster stehst.
Des Sommers Wochen standen still, es stieg der Bäume Blut; jetzt fühlst du, dass es fallen will in Den, der Alles tut. Du glaubtest schon erkannt die Kraft, als du die Frucht erfasst, jetzt wird sie wieder rätselhaft, und du bist wieder Gast.
Der Sommer war so wie dein Haus, drin weißt du alles stehn – jetzt musst du in dein Herz hinaus wie in die Ebene gehn. Die große Einsamkeit beginnt, die Tage werden taub, aus deinen Sinnen nimmt der Wind die Welt wie welkes Laub.
Durch ihre leeren Zweige sieht der Himmel, den du hast; sei Erde jetzt und Abendlied und Land, darauf er passt. Demütig sei jetzt wie ein Ding, zu Wirklichkeit gereift, – dass Der, von dem die Kunde ging, dich fühlt, wenn Er dich greift.
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen! Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee, mit rotgefrorenem Näschen. Die kleinen Hände taten ihm weh, denn es trug einen Sack, der war gar schwer, schleppte und polterte hinter ihm her – was drin war, möchtet ihr wissen? Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack – meint ihr, er wäre offen, der Sack? Zugebunden bis oben hin! Doch war gewiss etwas Schönes drin: Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!
Quellen müssen die Gedanken gerad‘ in langen Winternächten, wo sie Wort um Wort begannen einsam Reim an Reim zu flechten.
Für die Vielen nicht, für manche; nur für diesen oder jenen, der abseits der großen Menge lauscht den bald vergessenen Tönen.
Wie mit Schritten zur Kapelle, auf verschneitem Weg zu kommen, ganz abseits des Pilgerzuges, doch im Feuerschein der Frommen.
Demütig, gebückten Hauptes, durchs verschneite Pförtlein treten, um vor weihnachtlicher Krippe und dem Kindlein selbst zu beten.
Denn die Zeit ist schwer geworden, macht den Heiligen Geist zur Fabel, und aus neuen Wohlstandstrümmern baut der Wahn ein neues Babel.
Oftmals möcht‘ ich schier verzagen: Geld und Macht sind höchste Götter. Unbedeutend werden sterben, all die Heuchler und die Spötter.
Helf’ uns Gott den Weg nach Hause aus dem Erdenelend finden, lass aus Glaube, Liebe, Hoffnung uns den Kranz „Erlösung“ binden!
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