Springen möchte man und singen,
denn der Frühling will beginnen.
Seht ihr, wie die Blumen schauen,
hin zum Himmelszelt, dem blauen?
Zieren Bäume ihre Spitzen,
lassen schönste Blüten blitzen,
und das Grüne treibt aus Ästen,
froh umschwirrt von Federgästen.
Dort, ein Blümlein wächst auf Stein!
Wenig Erde ist sein Heim.
Neues Leben ist gekommen,
aus dem Darben Glück und Wonnen.
Die, die einst mein Leben waren,
sind ins Irgendwo gefahren,
fortgenommen und verweht,
doch die neue Welt entsteht.
Schweben mit dem Geist des Lenzes,
durch die Räume, durch die Fenster.
Von Gott erfüllte Energien
ziehn geistesgroß zur Sonne hin.
Treibt durch das Jahr
so schnell die Zeit,
mit weiten Riesenschritten,
man sehnt sich nach
des Frühlings Kleid
und gleich ist es
entglitten.
Schon hüllt des
Sommers heißes Flimmern
die Welt in prächt’ges Glühen,
sieht man bereits
im Morgenschimmern
des Herbstes Nebel sprühen.
Bald fegt der Wind
mit starker Hand
den Staub der warmen Tage,
dann geht ein Welken durch das Land,
bringt trüb
der Stürme Plage.
Und fern erscheint
ein weißes Leuchten,
der Frost, erstarrt im Eisgewand.
Die Winterzeit streut ihre feuchten
Gesellen auf das kalte Land.
So wird der Wechsel
aller Zeiten
von hell nach dunkel uns beschert,
sind schlechte Jahre zu bestreiten,
gefolgt von guten umgekehrt.
Die Luft ist lau, die Winde lind,
die Vögel ziehen Kreise,
die Sonne strahlt, als lächelt sie;
die Welt erwacht, ganz leise.
Der Baum wiegt langsam hin und her
im stillen Morgentanze,
deckt seine Kahlheit mit dem Kleid
aus Sonnenstrahlenglanze.
Die Vogelwelt stimmt an ihr Lied -
noch zaghaft hat’s geklungen,
dann kam der Frühling über Nacht,
hat kräftig mitgesungen.
Er streute frisches Grün aufs Land,
lässt alles blüh‘n und sprießen,
nun kann sich Lebenslust und Sinn
in Winterherzen gießen.
Songtext Übersetzung: „O Tag, erwache! Die Atome tanzen, dank Ihm tanzt das Universum, die Seelen tanzen, überwältigt von Ekstase. Ich werde dir ins Ohr flüstern, wohin ihr Tanz sie führt. Alle Atome in der Luft und in der Wüste wissen es genau, sie sind in einem Rausch. Jedes einzelne Atom, ob glücklich oder unglücklich verliebt sich in die Sonne, von der man nichts sagen kann.“
Der Sturmwind treibt den Winter aus, er fegt das Land, die Stadt, das Haus, er säubert Beet und Ecken, die altes Laub bedecken.
Ganz wie ein Derwisch wirbelt er, schwingt seine Röcke weit und schwer, durchdringend wird sein Rauschen und alle Ohren lauschen.
Das Heer des Himmels ist erwacht, es treibt voran mit großer Macht, die Welt ins Lot zu bringen, nur Gott kann dies gelingen.
Es glänzt nicht mehr im Licht, wo es die Tropfen tausendfältig bricht.
Wasser, das einst von Gott gegeben, fruchtbar, mehrend, unter urzeitlichem Regen, als starker Strom die Eiszeit überwand, flutend mit Leben ferne Welten band, wo‘s unermüdlich wuchs, gedieh in Güte, bevor das Land sich einst zu Tode blühte.
Der Wind streicht Wellen in den Sand, malt heißen Flächen ein Gewand, Todbringend, unverwüstlich scheint das Treiben, soweit das Auge reicht, ein sandig Bleiben.
Vom Wüstensand bedeckt, die alte Welt begraben, liegt sie im Grab der Zeit, bedeckt von Hitze-Narben.
Wo die Giganten einst die Welt durchstreiften, wie Dinosaurier auf kolossalen Märschen, wo Vielfalt und die Macht der Starken herrschte, und Schachtelhalme, groß wie Bäume, in den Wäldern reiften.
Dort leben heute noch die Recken in Legenden, die Urzeit-Riesen, die im Kampf vollenden, was dieses schwache Menschentum enthielt: Von David gegen Goliath ein Bild.
Auch heute scheint den Starken Leben dargeboten, sie nehmen Lebensenergie von andern, irgendwie. Doch nur EIN Schlag und sie erliegen ihren Stärken und auf des Daseins Grund versinken sie.
Bewusstsein wird die Zeiten überleben, in hohen Tönen wird es einst erklingen. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“, die Worte beben, der Geist der Wahrheit wird mit Engeln singen.
Vom Staub bedeckt – die alte Welt vergangen, liegt bald im Grab der Zeit. Göttlich das Bild vom steten Neu-Anfangen, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
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