Fortgeweht sind die Gedanken, flogen mit dem Wind der Zeit dahin, Ursache und Wirkung sich verbanden, auf die Reaktionen zu Beginn.
Wirkungen, die auf die Taten folgten, nahm die Zeit ins nächste Element; das Hervorgebrachte trieb wie dunkle Wolken, das Gerechtigkeit und Wahrheit trennt.
Wer dem Leben Schaden angerichtet, richtet sich im Bannkreis der Moral, doch Vergeltung, die selbst körperlich vernichtet, steht in Ewigkeit in Seelenqual.
In der Körperlosigkeit des Unerlösten, wird manch Frevel auf dem Geiste lasten, denn das Urteil zwischen Gut und Böse hat er nicht dem Höchsten überlassen.
Ich kann nicht mehr! Mein Planen ist zu Ende und meines Hoffens kleine Stimme schweigt. Nur Steine sind’s, an die ich mich verschwende; sooft ich sie bezwing‘, drohn neue Felsenwände und mehren meines steilen Wegs Beschwer. Ich kann nicht mehr!
Zog ich nicht aus, dem Wunder zu begegnen, und stieg herauf, dem Lichte nahe zu sein? Und war bereit, zu glauben und zu segnen – und fand nur Stein!
Zurück ins Tal! Die Nebelgeister schweben und weben graue Schleier um die Stadt, in deren Schutz die Sehnsuchtslosen leben, die ihre Güter tauschen und den Blick nicht heben, wenn sich ein Lichtstrahl scheu zu ihnen stahl… Zurück ins Tal?
Nein! Lieber sterben angesichts der Sterne! Die nach mir kommen, nützen meine Spur, bis einmal einer siegt. Ich war ihm gerne der Wegbereiter nur.
Herbststurm wirbelt – Welt wird kühler, greift das Land mit tausend Händen, so, als ob’s ein Spielzeug sei, wirft’s dann fort und zieht vorbei an den starren Häuserwänden.
Vollmond, hinter Wolkenbergen - manchmal nur schaut dich die Welt, lässt sie Himmelswege ziehen, als ob sie der Zeit entfliehen, die die Nacht gefangen hält.
Fahles Licht – ziehst an den Sinnen, treibst Gedanken, wie der Wind; in den mondbeglänzten Räumen, lässt du Mensch von Schatten träumen, die am Tag vergessen sind.
Die Stirn bekränzt mit roten Berberitzen steht nun der Herbst am Stoppelfeld, in klarer Luft die weißen Fäden blitzen, in Gold und Purpur glüht die Welt.
Ich seh hinaus und hör den Herbstwind sausen, vor meinem Fenster nickt der wilde Wein, von fernen Ostseewellen kommt ein Brausen und singt die letzten Rosen ein.
Ein reifer roter Apfel fällt zur Erde, ein später Falter sich darüber wiegt — ich fühle, wie ich still und ruhig werde, und dieses Jahres Gram verfliegt.
Es gibt Blüten, die nur in der Einsamkeit blühen, als Wunder, wie bezaubernd erscheinen, vielblättrig die Verborgenheit mühen, sich im Stillen verdeckt, mit dem Leben vereinen.
Es gibt Früchte, an Bäumen, knorrig und schwach, die mit ganzer Kraft Richtung Sonne treiben, als letzte Blüte - keine danach, sterbend, das Wunder des Lebens zeigen.
Es gibt Worte, die hell und verführerisch klingen und dunkle des Abschieds und des Vergehens, welche, die flüstern und andere, die singen, geheimnisvoll tief, die wir nicht verstehen.
Es gibt Seelen, empfindsam, die einsam berufen, entknospete Blüten, verborgen und schön; die im Stillen wirken in zahllosen Stufen, um nicht unfruchtbar im Schweigen zu stehen.
Romantisches Bild - Wunsch-Fantasie -, wo liebend verbunden in Harmonie, Menschen tanzend den Tag beginnen, sich umarmen, lachen, ihr Glück besingen,
mit geöffneten Händen den Segen empfangen, durch des Schöpfers Fülle zum Wohlstand gelangen, nicht auf die Rücken anderer treten und Steigbügelhalter der Macht anbeten.
Genügsamkeit, Freude im Einfachen finden, auch das kleine Glück dankend liebevoll binden; nicht Werte des Nächsten mit Füßen treten, für Gesundung der Menschheit um Heilung beten.
Gefolgt von Schatten sucht Mensch das Licht, die wärmende Quelle, die Heilung verspricht. Zwiespältig die Welt und das eigene Ich; Ewigkeitsworte, wenn ER innerlich spricht,
der selbst Steine belebt und fruchtbar erhält - aus dem Nichts bildet Er eine neue Welt. Im Klang der Worte enthüllt sich der Tag, der,erschaffen in Liebe, Harmonie schenken mag.
Schweigen, Stille, Dunkelheit – nur das Rauschen müder Blätter, die sich langsam lösen von den Zweigen. Schaukelnd fallen sie der Nacht entgegen, blühen noch einmal auf, in buntem Zauber, legen eine farbenfrohe Decke auf die Wege; majestätisch liegt die Welt im Sterben… und der Tod, er schreitet still darüber, um den Lebenskreislauf abzuschließen.
Herbstgedanken – Sonntagsstille ! Und die Uhr, sie tickt und tickt, streut monoton Sekunden in das Grau, das ruhig dahin fließt, wie ein träger Fluss. Ich treibe haltlos, sinke in das Nirgends; bin losgelassen, treibe ohne dich. Ertrinke in den Fluten der Gedanken, die mich ziehen, immer tiefer, und ich falle wie die Blätter von den Bäumen… und der Tod, er schreitet still darüber.
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