Time Stops (2005). Zelkats. Digitale Kunst. 2008-2012
Wie eine leere Zeit, die nicht gefüllt mit Dingen, in der kein Tun und Ringen – nicht Liebe und nicht Leid; wo nur Gedanken wachen, kein Weinen und kein Lachen, von Gegenwart befreit; wie eine laute Stille, in der die Geistesfülle sich schweigend Raum verleiht.
Ein Wunschkonzert ist dieses Leben nicht, oft scheint der Schatten uns, als die Substanz, und wenn die harte Schale einer Nuss zerbricht, beißen wir sie, den Kern verschmähn wir ganz.
Wir scheuen manche Wirklichkeit im Licht, sehn die Materie als krankheitsbringend an. Die Wahrheit steht vor uns – wir sehn sie nicht, ein Zufall ist für uns des Lebens Plan.
Glücklich ist der, der weitergeht und glaubt, das alles besser wird im Geisteslicht, das unterstützt, wenn uns das Leben raubt, was stark macht, wenn der Mut zerbricht.
Niemals verlassen sein, trotz Schwäche oder Not, an Hilfe glauben, selbst im tödlichen Moment, sie ist die Wahrheit – ein gerechtes Lot, im Dasein uns ein festes Fundament.
Die Sehnsucht ging und das Vertrauen - schon viele Jahre ist es her, seitdem du gingst… glich ich doch einer, die vom Luftschloss bauen müd geworden, noch an Seifenblasen hing.
Ich hab gehofft – bist einfach nur verschwunden, so, wie ein kleiner Punkt am Horizont, und hinter vielen Tränen hab ich überwunden, was in mir brannte: Liebe, die nicht lohnt.
Dein Blick war leer beim Beieinanderstehen, war wehrlos, du das Salz in meiner Wunde; ich war bemüht an dir vorbeizusehen, obwohl es mich zerriss in der Sekunde.
Wortlos der Abschied – grausam war dein Gehen, ich fühl‘ es noch, wie die Verbindung reißt. Einsam der Weg – ein Nimmerwiedersehen. Jetzt weiß ich, was auf Erden „Liebe“ heißt!
Die Hauswand bebte, als ich mit Kinderhänden, ballwerfend, das Spiel erlebte.
Aufprall und Takt, mit kindlichen Gemüt erdacht, bis Ballspiel schallend an den Wänden Geräusche macht.
Ein altes Spiel - geworfen, aufgefangen, die Bälle, die die Hauswand trafen. Niemals den Grund berühren, bloß nicht daneben langen!
Zehnmal das Werfen zu Beginn, zehnmal das Fangen; neunmal in nächster Runde, erhöhten Grad erlangen.
Mit einmal Händeklatschen oder zwei, mal hinten und mal vorne, im Stehen und im Bücken, unter den Beinen durch, zuletzt noch hinterm Rücken.
Schwierigkeitsgrad erhöht, bei immer kürzeren Runden, so scheint die Lebenszeit – verkürzt mit Jahr und Stunden.
Mir war es verboten, im Haus zu spielen. Um drin zu bleiben, musste es draußen regnen und stürmen. Also ging ich auf den Hof, meist alleine, und spielte stundenlang mit zwei Bällen gegen die Hauswand. Meine Mutter muss wohl starke Nerven gehabt haben.
Das Ballspiel ist alt und den Kindern heutzutage unbekannt. Ich hatte viel Spaß daran und kenne heute noch die Regeln. Das Spiel besteht aus zehn Schwierigkeitsgraden. Die Runden reduzieren sich, nachdem man das Ziel erreicht hat.
Ein Ball oder mehrere werden zehnmal hintereinander an die Wand geworfen und wieder aufgefangen. Dabei dürfen sie nicht zu Boden fallen. Hat das geklappt, geht es in die nächste Runde.
Vor dem Fangen muss einmal in die Hände geklatscht werden. Weiter geht es achtmal hintereinander mit einem doppelten Klatschen. Siebenmal muss man einmal vor und einmal hinter dem Körper klatschen und sechsmal muss der Ball unterm rechten Bein hindurch an die Wand geworfen und wieder aufgefangen werden und danach fünfmal unterm linken Bein hindurch. Viermal wird der Ball wieder mit den Fäusten, den Knien oder auch dem Kopf zurück an die Wand geprellt, bevor er gefangen wird. Dreimal wird der Ball von hinten gefasst und über die Seite an die Wand geworfen und in der vorletzten Runde muss man sich drehen, bevor man den Ball auffängt. Zu guter Letzt wird der Ball vom Rücken aus über den Kopf an die Wand geworfen und wieder aufgefangen.
Bei diesem Spiel werden Kindheitserinnerungen wach.
Unsterbliches Leben in der Umlaufbahn des großen Dienstes, mit den Mitteln, der Fähigkeit, den Talenten und der Macht, die Liebe des Großen Geistes auszudrücken, durch sterbliche Körper; erweckt, mit wahrem Fokus auf das Wesentliche, zweckerfüllend dem höchsten Ziel entgegengehend.
Die Kraft des Geistes, die frei durch uns fließt, die so schwach erscheint im Reich der Materie, wirken zu lassen, denn der Geist ist Herr und die Materie ist Diener. Der Geist ist König, die Materie Untertan. Der Geist ist Gott und du bist ein Teil von Gott.
Vorübergehn an altbekannten Orten, ist wie ein Öffnen von Erinnerungspforten,
denn jeder Schritt auf einst gegangenen Wegen wird Nostalgie verklärt darüberlegen;
oft lenken Wege uns durch Friedhofstüren, die ausgetreten in vergessene Winkel führen,
und andere führen uns zu lang verdrängten Dingen, um dort Vergebung für Vergangenes zu erringen;
darunter sind, auf brachem Feld des Lebens, längst abgeblüht, die uns im Geiste schweben.
Das Schicksal mag ein Weichensteller sein, lenkt unseren Zug in richtige Gleise ein,
doch in der Seele fährt Erinnerung mit, ob gut, ob schlecht – sie zeichnet jeden Schritt.
In lächelndem Gedenken tief versunken, hab ich den bittersüßen Trank der Zeit getrunken.
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