Aus dem Blut der Andren Kraft zu ziehen, ist der Lauf der Welt: „Friss oder stirb!“ Kreuze wurden dem ‚der fraß‘ verliehen, der das Leben anderer verdirbt.
Christlich sein - die „Goldene Regel“ übe! - Aus den Schulen hat man sie verbannt. Wichtigstes Gebot der Nächstenliebe - kennt durch weise Lehrer jedes Land.
Ist ein Menschenrecht und Gottes Wille, Gebot und Lehrsatz, der für alle gleich; dass man ihn verlernt, ist Menschenwille - Rache, Desinteresse folgenreich.
*“Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“
Unser Zeitgeist ist hochtechnisiert. Das hat eine gute und eine weniger gute Seite. Es gilt Althergebrachtes zu erhalten und zu bewahren.
Maschinen übernehmen die Arbeit aus Jahrhunderten und der Mensch hat sich in eine große Abhängigkeit begeben. Die nächsten Generationen verlieren nicht nur altes Wissen, sondern auch alte Fähigkeiten. Würde die Technik ausfallen, ginge alles verloren und die Menschheit müsste bei Null beginnen.
„Alexa“ kann nichts mehr sagen, wenn man ihr den Stecker zieht.
Der Monde fahlen Glanz hab ich genossen, wenn sie vom dunklen Firmament, wie Silberflüsse durch die Fenster flossen, besonntes Hell, das Schlaf vom Wachsein trennt.
Das Mondlicht zeichnet Himmelsblässe. Wie es Konturen auf den Häusern malt! Frau Luna ist die älteste Mätresse, die Existenz des Mondes längst bezahlt.
Es scheint, er hat sich abgewandt vom Leben, damit die Erde fruchtbar wird durch ihn, denn ohne ihn, würd‘ es kein Leben geben, und alle Jahreszeiten wär’n dahin.
Er malt das Bild des fernen Widerscheines, die Sonne drosselt durch ihn ihre Kraft. Einmal im Monat zeigt er sein geheimes und fahles Leuchten in der Nacht.
Er ist Begleiter, Lenker der Gezeiten, und wenn die Achse unsrer Erde wankt, ist er die Stütze; alle Klimabreiten und deren Ausgleich sind in seiner Hand.
An einem goldnen Faden hängt das Leben, der Mensch webt schicksalhafte Bilder auf den Grund. Um die Stationen klar hervorzuheben, sind sie oft dunkel, farblos, manchmal bunt.
Aus vielen Fäden, die verknotet, wirren, entstand ein finsteres Gespinst aus Schuld; durch Leid und Tragik, fehlerhaftem Irren, riss manchem Lebensfaden die Geduld.
Beim Auseinanderwirren, müßig Trennen, der vielen Fäden, die das Lebenstuch bedecken, ist jener goldene Faden zu erkennen, der sich in all dem Wust der Zeit versteckte.
Führt Mensch ans Ziel der göttlichen Bestimmung, hineingewoben, wie im goldenen Vlies, bringt er auf dunklem Grund Erkenntnis und Besinnung, gesponnen für des Geistes Paradies.
Durchtränkt vom Blut millionenfacher Leben, tief in den Gründen anfänglichen Werdens; im Daseinskampf des triebbedingten Strebens der Ungetüme, die erlegt im Massensterben.
Ur-Wälder, undurchdringlich, wild und mächtig, mit alten Bäumen, unermesslich groß; die Riesenpflanzen, Schachtelhalme, prächtig, ein Dschungel, der die ganze Welt umschloss.
Es folgten nach dem Einschlag von Kometen, nachdem Vulkangestein begrub das Land, die Asche, die wie Schnee vom Himmel regnet, die Luft vergiftet, Sonnenschein verbannt.
Millionen Jahre, bis der Mensch ‚erwachte‘, als neues Ungetüm der neuen Welt; der sich das Erdenrund zu eigen machte, der es bebaute, herrschte und erfand das Geld.
Ein neuer Daseinskampf hat längst begonnen, Mensch gegen Tier, Mann gegen Mann; das triebbedingte Streben hat gewonnen, weil Mensch das alte Tun nicht lassen kann.
Schon wieder tränkt das Blut die durst’ge Erde - ein Herrscher kann nicht herrschen ohne Krieg. Die Welt der Waffen lässt die Menschheit sterben. Die neue Eiszeit kommt – ganz ohne Sieg!
Im Heer der vielen Taggedanken, steht deine Seele tief inmitten Krieg und Frieden. Manchmal, wenn es dich trifft, wirst du am Boden liegen; von Kampf und Schwere in die Knie gezwungen, hast du im Leid erstritten, was dich ließ gesunden; heldenhaft aufgerichtet nach Verlust und Überwinden, nach Nächten voller Tränen, wirst du neue Wege finden. Die Zeit hat alte Seelenwunden dir verbunden, denn was du suchtest, hast du längst gefunden. Wirst neue, hoffnungsvolle Ziele sehen: Am Ende aller Kämpfe wird der Friede stehen!
Zwei Menschen suchten ihren Weg ins Leben, und einer wollte nehmen, einer geben. Das Lächeln Gottes schwebte über ihnen.
Und jedem ward das Seine. Denn es spiegelt das Leben unser Bild, das sonst verriegelt im namenlosen Grund und traumlos bleibt, bis uns Sein Ruf in die Bewährung treibt.
So trug des einen Gier, des andern Güte der Spiegel, ehe splitternd er versprühte, und wie ein See im Wind in Wellen brach.
Da sann der eine seinem Bilde nach und sprach: „Mein Bruder, sag, wie ging das zu? Ich hatte Glück – doch glücklich warst nur du!“
Rosen Wannseegarten – Philipp Franck (1860 – 1944)
Die alte Rosenlaube dort am Buchenhain, ihr gilt mein täglich Sinnen, ach, so oft.
Sie ließ mich sinken in die tiefsten Träumereien, mit meinem Oden sog ich auf den Duft.
Vergangen ist die Zeit, als ich noch Worte fand, so wie der Sand rinnt durch das schmale Glas der Uhren,
und als entzweite sich des Lebens lichte Band, verwischten auch die letzten meiner Spuren.
So grau blickt eine Welt der Lichtgestalt entgegen, die ich geworden, alt und ewiglich.
Die Uhren bitt’ ich, mögen rückwärts sich bewegen. So dufte Rose einmal noch für mich!
1338 von Ambrogio Lorenzetti erschaffenen Fresko „Allegorie der Guten Regierung“ im Palazzo Pubblico (Siena)
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