Ich kann nicht mehr! Mein Planen ist zu Ende und meines Hoffens kleine Stimme schweigt. Nur Steine sind’s, an die ich mich verschwende; sooft ich sie bezwing‘, drohn neue Felsenwände und mehren meines steilen Wegs Beschwer. Ich kann nicht mehr!
Zog ich nicht aus, dem Wunder zu begegnen, und stieg herauf, dem Lichte nahe zu sein? Und war bereit, zu glauben und zu segnen – und fand nur Stein!
Zurück ins Tal! Die Nebelgeister schweben und weben graue Schleier um die Stadt, in deren Schutz die Sehnsuchtslosen leben, die ihre Güter tauschen und den Blick nicht heben, wenn sich ein Lichtstrahl scheu zu ihnen stahl… Zurück ins Tal?
Nein! Lieber sterben angesichts der Sterne! Die nach mir kommen, nützen meine Spur, bis einmal einer siegt. Ich war ihm gerne der Wegbereiter nur.
Herbststurm wirbelt – Welt wird kühler, greift das Land mit tausend Händen, so, als ob’s ein Spielzeug sei, wirft’s dann fort und zieht vorbei an den starren Häuserwänden.
Vollmond, hinter Wolkenbergen - manchmal nur schaut dich die Welt, lässt sie Himmelswege ziehen, als ob sie der Zeit entfliehen, die die Nacht gefangen hält.
Fahles Licht – ziehst an den Sinnen, treibst Gedanken, wie der Wind; in den mondbeglänzten Räumen, lässt du Mensch von Schatten träumen, die am Tag vergessen sind.
Die Stirn bekränzt mit roten Berberitzen steht nun der Herbst am Stoppelfeld, in klarer Luft die weißen Fäden blitzen, in Gold und Purpur glüht die Welt.
Ich seh hinaus und hör den Herbstwind sausen, vor meinem Fenster nickt der wilde Wein, von fernen Ostseewellen kommt ein Brausen und singt die letzten Rosen ein.
Ein reifer roter Apfel fällt zur Erde, ein später Falter sich darüber wiegt — ich fühle, wie ich still und ruhig werde, und dieses Jahres Gram verfliegt.
Es gibt Blüten, die nur in der Einsamkeit blühen, als Wunder, wie bezaubernd erscheinen, vielblättrig die Verborgenheit mühen, sich im Stillen verdeckt, mit dem Leben vereinen.
Es gibt Früchte, an Bäumen, knorrig und schwach, die mit ganzer Kraft Richtung Sonne treiben, als letzte Blüte - keine danach, sterbend, das Wunder des Lebens zeigen.
Es gibt Worte, die hell und verführerisch klingen und dunkle des Abschieds und des Vergehens, welche, die flüstern und andere, die singen, geheimnisvoll tief, die wir nicht verstehen.
Es gibt Seelen, empfindsam, die einsam berufen, entknospete Blüten, verborgen und schön; die im Stillen wirken in zahllosen Stufen, um nicht unfruchtbar im Schweigen zu stehen.
Romantisches Bild - Wunsch-Fantasie -, wo liebend verbunden in Harmonie, Menschen tanzend den Tag beginnen, sich umarmen, lachen, ihr Glück besingen,
mit geöffneten Händen den Segen empfangen, durch des Schöpfers Fülle zum Wohlstand gelangen, nicht auf die Rücken anderer treten und Steigbügelhalter der Macht anbeten.
Genügsamkeit, Freude im Einfachen finden, auch das kleine Glück dankend liebevoll binden; nicht Werte des Nächsten mit Füßen treten, für Gesundung der Menschheit um Heilung beten.
Gefolgt von Schatten sucht Mensch das Licht, die wärmende Quelle, die Heilung verspricht. Zwiespältig die Welt und das eigene Ich; Ewigkeitsworte, wenn ER innerlich spricht,
der selbst Steine belebt und fruchtbar erhält - aus dem Nichts bildet Er eine neue Welt. Im Klang der Worte enthüllt sich der Tag, der,erschaffen in Liebe, Harmonie schenken mag.
Schweigen, Stille, Dunkelheit – nur das Rauschen müder Blätter, die sich langsam lösen von den Zweigen. Schaukelnd fallen sie der Nacht entgegen, blühen noch einmal auf, in buntem Zauber, legen eine farbenfrohe Decke auf die Wege; majestätisch liegt die Welt im Sterben… und der Tod, er schreitet still darüber, um den Lebenskreislauf abzuschließen.
Herbstgedanken – Sonntagsstille ! Und die Uhr, sie tickt und tickt, streut monoton Sekunden in das Grau, das ruhig dahin fließt, wie ein träger Fluss. Ich treibe haltlos, sinke in das Nirgends; bin losgelassen, treibe ohne dich. Ertrinke in den Fluten der Gedanken, die mich ziehen, immer tiefer, und ich falle wie die Blätter von den Bäumen… und der Tod, er schreitet still darüber.
Die Zeit ist fremd und kalt vorangeschritten, und meine Erdenzeit, genährt von Himmelsfrieden, bald entglitten.
Ich will nicht mehr in dieses Schema passen, und poesielos letzte Federn lassen.
Will nicht die Menschen sehn im trüben Licht, das mir verklärt die warme Himmelssicht.
Die Luft der Erde, die beim Atmen schwer in meinen Lungen liegt – ich mags nicht mehr.
Fühle des Großen Geistes Kraft in meinen Adern fließen, trägt die Lebendigkeit, die alle Mordenden mit Füßen stießen.
Fühl kalt die vielen Lügen um mich her, Blicke, die sich an Leid erfreuen… ich will’s nicht mehr.
Wohlstand und Freiheit – wie kostbar ist dies Los! Dennoch sind Münder, die bösen Hass verstreuen, groß.
Anstatt sich miteinander aufzustellen, Hand in Hand, zu demonstrieren für Gerechtigkeit und Land, stehn sie getrennt – angriffsbereit. Fahnen, sie wehen – wohl in jeder Zeit!
Ich kann nicht länger zusehen, wie sie streiten, anstatt die Hand des Nächsten zu ergreifen, mit ihm im Füreinander beten… Wenn sie’s doch täten!
Keine Sonne auf der Sonnenallee Du gehst mit Kippa noch nicht mal auf die Champs-Élysées Die Zeiten sind rau und ich weiß nicht genau Ob ich mich trau‘, morgen nochmal in die Zeitung zu schau’n Und ich dreh‘ meine Runden Seit dem 7.10. will ich das Gespräch nicht mehr suchen Überraschung: Auch Greta hasst Juden Damals war’n ganz schnell die Täter verschwunden Heute sind die größten Antisemiten Alle Antirassisten, gegen Hass und für Frieden Und der Kanzler hört sich so bestürzt an Danach trinkt er Tee mit den Mördern Es ist ein Irrgarten, es ist das nackte Grau’n Du denkst schon lang daran, mit deinen Kindern abzuhau’n Es hieß doch „Nie wieder Ohnmacht“ Es wird Oktober in Europa
Oktober in Europa Oktober in Europa
Es wird früher dunkel, in den Straßen schwarzer Rauch Zorniges Geschrei, die Fassaden flackern blau War das jetzt ein Böller oder war das schon ein Schuss? Stolpersteine werden dieses Jahr nicht mehr geputzt Es ist kalt geworden, sie macht die Heizung an Und bringt die Kleinen dann ins Bett, sagt ihnen: „Keine Angst“ Dann nimmt sie die Mesusa aus dem Türrahmen Dafür steht hinter der Tür jetzt ein Schürhaken Mein Taxifahrer redet wie ein Nazi Führe lieber keine Diskussionen auf der Party Freunde und Freundinnen mit starken Überzeugungen Hamas-Propaganda an Kreuzberger Häuserwänden Osama wird auf TikTok zum Superstar Linke Tasche Pepperspray, rechte Tasche Kubotan Sie zieht die Kapuze tiefer ins Gesicht Omas Kette mit dem Stern trägt sie lieber wieder nicht
Oktober in Europa Oktober in Europa
Im September hab‘ ich vor der roten Flora noch Klavier gespielt Siebentausend Antifas machen ein’n auf Wir-Gefühl Tränen fließen bei dem Lied „Mein Vater wird gesucht“ Und einen Monat später waren alle seltsam ruhig Ist auch kompliziert, muss man einfach beide Seiten seh’n Wenn Terroristen Frau’n in Leichenhaufen vergewaltigen Davidsterne werden an die Haustüren gesprüht Ist das jetzt diese sogenannte Israelkritik? Zivilisten in Gaza sind Schutzschild der Hamas Schutzschild der Nachfahr’n der Judenvergaser Schutzschild der sonst immer so Mutigen „Blabla, nie wieder Blabla“-auf-Instagram-Sager Berkeley näher an Teheran als an San Fran‘ Also an den Mullahs und nicht den Studenten Ich wollt ja zur Antifa-Demo gegen Judenhass Aber gab keine in Berlin, gute Nacht
Oktober in Europa
Symbolik der Menora
Israel wurde schon mehr als 100 Jahre vor 1948 als das von Gott versprochene „Gelobte Land“ angesehen. Schon die biblische Geschichte schreibt davon:
Gen 26,3-5: Halte dich als Fremder in diesem Land (Kanaan*) auf! (sprach Gott zum König der Philister**) Ich will mit dir sein und dich segnen. Denn dir und deinen Nachkommen gebe ich alle diese Länder und erfülle den Eid, den ich deinem Vater Abraham geleistet habe. Ich mache deine Nachkommen zahlreich wie die Sterne am Himmel und gebe ihnen alle diese Länder. Mit deinen Nachkommen werden alle Völker der Erde sich segnen…
* Seit 136 n. Chr. (etwa Mitte der Römischen Kaiserzeit) heißt die Region Palästina. **Mykenischer Kulturkreis ca. 1230 v. Chr.
In der Geschlechterfolge Abrahams wurde diesem von der Ägypterin Hagar, einer Magd seiner Ehefrau, der Sohn Ismael geboren. Dieser steht sinnbildlich für den Islam, der eheliche Sohn Isaak für das Judentum. Abraham ließ auf Wunsch seiner Ehefrau, die Magd samt deren Sohn schutzlos in die Wüste schicken.
Wie man sieht, spielen diese historischen Bilder auch heute noch eine Rolle. Nichts scheint sich geändert zu haben. Die momentane Regierung Israels hat den Gedanken „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ aus der Bibel wörtlich genommen. Alleine herrscht sie im ‚gelobten Land‘.
Abraham wird im Judentum und im Islam als deren Urvater angesehen. Demzufolge müsste das angeblich von Gott versprochene Land beiden Parteien zugeeignet werden.
Man hatte eine schlechte Wahl getroffen, als man diesen Landstrich nur einem Volk zuteilte und nicht zwei Staaten daraus machte. Diese Ungerechtigkeit wird immer wieder zu Auseinandersetzungen führen. Das „Land der Verheißung“ sollte nicht nur unter israelitischer Herrschaft stehen.
Verantwortung für die Gräueltaten meiner Vorfahren trage ich, weil ich deren Ahnenkette fortsetzen kann, weil ich lebe, und Menschen durch deutsche Hand sterben mussten. Ich fühle mich mitverantwortlich für ihre Taten, obwohl ich sie niemals begangen habe.
Es ist wie ein Uhrwerk. Eine Generation ist wie ein Rädchen, eine weitere ebenso eines, etc. Jedes greift in das andere und setzt dadurch Geschichte in Gang. Wir sind Teil davon.
Für mich ist es beschämend und entsetzlich, wenn hierzulande der Judenhass wächst und sogar „Stolpersteine“ einer Stadt vollständig über Nacht entfernt worden sind, wenn jüdische Menschen nicht mehr ohne Angst auf die Straßen oder in die Schulen gehen können.
Im Ersten Weltkrieg sind Juden für Deutschland in den Krieg gezogen und gestorben. Im Zweiten Weltkrieg wurden ca. 6.000.000 Menschen durch deutsche Fanatiker getötet. Was wäre, wenn dies niemals geschehen wäre? Diese Menschen und deren Nachfahren würden immer noch hier leben. Sie brauchten keine Integration, denn sie waren deutsch. Andere Kulturen hätte dieses Land nicht gebraucht. Das Judentum gehörte zu Deutschland! Was wäre wenn?
Leider gibt es in jeder Religion Fanatiker, die mit Gewalt ihre angeblichen Rechte durchzusetzen versuchen. Jedes Mittel scheint dann recht zu sein. Egoisten gibt es überall auf der Welt. Sie fühlen sich nur gut, wenn sie andere schikanieren können. Empathielose Geschöpfe, die sich nehmen, was sie wollen. So beispielsweise verfolgt Israel eine Politik des weiteren Siedlungsbaus, und scheut sich nicht, palästinensische Gebiete im Westjordanland zu seinem Staatseigentum zu erklären.
Sie scheinen den Text Gen 26,3-5 wörtlich zu nehmen:
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