Waldeinsamkeit

Iwan Iwanowitsch Schischkin (1832-1898)

Öffne des Waldes Zaubertruhe,
horch, wie der Kuckucksruf erschallt,
in Abgeschiedenheit und Seelenruhe,
fern von Motoren und Asphalt.

Erlebe sanft die festen Schritte,
weich federnd, blätterreich begründet,
schau, wie des Weges grüne Mitte,
sich in der Ferne wiederfindet.

Nimm auf, die goldnen Sonnenstrahlen,
die abgedämpft im Blätterwald,
genieße, wie sie flimmernd fallen,
wie sich zerstreut ein Schatten malt.

Gib den Minuten stilles Schweigen,
wenn sanft der Wind durchs Buschwerk weht,
wenn fern ein Hirsch mit Prunkgeweih
sein stolzes Haupt im Forst erhebt.

Vergiss des schweren Alltags Nöte,
leb auf beim Wandern und Gesang,
beschau die stille Abendröte,
hör auf den Nachtigallen-Klang.

Autor: Gisela

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2 Gedanken zu „Waldeinsamkeit“

  1. Liebe Gisela,
    diese, deine Beiträge habe ich etwas zurückgestellt. Denn nicht jeden Tag bin ich in der Lage bestimmte Themen mental zu verarbeiten.
    Zu deinem Gedicht: Wenn mir die Trauer und viele Dinge mehr das Herz beschweren, dann gehe ich in den Wald. Lache bitte nicht, aber ich umarme dann einen Baum und er gibt mir die nötige Kraft um weiterzumachen, nicht aufzugeben.
    Lieben Gruß, Lilo

    1. Liebe Lilo, ich schreibe alles aus der Erinnerung. Wie gerne würde ich auch heute noch einen Baum umarmen. Aber leider musste ich auch das loslassen. Hier gibt es keine zugänglichen Bäume, und ich komme nirgendwo hin. Bäume sind mentale Kraftgeber. Liebe Grüße, Gisela

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