Schon als ich klein war, suchte ich auf Erden
nach Heimat. Himmlisch sollte sie mir werden,
fort von den eng gesteckten Grenzen und Verboten,
wo mich die Elternherzen banden hinter Pforten
und Kämpfe trugen in die Kindheitsecken,
wo lieblos ihre Seelen sich versteckten
und Abschied nahmen nach geraumer Zeit,
der Arbeit folgten, statt der Zweisamkeit.
Die Eltern waren abweisende Gefährten.
Sie liebten ihre Werte, wie die Gärten,
in altbewährter, wohl erzogener Art,
die alles Eigentum vor ‚bösen' Fremden wahrt.
Ich habe losgelassen, blick ins Unbegrenzte.
Die Sehnsucht band mir helle Zukunftskränze
und legt ein weißes Band zum Horizont,
wo Gott in grenzenloser Heimat wohnt.
Warum gibt es unsere Erde? Warum kreist um sie der Mond?
Warum dreht sie um die Sonne ihre Bahn?
Warum hat der Mensch das Glück, dass er auf dieser Erde wohnt?
Ist das Zufall oder folgt es einem Plan?
Warum fühl’n wir inneren Frieden, wenn wir Kinder schlafen sehen?
Warum ist ein Tag am Meer so tröstend schön?
Warum rührt Musik uns oft zu Tränen?
All das würde ich so gerne mal verstehen.
So viel kann ich mir nicht recht erklären,
all das würde ich so gerne mal verstehen
Warum denken manche Menschen, es gäb keine Pandemie
und sie lebten hier in einer Diktatur?
Warum glauben sie an jede noch krude Theorie
und sehen sich ’ner großen Sache auf der Spur?
Warum halten sie den Staat für ein tyrannisches System,
wo doch sie es sind, die andern Freiheit nehmen?
Wie könn’n sie sich selbst als Opfer wähnen,
während sie mit Nazis auf die Straße gehen?
Wie sehr sie den Rechten damit dienen,
können diese Marionetten wohl nicht sehen.
Warum lügt sich ein gewissenloser Herrscher an die Macht,
der sich einzig für sein Ego interessiert?
Der sein Volk mit Propaganda blendet, jeden überwacht
und bestraft, wenn man dagegen protestiert?
Der ein Nachbarland, das einfach nur in Frieden leben will,
über Nacht beginnt, gewaltsam einzunehmen
und uns mit Atomwaffen bedroht,
wenn wir’s wagen, seinen Opfern beizustehen?
Wie lebt man mit solch einem Vergehen?
Das kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
Warum gibt es dies und jenes? Wie kann mancherlei passieren?
Warum ist so vieles schräg und wunderlich?
Solche Fragen kann man stellen und darüber debattieren
Doch die Antworten behält die Welt für sich.
Mit Verstand und Überlegung ist nicht allem beizukommen.
Manches gilt es, voller Ohnmacht anzunehmen,
es zu akzeptieren oder auch, sich mit aller Kraft dagegen aufzulehnen.
Wir sind kleinste Teilchen im System,
und sind, ganz egal, wie sehr wir uns bemühen,
nicht dafür gemacht, um alles zu verstehen.
#NoWar #Ukraine #StandWithUkraine #StopTheWar #LautSein
Text und Musik: Oliver Gies
Wenn aus dem Himmel hellere Wonne sich
herabgießt, eine Freude den Menschen kommt,
daß sie sich wundern über manches
Sichtbares, Höheres, Angenehmes:
Wie tönet lieblich heilger Gesang dazu!
Wie lacht das Herz in Liedern die Wahrheit an,
daß Freudigkeit an einem Bildnis –
über dem Stege beginnen Schafe
den Zug, der fast in dämmernde Wälder geht.
Die Wiesen aber, welche mit lautrem Grün
bedeckt sind, sind wie jene Heide,
welche gewöhnlicher Weise nah ist
dem dunkeln Walde. Da, auf den Wiesen auch
verweilen diese Schafe. Die Gipfel, die
umher sind, nackte Höhen sind mit
Eichen bedecket und seltnen Tannen.
Da, wo des Stromes regsame Wellen sind,
daß einer, der vorüber des Weges kommt,
froh hinschaut, da erhebt der Berge
sanfte Gestalt und der Weinberg hoch sich.
Zwar gehn die Treppen unter den Reben hoch
herunter, wo der Obstbaum blühend darüber steht
und Duft an wilden Hecken weilet,
wo die verborgenen Veilchen sprossen;
Gewässer aber rieseln herab, und sanft
ist hörbar dort ein Rauschen den ganzen Tag;
die Orte aber in der Gegend
Ruhen und schweigen den Nachmittag durch.
Ströme des Leidens,
wie in glühender Lava zu steinernem Strom erstarrt,
stirbt das Leben den Tod des Erkaltens.
Von lieblosen Herzen zu Eis verwandelte Welt,
du trägst in dir die Kunst des Verwandelns.
Mit flammender Seele taue auf das Eis,
mache fruchtbar die Erde durch furchtloses Handeln.
Gott legt Stille um die Schattenherzen,
bringt sie ins Reich des Vergessens,
stillt die Ströme des Leidens durch Hoffnung,
schmiedet mit Feuer der Liebe
den Ring der Verbundenheit.
Wohl hab' ich Liebe für mein Vaterland,
Doch Liebe eigner Art, die zu bemeistern
Nicht mehr vermag der prüfende Verstand.
Für Barbarei kann ich mich nicht begeistern,
Nicht in der Jetztzeit, nicht im Alterthum.
Ich liebe nicht den bluterkauften Ruhm,
Ich liebe nicht die stolze Zuversicht,
Die sich auf Bajonette stützt — auch nicht
Den Heilgenschein des Ruhms aus alten Tagen,
Davon die Lieder melden und die Sagen.
Doch seh' ich gern, - weiß selbst nicht recht warum -
Der endlos wüsten Steppen kaltes Schweigen,
Wenn welk die Halme sich zur Erde neigen
Und nichts erschallt als Zwitschern und Gesumm.
Gern hör' ich auch der Wälder nächtig Rauschen,
Mag gern dem Wellgetös der Ströme lauschen,
Wenn sie im Frühling eisesfrei umher
Die Lande überschwemmen wie ein Meer.
Ich lieb' es auch, durch Dorf und Feld zu jagen,
Den Weg zu suchen durch das nächt'ge Dunkel,
Wo keiner Antwort gibt auf meine Fragen
Als ferner Hütten zitterndes Gefunkel.
Den Stoppelbrand der Felder seh' ich gerne,
Die weißen Birken an der Flüsse Borden,
Die Karawanenzüge aus der Ferne
Der wandernden Nomadenhorden.
Mit einer Freude die nicht Alle kennen,
Seh' ich im Herbst die korngefüllten Tennen,
Das Bauernhaus mit strohbedecktem Dache,
Geschnitzten Läden vor dem Fensterfache.
Und sonntags gern in träumerischer Ruh
Seh' ich dem Lärm betrunkner Bauern zu,
Wenn stampfend sie im Tanz die Schritte messen,
In Lust und Lärm der Woche Qual vergessen.
Übersetzung von Friedrich Martin Bodenstedt.
Die Schöpfung hat auf dieser Welt festgelegt, dass jedes Lebewesen nur sich selbst offenbaren kann. Wer oder was offenbart sich in einem Aggressor, der andere Menschen und Länder aus reiner Machtausübung beherrschen will? Was oder wer ist er selbst? Jede seiner Äußerungen, jede Tat, auch die, die er von ‚oben herab‘ seinen Untergebenen diktiert, jedes Wort, zeigt, was er selbst ist. Mit jedem Schritt offenbart er sich selbst oder die in ihm wirkenden Kräfte.
Gibt es so etwas wie Besessenheit? Be-geistert sein von seinem Tun, auch wenn es noch so schändlich ist. Bei einem Affekttäter sagt man: „Er war ‚außer sich‘.“ Für einen Moment hatte ein anderer Geist von ihm Besitz ergriffen.
Ich kenne eine sogenannte Schamanin/Heilerin, die ‚behandelte‘ ihre Kranken durch die geistigen Hände des verstorbenen Medizinmannes eines indigenen Volkes. Der trank vor jeder Behandlung mehr als eine Flasche Schnaps. Seltsamerweise wurde die Heilerin selbst davon nicht betrunken, obwohl sie den Alkohol ja für ihn in sich aufnahm. In den Momenten war sie wohl ‚fremdbesetzt‘.
Gewisse Dinge und Machenschaften kann man nicht erklären. Sie übersteigen den ‚gesunden‘ Menschenverstand.
Was sieht ein Mensch im Spiegel? Er sieht sich nur äußerlich, nicht aber in sein Ebenbild. Was wird ein Despot über die Tiefe seiner Seele denken? Er wird nicht wissen, dass der Großteil seines Wesens im Unbewussten liegt. Er spiegelt sich und findet sich und seine Machenschaften gut. Es scheint, er ist nur glücklich, wenn andere Menschen unglücklich sind. Sie alle sind für ihn tote Schachfiguren, eben leblos und uninteressant. Doch müssen sie für sein Spiel leben, in dem er König ist, beschützt von seinem Volk.
Der Tag wird kommen, an dem er fallen wird. Wie ich bereits in meinem Beitrag http://www.gottes-bilderbuch.de/das-boese beschrieb, wird er alles um sich mit in den Abgrund ziehen. Das Böse wird sich selbst zerstören. Es bekommt im Moment einen Namen.
Die letzten Jahre vergingen dramatisch und tragisch für alle Beteiligten. Was folgen wird, bleibt im Geheimen. Irgendwann werden die Aggressoren wissen, dass sie nicht die Nummer Eins sind.
Die Zahl 1 ist die göttliche Zahl, die auch alleine, ohne andere Zahlen, existieren würde. Sie ist unteilbar und unendlich. Nullen würden aus Eins Hunderttausende machen, wenn man sie hinter die Eins stellt. Umgekehrt bleibt nichts, würde man die Eins auslöschen. Erst die Eins danach das Viele. Nummer 1 ist Gott, dann die Welt und dann die Geschöpfe.
Durch Gas vergiftet –John Singer Sargent (1856-1925)
Zurückgeblickt auf ‚edle‘ Patriarchen, deren Knöpfe an Uniformen, wie Waffen glänzten, auf eine alte Welt, die Denkmäler bekränzte, von üblen Führern und Monarchen.
Die Uniform gibt Größe auch den Todgeweihten, formieren sie sich wieder hin zum Sieg. So nutzlos und so ‚mutig‘ wie in alten Zeiten, wollen sie Helden sein im Bruderkrieg.
Obwohl die ersten Vögel leise singen, geht mir die Frühlingslust verloren. Mir ist, als würden Todesschreie dringen in unsre Welt – die ‚heile‘ Welt von morgen.
In Europe and America, there’s a growing feeling of hysteria, conditioned to respond to all the threats. In the rhetorical speeches of the Soviets Mr. Krushchev said we will bury you. I don’t subscribe to this point of view.
It would be such an ignorant thing to do if the Russians love their children too.
How can I save my little boy from Oppenheimer’s deadly toy.
There is no monopoly of common sense On either side of the political fence We share the same biology Regardless of ideology Believe me when I say to you I hope the Russians love their children too
There is no historical precedent To put the words in the mouth of the President There’s no such thing as a winnable war It’s a lie we don’t believe anymore
Mr. Reagan says we will protect you I don’t subscribe to this point of view Believe me when I say to you I hope the Russians love their children too We share the same biology Regardless of ideology
What might save us, me, and you Is if the Russians love their children too.
In Europa und Amerika wächst das Gefühl der Hysterie, konditioniert, um auf alle Bedrohungen zu reagieren. In den rhetorischen Reden der Sowjets Herr Chruschtschow sagte, wir werden euch begraben. Ich schließe mich diesem Standpunkt nicht an.
Es wäre so eine dumme Sache, es zu tun, weil die Russen ihre Kinder auch lieben.
Wie kann ich meinen kleinen Jungen vor Oppenheimers tödlichem Spielzeug retten?
Es gibt kein Monopol auf den gesunden Menschenverstand, auf beiden Seiten des politischen Zauns. Wir teilen dieselbe Biologie, Ungeachtet der Ideologie.
Glaubt mir, wenn ich euch sage: Ich denke, die Russen lieben ihre Kinder auch!
Es gibt keinen historischen Präzedenzfall, um die Worte in den Mund des Präsidenten zu legen. So etwas, wie einen gewinnbaren Krieg gibt es nicht. Es ist eine Lüge, die wir nicht mehr glauben. Mr. Reagan sagt, wir werden euch beschützen. Ich teile diese Ansicht nicht.
Glaubt mir, wenn ich euch sage: Ich hoffe, die Russen lieben ihre Kinder auch!
Wir teilen dieselbe Biologie, unabhängig von der Ideologie. Was uns, mich und dich retten könnte, ist, wenn die Russen ihre Kinder ebenfalls lieben.
In hohen Sphären mit den Winden tanzen, auf weißen Wolken lichtwärts schweben; lasse von himmlischen Romanzen, mich weit in ferne Himmel heben.
Verbinde mich im Reigen mit der Zeit und flieg mit Engeln durch die Sonnenpforte, im Tanz verbunden, schwebe ich so weit, der Wind trägt mich bis an die fernsten Orte.
Und meine Seele hebt sich in die Lüfte, vermählt sich mit den warmen Sommerwinden, trägt mich in höchste Höh‘n und über tiefste Klüfte, wird den verborgnen Weg zu Dir nach Hause finden.
Es drückt wie Blei auf die Gemüter, das dunkle Erbe letzter Nacht. Lichtlose Zeit, wie graue Tücher, hängst du erstarrt – was müde macht.
Das Rollo wird vom Sturm gerüttelt, die Fenster zu, wie stumme Münder, die Ohren lauschen, wenn es rüttelt am Dachstuhl, wie ein Minenzünder.
Gedimmt erscheint die Helligkeit; das Tageslicht hat zugedeckt von letzter Nacht das helle Kleid, in Windeseile ist’s versteckt.
Das Raunen, Pfeifen oder Rauschen gleicht einer alten Melodie. Der ‚kleine‘ Mensch muss ängstlich lauschen, in demutsvoller Agonie.
Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen.Cookie settingsACCEPT
Privacy & Cookies Policy
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.