Wenn ich vergeh‘, vergeht die Welt in mir. All das Erlebte wird zum Augenblick, von der Erinnerung bleibt eine Tür, schau ich hindurch, führt mich kein Weg zurück, nur auf Vergangenes ein kurzes Sehen, all das war Ich, vor langem das Geschehen, rahmenlos groß das Bild darin, von Zeit befreit, wenn ich gestorben bin.
Wie ein Dolchstoß traf mich dieses Wort, wie ein Pfeil durchdrang er Mark und Bein. Aus, vorbei! – Ein kurzer Schlussakkord, klang mir warnend tief ins Herz hinein.
Wo vor nicht allzu langer Zeit Nähe und Verbundenheit bestand, löst nun dieses messerscharfe Wort für ewig unser ‚untrennbares‘ Band.
Nichts blieb mir, nur Leere, Illusion. Abstand halten, wird zur Zukunftspflicht. Trifft mich doch dein harter Liebeslohn wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht.
Deiner Liebe hab‘ ich blind vertraut, doch sie war ein langes Trauerspiel. Wo normal sie Zukunftsschlösser baut, hattest du nicht einen Stein, – kein Ziel.
Alles nahmst du mir, nichts bleibt zurück. Scherben kann man kleben, Herzen nie! Kreuzt sich dennoch unser Weg ein Stück, werd‘ ich Abstand halten…irgendwie.
Jean-Léon Gérôme 1824-1904 CONDE, LOUIS III. DE BOURBON + LUDWIG XIV. VON FRANKREICH 1674
Den Glanz von einst, voll Sinneslust und prächtig, trägt die Erinnerung mit Weh und tiefem Groll. Wie gestern, sind auch heut’ die Reichen mächtig, und blutend zahlt das Volk den bitt’ren Zoll.
Die Armut klafft aus offnen Weltenwunden, die Qual des Hungers gräbt sich ein, voll Schmerz. Auch heute liegt in trauertiefen Stunden, manch’ sterbend Kind am stillen Mutterherz.
Man tanzt mit viel Glamour in Taft und Seide, Champagner fließt und Kaviar wird serviert. Da draußen, gar nicht weit im tristen Kleide, wird eine trockne Scheibe Brot zum Mund geführt.
Verschwendung hier und anderswo das Darben, wo Fülle doch für alle birgt die Welt. Die Zeit legt auf die Wunden Wohlstandsnarben, der Teufel dient alleine Macht und Geld.
Und was satanisch grinst aus den Gazetten, ist, was Profitgier und die Politik serviert. Die Armut wälzt sich angstvoll in den Betten und Reichtum glänzt daneben, ungeniert.
An einer alten Wäschestange, baute sie Vater, gar nicht lange, so, gut vertäut an großen Haken, konnte ich’s schließlich kaum erwarten, das Sitzbrett unter’n Po zu schieben, nach kurzem Zögern wollt ich fliegen.
Die Schatten huschten an den Giebeln, es spukten Bilder an den Ziegeln der Nachbarhäuser, auf und nieder, mit jedem Wiegen sah ich’s wieder, spürte in meinem Kindersinn, dass ich ganz nah dem Himmel bin.
Ich schwang dem Schattenbild entgegen, genoss das Fliegen und das Schweben, mal vorwärts und mal hintenüber, war ganz verträumt und schloss die Lider, um eins zu sein mit Zeit und Wind, war glücklich, wie‘s nur Kinder sind.
In unsrer kurzen Lebenszeit gibt Freude schwebend Leichtigkeit im Fallen und im Steigen, wenn sich die Schatten neigen, durchfliegen wir das Sein im Wind, hinauf, hernieder wie ein Kind.
Ich wünsche allen einen guten Abend und einen traumhaften Sonntag!
Danke für Eure Besuche auf meinen Seiten. Was wäre ich ohne Euch?!
Bis bald und bleibt gesund. 💖
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