Am Arm der Freundschaft durch das Leben gehen - ein unbemerktes, stilles Dasein, das mir blieb; mit Leichtigkeit Bekanntschaften zu sehen, mit denen Oberflächlichkeit die Zeit vertrieb.
Gesiebt zu schauen, wer durch’s Raster fiel, ein eng gestricktes - wer nicht passte, ging; zu trennen, was, wie ein verlorenes Spiel, alltagsbeschwert in meinem Kopfe hing.
Der Arm der Freundschaft ist längst losgelassen, sie fortzuführen wäre Selbstbetrug; es trennten uns ungleiche Lebensstraßen. Saß wohl jahrzehntelang im falschen Zug!
Das Wasser ist so trüb, so träg quält sich der Fluss, und die Natur verdunkelt ihre Lebenslichter, verstreut der tristen Winterstunden graues Muss, treibt müdes Gähnen auf die Ruhezeit-Gesichter.
Der Boden, Höhlung durch des Wassers Kraft, liegt hart und steinern unter weicher Fläche, als eisig glitzernd in der Flocken Pracht, der Frost anhielt der Fluten ew’ge Bäche.
In blasse Trauerfarben hüllt der Tag sich ein, gefolgt von einer ewig langen Nacht, die dunkel sich im Wintermondenschein mit schwarzen Schatten kalt und endlos macht.
Bücher waren Freunde junger Jahre, die Gedanken keimten aus dem Grund; warm war das Papier, das offenbarte, die geheimsten Wünsche ohne Mund.
Lautlos ließen sich die Seiten blättern, die gefüllt mit Fantasie und Träumen, das Papier, es trotzte allen Wettern, bot mir Wärme, auch in kalten Räumen.
Zeilen boten mir geschriebene Sätze, die ich auszusprechen gar nicht wagte; teilten mit mir weltverborgene Plätze, bis die Einsamkeit mich nicht mehr plagte.
Schreiben, um Missionen zu erfüllen, als Geschenke im geschriebenen Wort, sind heut Trost, der mir im Stillen Beistand ist aus einem reichen Hort.
Hände, die geschrieben, sind zerfallen, doch ihr Geist schwebt über dem Papier; unvergessen, die in Bücherhallen fruchtbar sind. Habt heut noch Dank dafür!
Unschuldig sind der Kinder Zungen, wenn sie unwissend Worte formen, die schon die Eltern einst gesungen, diskriminierend deren Normen.
Ich sang einst auch von „drei Chinesen“, mit Kontrabass am Bordsteinrand, mit „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“, sind wir über den Platz gerannt.
In „Mohrenköpfe“ biss man kecker, beherrschte sie auf diese Art, und „Negerküsse“ schmeckten lecker, wenn man dies nur mit Eischnee tat.
„Zehn kleine Negerlein“ entschwanden, - unschuldig mancher Kinderreim, und böse Buben – falls vorhanden, kamen ins Tintenfass hinein.
Ein „Mohr“, mit schwarzem Angesicht?! Die ‚reine‘, weiße Welt ist gut! Nein, über Schwarze lacht man nicht, denn man wird’s selbst, wenn man es tut.
„Zigeuner“, davon gab’s noch viele; sie wanderten von Haus zu Haus, und wenn sie unsren Ort zum Ziele, hing niemand seine Wäsche raus.
Trotz Film „Piroschka“ ging’s nicht lang, der sie als ungarisch verschnitt, bis die „Zigeunersoße“ dann auf Schnitzel deutscher Teller glitt.
Diskriminierend – Worte quälen, sie überdenken und erneuern, damit noch ungeborene Seelen sich über „Indianer“ freuen.
Zigeuner (auch Zieh-Gauner)= Veraltete Bezeichnung der Gesellschaft für die ethnische Minderheit der Sinti und Roma, Gebrauch der Bezeichnung als Schimpfwort. Verfolgung und Ermordung von ca. 30.000 Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Aus diesem Grund weisen viele Sinti und Roma die Bezeichnung „Zigeuner“ als diskriminierend zurück.
Obwohl ich mir nie etwas Böses beim Bestellen eines Zigeuner-Schnitzels dachte, habe ich von dieser Bezeichnung Abstand genommen.
Neger= Eine Bezeichnung der weißen Mehrheitsgesellschaft für angeblich kulturell und körperliches Anderssein, als abwertendes Schimpfwort benutzt. 1781 benutzte man für freigelassene Sklaven in Amerika den Ausdruck „free people of color“, der den hierzulande neuen Ausdruck „People of Color“ vorprägte.
Mohr= Ein anderes Wort für einen dunkelhäutigen Menschen. Im 20. Jahrhundert wurde das M-Wort weitgehend durch das N-Wort verdrängt. Dass ein deutscher Konditor den Namen „Mohrenkopf“ zu einer Zeit erfand, in der das Zweite Deutsche Kaiserreich (1871-1918) mit einer aggressiven Kolonialpolitik die einheimische Bevölkerung in Ost-, Südwest- und Westafrika unterwarf und Menschen aus den Kolonien in europäischen Städten in „Völkerschauen“ vorgeführt wurden, ist dabei den Wenigsten bewusst. Schon bei den Gebrüdern Grimm findet der Begriff Erwähnung.
Anton Wilhelm Amo war im 18. Jahrhundert einer der ersten promovierten Wissenschaftler afrikanischer Herkunft im mitteldeutschen Raum, der an den Universitäten Wittenberg, Halle und Jena lehrte. Bis heute gibt dies Anlass, über den Umgang mit Fremdheit nachzudenken.
Indianer= Die durch den Kolonialismus etablierte Fremdbezeichnung wird im Rahmen von Rassismus Debatten seit den späten 2010er Jahren kontrovers diskutiert.
Europäer und römisch-katholische Missionare waren die Eindringlinge, die das Heimatland der indigenen Bevölkerung unrechtmäßig an sich nahmen. Seit meiner Kindheit sind die Ur-Einwohner Amerikas, trotz ihrer Verluste, Kämpfer für die Freiheit und Sieger über die Unmoral durch Weiße.
Mensch= Hat für Alles und Jeden eine Schublade. Niemand hat das Recht, die eine zu leeren oder die andere zu füllen. Jedermann ist moralisch verpflichtet einander zu ehren und zu respektieren. Alles hat auf dieser Welt einen Sinn und eine Bestimmung. Gottes heiliger Geist ist in allem was ist.
Ich treib auf ruhiger See, andächtig unter Sternen, erfüllt vom Glanz, des unerreichbar Fernen; entgleite aus des Lebens Auf und Nieder, als wären sie des Kampfes Sieger, sind Antrieb mich zu wandeln, in letzter Handlung selbst den Raum zu füllen, ein Stern zu werden unter all den vielen.
Es schweifte ein Komet am Himmelszelt, drei Weise folgten ihm, dem Heil entgegen. Durch Länder zogen sie in ferner Welt, die prophezeit, zu Bethlehem gelegen.
Drei Himmelzeichen brachten sie dem Einen, der neu geboren in der Krippe schlief; da war ein Staunen um sie in den Reihen, das Gottesfurcht in alle Herzen trieb.
Ein Zeichen, das die Edlen schenkten, himmlisch und außerirdisch war das Maß; war Gold, als Sieg für den von Gott Gelenkten, über das Böse und der Menschen Hass.
Als Geist, der von den Toten aufersteht, der über Himmlisches und Irdisches erhaben, war Weihrauch Zeichen, dass es weitergeht, für ihn und alle, die erleuchtet starben.
Myrrhen zum Zeichen – Bitterkeit erfahren, den Leidensweg und den des Todes gehen; den tiefen Sinn der Gaben offenbaren, und als Geschenk des Lebens zu verstehen.
Einmal im Leben Einen finden, der sanft das Sehnen meines Herzens stillt, sein Dasein lebt aus reinen Gründen, im edel und vertrauensvollen Bild.
Der mir Gedanken zeigt im Licht, einfach und gut, aufrichtig, mild, ein Mund, der stets die Wahrheit spricht, die sich verbreitet, wie ein Schild,
das abwehrt alle dunklen Töne, die traurig sind im Unglück meiner Welt, der in mir weckt das lichte Schöne, als höchstes Glück, das zart herniederfällt.
Kein Mensch hat meinem Wunsch entsprochen, denn keine Seele wird mir hier begegnen; die Sehnsucht nach Erfüllung, ungebrochen. Nur Gott allein kann mich in Liebe segnen!
Gedanken fallen nieder, als wären sie die Tropfen, die, wie in Regenliedern, trommelnd an Scheiben klopfen.
Rinnen vom Licht beschienen, ins spröde Weltgeschehen, wo sie dem Schicksal dienen, es tragend zu verstehen.
Das Grüne floh ins Kühle, wo wintern die Äonen und sinkt im Nachtgefühle ins Reich, wo Träume wohnen,
bis es nach kurzer Dauer erwacht in Wald und Flur, so tilgt ein kurzer Schauer des Menschen letzte Spur,
der im Vorübergehen des Weges Blumen pflückt, die bald ins Nichts verwehen, wie er, - vom Traum beglückt.
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