Du ringst und rufst nach Glück! Kaum zeigt es sich, so lässt es dich in Einsamkeit zurück. Denn es ist eine Sprosse nur auf unsrer Leiter, komm weiter!
Das Leid, wie es dich schreckt! Schon hat’s den Arm gestreckt, dich zu erfassen – und muss dich lassen! Es ist ja eine Sprosse nur auf unsrer Leiter, komm weiter!
Das Werk, das du erstrebtest, dem du, dich opfernd, lebtest – kaum hast du es getan, gehört es andern an. Ach, es ist eine Sprosse nur auf unsrer Leiter, komm weiter!
So läuft der Erde Zeit. Erst scheint der Tod dir weit, dann ist er nah, auf einmal ist er da! Doch er ist eine Sprosse nur auf unsrer Leiter, komm weiter!
Und neuer Fähigkeiten frische Kraft in andern Leben neue Werte schafft, und ein Erkennen löst das andre ab; Erfahrung wird des früh’ren Wissens Grab. Auch Wissen ist nur eine Sprosse auf der Leiter, komm weiter!
Auch wir im Geistessonnenlicht, auch wir im andern Land erschauen nicht das Ende unsrer Leiter, komm weiter!
Im Zauberwald, tief, dort im Buchenhain, da tanzen Elfen mit duftigen Schleiern. Sie teilen mit Trollen Nektar und Wein, verweilen an Bächen und Weihern.
Auf einem grünen Bett aus weichem Moose, da träumt die Elfenkönigin. Umkränzt von Akelei und Herbstzeitlosen, verborgen schön – seit Welten Anbeginn.
Märchenwesen an verwunschenen Orten, verzaubern mit Lichtern und wispernden Klängen, bewachen der Wälder finstere Pforten, verwirren den Wandrer mit ihren Gesängen.
Dort wo das Einhorn steht am Waldesrand und Zwerge Hüter sind der Märchenschätze, wo Trugbilder verschleiern den Verstand, da herrschen die alten Gesetze.
Tief unten auf dunklem Baches Grund, des alten Wassermanns Revier, da tummeln sich singende Sommerfeen und färben mit ihren Flügeln bunt, die Wiesenblumen hier.
Wenn einmal die Sonne nicht scheinen mag und Regenwolken ihr Leuchten verhüllen, dann beginnen die Elfen mit Liebe den Tag und mit Regenbogenlicht die Wiesen zu füllen.
Sie haben damals geschrien wie heute, sind gegen alles und gehn mit der Meute. Dumm ersetzt Wahrheit durch lautes Schreien, um dem Schwachsinnigen Gehör zu verleihen.
Corona Leugner und Impfgegner Blues. 700.000 Tote weltweit – alles ‚fake news‘? Was sind das nur für Ego-Ignoranten?! Sind schuld mal wieder die Asylanten?
Die Einfalt, die nichts verstanden hat, streut Unwahrheiten über Land und Stadt. Die, die mit falschen Tönen demonstrieren, werden unser Land in den Abgrund führen.
Von Eigenschutz und Rücksicht weit entfernt, haben sie die ‚Vogel-Strauß-Taktik‘ gelernt. Freiheit! – Die Spaßgesellschaft lässt grüßen. Schutzlos lässt sie die Alten dafür büßen.
Es ist so wie einst in uralten Tagen, da hat man Jesus ans Kreuz geschlagen, obwohl Er den Menschen Gutes brachte, hing er am Kreuz und die Meute lachte.
Corona setzt ihnen die Krone aufs Haupt. Die Kirche schweigt. Gibt’s die überhaupt? Das Christliche scheint längst ausgestorben. Die Ego-Gesellschaft regiert uns morgen.
Das „C“ in den Parteien glänzt fad. Wo ist Nächstenliebe in diesem Staat? Die Lager sind voll, die Menschen am Ende. Wann hat dieser Holocaust ein Ende?
Dante und Vergil im 9. Kreis der Hölle – Gustave Doré 1832-1883
Lieblosigkeiten – sie kleben an dir, wie unerlöste Seelenteile; trunken von Trübsinn, in Tränen getränkte Schleier deiner Erinnerungen.
Sie tragen an der Schwere deiner Vergangenheit. Sie schlichen in dein Ich und machten es krank, dein Dasein trüb, und die Stellen in deinem Körper schmerzen, denn sie sind wie Stein gewordene Verhärtungen deiner Seele.
Erlöse die Erinnerungen; vergib den Menschen, deren Lasten du immer noch trägst, obwohl sie längst dahin sind. Niemals wirst du vergessen! Schaue deinen Rückblick in Verklärung, denn du bist niemals in den Schuhen der anderen gegangen.
Tausend Münder kannst du küssen, tausend Lippen; tausend Zungen kannst du spüren. Niemals findest du den Mund, der dich geküsst wie meiner, der dich völlig löste von der Welt, der dich fern in tausend Himmel trug. – so küsst dich keiner!
An deinen Lippen hing ein Beben, als küsst’ ich tausend Lippen. Ich streichelte die Wangen dir wie Samt, und deine Stirn liebkoste ich wie Seide. Aus deinem Mund hab ich mich satt getrunken, er labte mich noch süßer als der Wein. Und deine Augen, wie ein Ort, versunken, zog mich in tiefste Harmonien hinein.
Nun lieg ich auf dem Grund des Tränensees, ertrunken, mich hat die Welle fort von dir getragen. In deine Arme war ich hin gesunken, achtlos und schwach hast du mich fallen lassen, in tausend Höllen.
Das, was noch vor dir liegt, sind schwere Schritte, wohin sie führen, das ist dir bewusst; sind’s doch oft mühevolle Lebenstritte, die man zum Wandel erst durchlaufen muss.
Ich wünsche dir ein weises Handeln, mutig und stark wirst du dein Ziel erreichen; die Dunkelheit wird sich zum Lichte wandeln und neue Wege, hell, vor dir erleuchten.
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