Alles Liebe und sonnige Tage für Euch
…und danke für Eure Besuche auf meinen Seiten.

Gedichte und Poesie von Gisela Seidel über Gott und die Welt
Alles Liebe und sonnige Tage für Euch
…und danke für Eure Besuche auf meinen Seiten.


Wie ein Dolchstoß traf mich dieses Wort,
wie ein Pfeil durchdrang er Mark und Bein.
Aus, vorbei! – Ein kurzer Schlussakkord,
klang mir warnend tief ins Herz hinein.
Wo vor nicht allzu langer Zeit
Nähe und Verbundenheit bestand,
löst nun dieses messerscharfe Wort
für ewig unser ‚untrennbares‘ Band.
Nichts blieb mir, nur Leere, Illusion.
Abstand halten, wird zur Zukunftspflicht.
Trifft mich doch dein harter Liebeslohn
wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht.
Deiner Liebe hab‘ ich blind vertraut,
doch sie war ein langes Trauerspiel.
Wo normal sie Zukunftsschlösser baut,
hattest du nicht einen Stein, – kein Ziel.
Alles nahmst du mir, nichts bleibt zurück.
Scherben kann man kleben, Herzen nie!
Kreuzt sich dennoch unser Weg ein Stück,
werd‘ ich Abstand halten…irgendwie.

In Windeseile hingerafft,
was Menschenhand mit Müh gemacht,
dem Dasein abgerungen;
er bläst mit wilden Zungen.
Die physikalisch dichten Kräfte,
entblößen wirbelnd ihre Mächte,
zerstören Weltengärten –
Äolus und Gefährten.
Was Energie zu Boden drückt,
macht aus dem sommergrünen Glück
verwelkte Endlichkeiten,
wie bald die Sommerzeiten.
Begrenztheit ist das Los der Welt,
der Wind, er weht, wie’s ihm gefällt,
wird niemals eingeengter,
ist ein von Gott Gelenkter.

Den Glanz von einst, voll Sinneslust und prächtig,
trägt die Erinnerung mit Weh und tiefem Groll.
Wie gestern, sind auch heut’ die Reichen mächtig,
und blutend zahlt das Volk den bitt’ren Zoll.
Die Armut klafft aus offnen Weltenwunden,
die Qual des Hungers gräbt sich ein, voll Schmerz.
Auch heute liegt in trauertiefen Stunden,
manch’ sterbend Kind am stillen Mutterherz.
Man tanzt mit viel Glamour in Taft und Seide,
Champagner fließt und Kaviar wird serviert.
Da draußen, gar nicht weit im tristen Kleide,
wird eine trockne Scheibe Brot zum Mund geführt.
Verschwendung hier und anderswo das Darben,
wo Fülle doch für alle birgt die Welt.
Die Zeit legt auf die Wunden Wohlstandsnarben,
der Teufel dient alleine Macht und Geld.
Und was satanisch grinst aus den Gazetten,
ist, was Profitgier und die Politik serviert.
Die Armut wälzt sich angstvoll in den Betten
und Reichtum glänzt daneben, ungeniert.


An einer alten Wäschestange,
baute sie Vater, gar nicht lange,
so, gut vertäut an großen Haken,
konnte ich’s schließlich kaum erwarten,
das Sitzbrett unter’n Po zu schieben,
nach kurzem Zögern wollt ich fliegen.
Die Schatten huschten an den Giebeln,
es spukten Bilder an den Ziegeln
der Nachbarhäuser, auf und nieder,
mit jedem Wiegen sah ich’s wieder,
spürte in meinem Kindersinn,
dass ich ganz nah dem Himmel bin.
Ich schwang dem Schattenbild entgegen,
genoss das Fliegen und das Schweben,
mal vorwärts und mal hintenüber,
war ganz verträumt und schloss die Lider,
um eins zu sein mit Zeit und Wind,
war glücklich, wie‘s nur Kinder sind.
In unsrer kurzen Lebenszeit
gibt Freude schwebend Leichtigkeit
im Fallen und im Steigen,
wenn sich die Schatten neigen,
durchfliegen wir das Sein im Wind,
hinauf, hernieder wie ein Kind.

Die Zeit dreht Pirouetten
auf einem dünnen Eis;
oft bricht sie ein,
unter der Menschheit Wollen
und ringt nach Luft,
unter den Schollen,
ganz leis.
Ich wünsche allen einen guten Abend und einen traumhaften Sonntag!
Danke für Eure Besuche auf meinen Seiten. Was wäre ich ohne Euch?!
Bis bald und bleibt gesund. 💖


Still sein soll mein Herz –
kann im tiefen Schmerz
keine schwere Last mehr tragen,
will verzagen an der Welt,
an den vielen bangen Fragen,
die uns unsre Liebe stellt.
Oft trifft die Erkenntnis bitter
in den weichen Seelenkern,
und der letzte Hoffnungsstern
glänzt mir trübe durch die Gitter.
„Einzelhaft – ein Leben lang!“,
hör ich meine Seele klagen.
Werde niemals mehr befreit.
Will und kann es nicht ertragen!
Wenn der Kerkertüre Schluss,
sich vollzieht durch deine Hände,
fällt des Schattenbildes Guss
hier an die Gefängniswände,
und dein Bildnis schwebt im Raum,
um schnell wieder zu verblassen.
„Irgendwann muss ich dich lassen!“,
flüstert es mir leis‘ im Traum.
Kann das Schicksal nicht verstehen –
es erscheint mir wie ein Hohn!
Bleibt mein Wunschbild – Illusion?
Und beim traurigen Erwachen,
höre ich das Schicksal lachen:
Es trägt Deiner Stimme Ton!
Das Frühjahrsblühen ging vorüber,
nur dürftig sind die Bäume tragend,
und in den Gärten schwebt ein trüber
Rauch vom Grill bis in den Abend.
Man röstet Fleisch in rauen Mengen
und sieht nicht, was der Erde blüht.
Wo Tierwohl schweigt bei Partygängen,
berührt der Tod nicht das Gemüt.
Der Erde Wohl sind reife Früchte,
sie wachsen nicht in den Regalen.
Der Supermarkt deckt viele Süchte,
dort schreit kein armes Tier in Qualen.
Die halbe Welt trägt ihr Verderben
auf kargen Böden, elendstief.
Wo viele Kinder hungers sterben,
kein Wasser eine Pflanze trieb.
Sie stehen da, sehn unser Plündern
mit leeren Mägen, und wir nehmen
das letzte noch aus ihren Mündern;
kein totes Kind wird uns beschämen.
Das Menschenleben ist begrenzt,
auch unser Wohlstand stirbt beizeiten,
es bebt in uns der letzte Lenz,
bringt scheinbar ew’ge Nacht des Schweigens.
Die Armut treibt im Himmel Blüte,
die Sehnsucht wird ins Licht gehoben,
himmlischer Segen wird zur Güte,
voll Harmonie, wie Frucht verwoben.
Was wir mit sehnsuchtsleerer Hand
entbehrten und was unerfüllt,
wird uns ein Blüh’n im lichten Land,
zum Segen, nicht von dieser Welt.

”Lass die Sprach dir sein, was der Körper den Liebenden. Er nur ist’s, der die Wesen trennt und der die Wesen vereint.” Friedrich von Schiller
Ich liebe die deutsche Sprache, mag Bücher aus Papier, die nach Druckerschwärze riechen und lese mit Vorliebe Bücher, die man heutzutage kaum noch liest, vor allem in Kurrentschrift oder Sütterlin gedruckt.
Ab 1941 wurde die deutsche Schrift mit falschen Begründungen („Judenlettern“) aus den Schulen verbannt und schließlich ganz abgeschafft. Es durfte nur noch die lateinische Schreibschrift gelehrt werden. Heutzutage ist Schönschrift nicht mehr angesagt, denn sie braucht Zeit und Liebe.
In den 80er Jahren wurde die Schreibschrift von Hand geschriebener Druckschrift ersetzt. Wer macht sowas? Jemand, der selbst nicht schreiben kann und die Kinder dazu zwingt, es auch nicht zu können? Können Lehrer heutzutage noch Schreibschrift? Sie drückt den Charakter eines jeden Menschen aus. Fällt das etwa unter den Datenschutz? Im Computerzeitalter hat sie offenbar nichts zu suchen. Da ist man anonym.
Jedes andere Land behütet ihre Sprache, nur wir nicht. Warum eigentlich? Sie ist doch bereits von Anglizismen ‚durchwachsen‘, und nun ist als i-Tüpfelchen die Gendersprache hinzugekommen. Ich frage mich warum?! Weil einige Frauen nicht denken wollen/können? Minderwertigkeitskomplexe? Wichtigtuerei? Bin ich jetzt kein Mensch mehr, sondern eine Mensch:in?
Ich weigere mich, die Gendersprache zu benutzen!!!

Die fremde Sprache – Theodor Storm
Die fremde Sprache schleicht von Haus zu Haus,
Und deutsches Wort und deutsches Lied löscht aus;
Trotz alledem – es muß beim alten bleiben:
Die Feinde handeln, und die Freunde schreiben.